Verpasse nie eine gute Krise: Vom BASF-Standort zum Industriepark - Anne Francken, BASF InfraService & Solutions Lausitz

Shownotes

„Verpasse nie eine gute Krise.“ Anne Francken hat in Schwarzheide erlebt, was eine Krise in Bewegung bringen kann. Als die Chemieindustrie unter Druck gerät, beginnt BASF dort mit einem Umbau, über den man schon lange nachgedacht hat. Aus einem klassischen Konzernstandort wird ein offener Industriepark.

Das ist rund zwei Jahre her. Während BASF im Kerngeschäft weiter Kosten senken will, sind die Fixkosten in Schwarzheide durch den Umbau laut Anne Francken bereits deutlich gesunken. Sie vergleicht das mit einem Langstreckenlauf. Wer früher startet, hat schon ein Stück Strecke hinter sich, wenn andere loslaufen.

In dieser Folge von Headhunter Insights sprechen Jessica Sander und Dominic Späth mit der kaufmännischen Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH darüber, wie dieser Wandel den Alltag am Standort verändert. Leistungen, die früher intern weiterberechnet wurden, müssen sich heute im Wettbewerb behaupten. Führungskräfte bekommen den Spielraum, neues Geschäft aufzubauen, und tragen Verantwortung für das Ergebnis.

Anne Francken erzählt, wie ihre Teams in diese Verantwortung hineinwachsen und wie sie mit ihnen über schwierige Entscheidungen spricht, wenn bei einem solchen Umbau noch vieles offen ist.

Unser Gast: Anne Francken, kaufmännische Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH

LinkedIn Anne Francken: https://de.linkedin.com/in/anne-francken-528441115

Industriepark Lausitz: https://www.industriepark-lausitz.com/global/de

BASF-Standort Schwarzheide: https://www.basf.com/global/de/who-we-are/organization/locations/europe/german-sites/Schwarzheide

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Transkript anzeigen

00:00:00: Das ist genau die Dynamik, die eine Krise auslöst.

00:00:03: Leute trauen sich Dinge zu machen, die sie vorher nicht gemacht haben.

00:00:08: Wir wollen wettbewerbsfähig sein und dann stellen wir uns auch den Wettbewerk.

00:00:12: Dadurch dass wir schon vor zwei Jahren massiv gestartet haben umzubauen, haben wir wie ne Art Vorsprung.

00:00:22: Willkommen zur Headhunter Insights!

00:00:24: In diesem Podcast dreht sich alles im Leadership der den Unterschied macht.

00:00:28: Freuen Sie sich auf Insights eines Headhunters und spannende Gäste, die exklusiver Einblicke aus den Chefetagen deutscher Unternehmen mitbringen.

00:00:37: Das ist Headhunter Insights!

00:00:43: Herzlich

00:00:43: willkommen zu Headhunder Insights.

00:00:45: ich bin Jessica Sander und freue mich sehr zusammen mit Dominik spät durch diese Folge zu führen.

00:00:49: Hallo Dominik Hallo

00:00:49: Jessica

00:00:51: Was

00:00:51: passiert, wenn ein Industriestandort der jahrzehntelang nach Konzernlogik funktioniert hat?

00:00:56: Plötzlich eine ganz neue Ausrichtung wählt.

00:00:58: Wenn Leistungen die früher einfach intern weiterverrechnet wurden sich auf einmal am Markt behaupten müssen, wenn aus Führungskräften Unternehmer werden sollen und mitarbeitende Anfangdinge in Frage zu stellen, die über Jahre selbstverständlich waren – genau das passiert nämlich gerade in Schwarzheide!

00:01:14: Aus einem klassischen BSF-Standort ist ein offener Industriepark geworden.

00:01:20: um Neustrukturen oder ein anderes Geschäftsmodell?

00:01:23: Es geht um Verantwortung, um Geschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

00:01:27: Und um die Frage wie man Menschen dazu bringt Veränderungen nicht nur mitzumachen sondern selbst auch voranzubringen.

00:01:32: Und unser heutiger Gast kennt genau diese Schnittstelle zwischen Menschenorganisationen sehr gut.

00:01:37: Sie kommt aus dem Arbeitsrecht und HR, hat zahlreiche globale Transformationsprojekte begleitet und sich auch intensiv mit Coaching-und Veränderungsprozessen beschäftigt.

00:01:47: Sie verantwortet seit sechs Jahren als kaufmännische Geschäftsführerin und Arbeitstirektorin der BASF Infraservice & Solutions Lawsitz GmbH – genau diesen Wandel mit!

00:01:58: Und wie verändert man eine gewachsene Organisation wirklich?

00:02:01: Wie viel Freiheit braucht unternehmerisches Denken und wie führt man klar, wenn Veränderungen für Menschen gleichzeitig Chance und Unsicherheit bedeuten.

00:02:08: Darüber sprechen wir heute mit Anne Franken.

00:02:10: lieber Anne ich freue mich sehr dass du heute bei uns zu Gast bist und herzlich willkommen schön dass du da bist.

00:02:15: Vielen Dank.

00:02:15: Ich freu mich sehr heute bei euch beiden zu sein.

00:02:18: Sehr schön!

00:02:19: Ich freue mich ganz besonders mit zwei Frauen heute den Podcast aufzunehmen.

00:02:23: und Anne Wir starten heute auch so wie immer in unseren podcast starten.

00:02:27: Was beschäftigt dich gerade besonders?

00:02:30: Beruflich wie auch privat.

00:02:32: Dann würde ich mal mit dem beruflichen starten, du hattest schon gesagt Jessica bei unserem Standort hat sich viel getan und diese Transformation die wir jetzt vor zwei Jahren eingeleitet haben ist natürlich noch lange nicht zu Ende.

00:02:45: ständig Entstehen da neue Fragestellungen?

00:02:48: Ständig muss die Organisation weiterentwickelt werden, weil man natürlich auch im Laufe eines solchen Prozesses merkt an welchen Stellen noch nachgearbeitet wird und an welcher Stelle passt das schon.

00:03:00: Aber damit man das ein bisschen einordnen kann sage ich vielleicht mal was sich konkret an unserem Standort getan hat.

00:03:05: unser Standort war tatsächlich einen ganz typischer BSF-Standort wie du ihn beschrieben hast.

00:03:11: zusätzlich zu den Chemiegesellschaften die bei uns am Standort sind uns auch ganz andere Ansiedler.

00:03:17: Also wir haben nicht nur BRSF-Gesellschaften bei unserem Standort, sondern auch andere Unternehmen und trotzdem haben wir aber diesen Standort so geführt als wäre es ein reiner BRS F-Standort mit einer reinen Chemieausrichtung.

00:03:30: Und als die Zeiten in der Chemiebranche dann schlechter wurden, haben wir eine Idee, die schon lange in uns gearbeitet hat wieder aufgegriffen und haben uns gesagt vielleicht ist jetzt der richtige Moment da um diesen Standort nicht mehr als Chemiestandort zu betreiben, sondern eben wirklich wie ein Industriepark zu betreiben.

00:03:50: Wir haben uns auch lange überlegt – das gab viele Diskussionen in der Belegschaft – ist es denn dann ein Chemie-Park oder einen Industrie-Park?

00:03:58: Und wir haben ganz bewusst gesagt, dass es ein Industri-Park, weil wir wollen ja eben nicht nur diesen Fokus auf der Chemie und das hat eine wahnsinnige Veränderung mit sich gebracht.

00:04:07: Das hört sich jetzt nach leeren Sätzen an aber das bedeutete für uns, die über Zwei-Tausend Mitarbeiter beschäftigt hat, in Einzelgesellschaften unterteilt haben.

00:04:21: Das hat Betriebsübergänge für Übertausend Mitarbeiter bedeutet und ich glaube wir haben da viel richtig gemacht denn am Ende war es so dass von den Tausend Mitarbeitern nur vier widersprochen haben.

00:04:32: Und die vier haben zum großen Teil auch aus gutem Grund widersprochen.

00:04:35: Die hatten nämlich schon gekündigt und dann macht's keinen Sinn nochmal die Gesellschaft zu wechseln.

00:04:39: Aber das hat uns gezeigt, dass wir gut erklärt haben warum wir diesen Schritt gehen und vor allen Dingen was die Aussichten für unseren Standort sind.

00:04:48: Ich finde es toll, dass du jetzt schon so direkt eingestiegen bist und wir gehen ja nachher noch mal im Detail darauf ein.

00:04:53: aber... Was beschäftigt dich ansonsten noch?

00:04:55: Du wolltest ja auch nochmal privat und...

00:04:57: Ja, da sage ich auch gerne was zu.

00:04:59: Also Transformation begleitet mich nicht nur im beruflichen sondern auch im privaten.

00:05:04: Ich bin jetzt... man sieht mich hier zum Glück nicht.

00:05:06: dann kann ich mein alter Gelfen sagen!

00:05:09: Ich bin jetz achtenschutzig Jahre alt und glaube dass ich ungefähr die Hälfte meines Lebens hinter mir habe.

00:05:15: vielleicht stellt sich das im Nachgang auch als Trugschluss aus Und ich überlege mir gerade sehr genau was ist das was mich zukünftig reizt, was möchte ich zukünftig machen?

00:05:26: Und ja da findet gerade so eine Reflexion statt ob die Ziele, die ich vor zwanzig Jahren hatte noch mit meinen Zielen von heute übereinstimmen.

00:05:34: Und das ist glaube ich, was mich gerade privat zu am meisten umtreibt.

00:05:38: Total spannend!

00:05:38: Kannst du uns denn versprechen wenn du sozusagen da Klarheit für dich gewonnen hast dass wir uns wieder unterhalten?

00:05:44: Ja das können wir sehr gerne tun.

00:05:46: Sehr gut, klingt auf jeden Fall sehr spannend.

00:05:48: und jetzt lass uns doch nochmal wirklich direkt einsteigen.

00:05:51: Du hast ja gerade erzählt BASF befindet sich ja gerade in einem tiefgreifenden Umbau.

00:05:56: Kosten sollen ja deutlich sinken, Strukturen werden verändert und Stellen auch abgebaut.

00:06:00: Ihr habt in Schwarz-Heide schon vor rund zwei Jahren begonnen euch deutlich effizienter aufzustellen und habt dann sozusagen ein neues Geschäftsmodell angestoßen.

00:06:08: Trift euch deswegen die aktuelle Situation weniger hart?

00:06:12: Das ist tatsächlich so, wie du es sagst Jessica.

00:06:14: Also dadurch dass wir schon vor zwei Jahren massiv gestartet haben uns umzubauen, haben wir eine Art Vorsprung.

00:06:21: das ist wie wenn man Langstrecken laufen macht und da zwei Leute oder drei Leute dürfen eben ein bisschen eher starten dann sind die natürlich auch schon eine ganze Strecke weiter wenn andere anfangen zu laufen und das hilft uns jetzt sehr.

00:06:33: Es ist tatsächlich so, dass wir durch die Veränderungen, die wir getätigt haben massiv unsere Fixkosten haben senken können und das merken jetzt eben auch die Kunden, die bei uns am Standort tätig sind an Singkosten, die auf sie von unserem Standort aus zukommen.

00:06:51: Womit wir jetzt zu kämpfen haben ist, dass natürlich auch globale Projekte anstehen innerhalb der BRSF.

00:06:57: Du hast es gerade eben erwähnt gehabt das ist immer schwierig.

00:07:00: was dann in der Presse steht und wie es tatsächlich ist also rein faktisch ist so dass wir unsere Fixkosten im Kerngeschäft bis zwanzig neunundzwanzig um zwanzich Prozent absenken müssen und auch wollen Und zwar ohne Inflation.

00:07:16: Genau, so hat es Herr Kamid auch im Handelsblattintervier glaube ich gesagt.

00:07:21: Das ist jetzt das was auf uns zukommt und viele Hausaufgaben davon haben wir eben schon gemacht.

00:07:27: Das heißt aber nicht dass es spurlos an uns vorbei geht denn dann einigen Ecken müssen wir noch nacharbeiten.

00:07:34: Anne, dann lass es doch mal genau zwei Jahre zurückgehen.

00:07:36: Du hast im Vorgespräch und vorhin auch gesagt wir sind in der Chemiebranche einfach zu teuer geworden.

00:07:43: Wann wurde euch klar das ein bisschen optimieren nicht mehr ausreicht?

00:07:47: Und dass ihr den Standort grundsätzlich anders aufstellen müsst?

00:07:51: Um ehrlich zu sein, haben wir uns schon seit vielen Jahren Gedanken darüber gemacht ob nicht eine Betreibergesellschaft die richtige Version für unseren Standort wäre um eben unsere Kunden auch bestmöglich in den Mittelpunkt stellen zu können und für die Kunden wie soll ich sagen das bestmögliche Umfeld zu schaffen.

00:08:09: Manchmal ist es aber so, man kennt das von Aktienkäuften und Ähnlichem wenn man gute Ideen hat.

00:08:15: Und das Umfeld ist noch nicht bereit dafür dann fruchten diese Ideen manchmal nicht und fallen auch nicht auf fruchtbaren Boden.

00:08:22: Die Veränderungen die sich in der Chemiebranche getan haben in den letzten Jahren sind ja wirklich drastisch und die haben uns auch wirklich schwer erwischt.

00:08:31: Die haben uns aber andererseits geholfen eben genau diese Idee besser zu implementieren.

00:08:38: Also ich halte es da wirklich, mit Churchill hat das glaube ich gesagt gehabt verpasse nie eine gute Krise.

00:08:44: und es ist tatsächlich so dass aus Krisen ganz viel neues Innovation- und Veränderungsbereitschaft entstehen kann.

00:08:53: und deshalb glaube auch, dass wir's tatsächlich genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben.

00:08:58: vorher werden wir wahrscheinlich nicht so erfolgreich gewesen.

00:09:01: Und Churchill hatte viele Krisen.

00:09:03: Ja,

00:09:05: der muss es wissen.

00:09:06: Du hast das frühere Prinzip ziemlich plastisch beschrieben.

00:09:09: Das fand ich sehr schön!

00:09:10: Es kostet was es kostet und ist fertig wenn es fertig ist.

00:09:13: Ihr habt daraufhin jede Leistung ja neu betrachtet.

00:09:15: Es gibt Pflichtleistungen du hast gesagt wie die Feuerwehr oder Standortgebundene Leistung wie Dampf und vieles andere oder alles andere kann ein Unternehmen heute frei am Markt einkaufen.

00:09:25: Was hat dieser Schritt in den Wettbewerb mit Eurer Organisation verändert?

00:09:29: Und woran könnt ihr heute konkret messen dass das Modell ja wirklich erfolgreich ist und funktioniert.

00:09:34: Ja, du hast es gut zusammengefasst.

00:09:36: also wir sind wirklich ja mit einem drastischen Schritt hingegangen und haben gesagt Wir wollen wettbewerbsfähig sein und dann stellen wir uns auch den Wettbewerk.

00:09:45: Und das bedeutet?

00:09:45: Wir haben alle Services die wir am Standort haben und das sind so Roundabout Ich würde mal sagen, fünf bis sechshundert Services und das sind schon nur die Überkategorien haben wir in drei Buckets eingeteilt.

00:09:58: Wir haben mandatory services, sole services und optionale Services.

00:10:04: Und diese mandatory services Das ist das wo man dann merkt Wenn große Unternehmen sich vornehmen, wir werden jetzt wettbewerbsfähig und bieten auch freiwillige Services an.

00:10:15: Dann packen die ganz viel in mandatory und ganz wenig in optional.

00:10:19: Und das haben wir gesagt den Fehler wollen wir nicht machen.

00:10:22: Wir gehen wirklich radikal ran und sagen nur ein minimalster Anteil dürfen mandatory services sein.

00:10:28: also die muss der Kunden am Standort nehmen aber er soll ja eine Freiheit am standort haben.

00:10:33: Und deshalb sind nur fünf dieser knapp sixhundert Services mandatory Services darunter die Feuerwehr, wie du eben sagtest.

00:10:41: Es sind roundabout hundert Services und Sol-Services geworden.

00:10:46: Das ist eben so.

00:10:46: was wie, dass man dann die Infrastruktur auch nutzen muss am Standort nicht plötzlich anfangen kann sich Dampf von jemand anderem zu liefern macht ja überhaupt gar keinen Sinn.

00:10:54: bringen wir es auf den Punkt.

00:10:56: aber vierhundert Services sind eben optional.

00:10:59: Und was merken wir daraus?

00:11:01: Wie hat das unsere Organisationen und unser Herangehen geändert?

00:11:06: Erstens merken wir es natürlich an den steigenden Umsätzen, also die Kunden reagieren auf das was sich bei uns getan hat.

00:11:15: Wir merken ganz klar welche Services werden bei uns nicht mehr abgenommen?

00:11:19: Also wo haben wir uns immer nur eingeredet dass das gebraucht wird und wird aber tatsächlich gar nicht mehr gebrauchten.

00:11:26: Und wir merken es eben daran, dass unsere Operational Divisions die bei unserem Standard sind jetzt mit viel geringeren Kosten bei unserem Standort produzieren werden als sie das in der Vergangenheit konnten.

00:11:38: Gleichzeitig wolltet ihr neue Unternehmen für den Industriepark gewinnen?

00:11:42: Du hattest kurz in unserem Vorgespräch von einem Termin mit einem potentiellen Kunden über große Anlagen nachdeckend erzählt und das bei einigen Punkten ihm die Regelrecht, die Augen geläuchtet haben.

00:11:55: Was ist heute euer stärkstes Argument dafür?

00:11:57: Dass sich ein Unternehmen ausgerechnet in Schwarzeide ansiedelt!

00:12:01: Es ist ein Blumenstraußernargument, wenn ich ehrlich sein darf.

00:12:05: Es gibt nicht das eine Argument was für uns spricht.

00:12:09: aber dass der Blumenstrauß passt haben wir jetzt schon mehrfach gemerkt.

00:12:12: du sagtest jetzt bei einem Kunden hätten die Augen geleucht.

00:12:15: es war tatsächlich so.

00:12:17: Ein anderer Kunde der jetzt gerade letzte Woche da war zeigte auf den Standort und sagte was ihr hier habt und wie's er so rund um den Standard sagte Das is wirklich erste Sahne ja.

00:12:29: Und wir haben es auch geschafft, uns bei der geplanten Ansiedlung von Infinite Loop Europe im europäischen Standortvergleich aus dem Stand heraus durchzusetzen.

00:12:40: Ich erläutere jetzt natürlich gerne warum wir uns da durchgesetzt haben und zwar was ganz maßgeblich ist dass wir ein Chemiestandort sind und deshalb sind die Herausforderungen und Anforderung die von behördlicher Seite an uns gestellt werden sehr groß.

00:12:56: Wir haben aber all diese Genehmigungen.

00:12:58: Wir kennen uns aus, wie wir an diese Genehmigungen kommen und deshalb ist es relativ egal was ein Unternehmen bei uns machen möchte.

00:13:05: Wir sind ganz sicher schon durch härtere Mühlen mit Genehmigung gegangen und deshalb kann bei uns sehr schnell mit Produktion gestartet werden.

00:13:13: Was auch noch dazukommt, ist dadurch dass Chemie braucht ja immer eine starke Infrastruktur und diese Infrastruktur ist bei unserem Standort.

00:13:21: Wir haben einen Kraftwerk wir haben eine Abfallverbrennungsanlage, wir haben ein Kläranlage.

00:13:27: Wir sind tipptopp ausgestattet mit einem sehr leistungsfähigen Umspannwerk und dazu kommen noch solche Dinge wie das wir schon vor vielen Jahren gesehen haben.

00:13:36: wir müssen auch in grüne Energie gehen.

00:13:37: Das heißt wir waren der erste Standard der BSF der Solaranlagen aufgebaut hat.

00:13:42: jetzt sehen gerade dabei noch ein Windpark zu entwickeln.

00:13:45: Gleichzeitig haben wir eine perfekte logistische Lage, wir liegen direkt an der Autobahn Wir sind nicht weit von den Seehäfen entfernt und was uns glaube ich ganz besonders macht ist dass die Menschen bei uns in der Region sind sehr pragmatische Menschen.

00:14:01: Die haben gelernt mit wenig Dingen viel zu erreichen Und das ist eine Mentalität.

00:14:06: Die haben wir sowohl in der Transformation gespürt, aber das spüren eben auch die Leute oder die Kunden, die zu uns an den Standort kommen.

00:14:14: Also zusammengefasst – eine sehr leistungsstarke Infrastruktur und worauf man sich als Kunde bei uns verlassen kann, dass man auf jeden Fall einen Mittelpunkt steht.

00:14:23: Bei allen Punkten, die so positiv sind und sich so gut entwickelt haben gibt es auch etwas wo du sagst okay da müssen wir noch Gas geben?

00:14:30: Oder das braucht es jetzt noch oder das wäre noch ganz wichtig

00:14:33: Auf jeden Fall.

00:14:34: Ich bin der festen Auffassung, dass eine Transformation nie abgeschlossen ist.

00:14:38: Man kommt aus diesem Stadium der Transformation eigentlich gar nicht so richtig raus.

00:14:44: Sie wird noch manchmal stärker und manchmal ist sie ein bisschen schwächer.

00:14:48: Was jetzt auf uns zukommen wird es das wir auch noch unsere Organisation entsprechend anpassen.

00:14:53: Wir haben im Laufe des letzten Jahres sogenannte Geschäftsfelder eingeführt Und das ist vielleicht auch ganz spannend zu hören denn Wir haben wirklich jedes Geschäftsfeld, also ein Geschäftsfeld wie Energy and Utilities oder ein Geschäftswelt wie Abfallwirtschaft.

00:15:09: Haben wir zu eigenen Profit-Sentern entwickelt?

00:15:14: Was heißt das, dass die Geschäftsfeldleiter für ihr Ergebnis verantwortlich sind?

00:15:20: Also letztlich kleine Unternehmer im Unternehmen!

00:15:23: Das kannte man in der Vergangenheit nicht.

00:15:25: In der Vergange war das so, man hat gemerkt es gab ein bisschen viel Arbeit, zack stand man beim Vorgesetzen und gesagt ich brauch hier noch eine FTE oder einen Headcount.

00:15:35: Mittlerweile ist es so dass man sich das ganz genau überlegt denn der eine Headcount muss halt auch kostentechnisch verdient werden oder Einnamen technisch verdiend werden Und das ist ein enormes Umdenken gewesen.

00:15:47: Das funktioniert schon richtig gut, da zieht die Belegschaft auch richtig mit.

00:15:51: Die Mitarbeiter entwickeln Ideen wo man zusätzliches Geschäft generieren kann und so.

00:15:55: also es ist wirklich eine Freude das zu sehen.

00:15:58: trotzdem ist es natürlich so dass wir in der Organisation noch Anpassungen vornehmen müssen.

00:16:02: bei denen Bereich würde ich gerne nochmal bleiben.

00:16:04: dem finde ich total spannend nämlich was sich denn bei Führungskräften verändert wenn sie plötzlich nicht nur ihren Bereich organisieren müssen sondern wirklich dafür verantwortlich sind dass er sich wirtschaftlich trägt.

00:16:14: du hast schon ein bisschen angedeutet aber vielleicht kannst du da noch bisschen näher drauf eingehen.

00:16:18: Ihr kennt es natürlich, jeder Mensch ist unterschiedlich und genauso ist das ja auch in der Belegschaft.

00:16:23: du hast diese Gruppe an Menschen die von Anfang an begeistert sind von einer Idee wenn sie ihren Transformationskurve durchlaufen haben ihre Change Kurve durch laufen haben aber das geht bei denen super schnell und dann stehen die schon wieder am Start und haben Bock was zu bewegen.

00:16:38: Dann gibt es den wohl größten Teil Sorge darauf gucken was sich da eigentlich verändert und gewisser Teil von denen, die erstmal mit einer gewissen Sorge oder Skepsis.

00:16:52: Sorge möchte ich gar nicht sagen aber Skepses auf die Veränderungen gucken.

00:16:55: der kleinere Teil davon ist dann der Teil der sich auch dieser Veränderung so ein bisschen verwehrt und dann hat man immer diesen Prozentsatz wo man eigentlich machen kann was man will.

00:17:04: das ist eh nie richtig ja?

00:17:06: So aber mit den anderen ninety-fünf Prozent sage ich jetzt mal kann man super arbeiten.

00:17:12: Ja und wir haben eben unsere Führungskräfte in diese Veränderungs ganz eng begleitet ein Team, das wirklich gut gestaft war in Anbetracht dessen wie wir sonst immer auf Effizienz geguckt haben.

00:17:26: Aber da haben wir ganz bewusst gesagt, wir nehmen das Geld in die Hand damit die Kollegen eine Unterstützung zur Seite haben, durch diesen Veränderungsprozess zu gehen.

00:17:37: Das konnten Workshops in den Teams sein, das konnten Einzel-Sessions für die Führungskräfte sein, es konnten Einzelsations für Mitarbeiter sein, dass man mit Nachbarteams gemeinsam Ideen entwickelt hat.

00:17:48: und welche Richtung könnten wir zukünftig gehen?

00:17:51: Und jetzt hat das Change Team eben ganz stark dabei unterstützt.

00:17:54: Jedes dieser Geschäftsfelder muss sich jetzt eine eigene Strategie geben, wie sie eben zukünftig ihr Geschäft entwickeln wollen.

00:18:01: Da müssen Business Cases gerechnet werden und da müssen Business Pläne erst mal erstellt werden.

00:18:07: Dabei hat es Change Team auch ganz massiv unterstützten.

00:18:10: Sehr spannend!

00:18:11: Ich will noch ein Stück weit tiefer gehen, nicht nur zu den Führungskräften sondern eben denke ich, dass dieser Mentalitätswechsel inzwischen auch bei den Mitarbeitenden angekommen ist.

00:18:21: Ihr habt sie ja auch ganz bewusst aufgefordert hinterfragt das was ihr jeden Tag tut.

00:18:27: warum machen wir das?

00:18:29: wer braucht es was wir tun und was würde passieren wenn wir's einfach weglassen?

00:18:33: Das ist das was du mir schon verraten hast.

00:18:35: wie habt ihr es geschafft dass diese Menschen tatsächlich anfangen langjährige Routinen selbst infrage zu stellen und Veränderungen mitzutragen?

00:18:44: Das ist eine sehr gute Frage und ich glaube, das ist genau der Punkt wo uns die Krise zu Gute gekommen ist.

00:18:50: Ich mache da ein Beispiel vielleicht.

00:18:53: Jemand steht auf dem Zehn Meter Brett und will nicht runterspringen.

00:18:57: Und wenn ich dem gut zurehte und sage du das könnte doch toll für deine Erfahrung sein und mach dass man dann wird ja immer noch sagen ne Anne?

00:19:06: Wenn ich dem aber sage, hinter dir steht ein Löwe der dich gleich schnappt und zerfleischt dann wird er da ganz schnell runterspringen.

00:19:12: Und ich glaube das ist genau die Dynamik, die eine Krise auslöst.

00:19:16: Leute trauen sich Dinge zu machen, die sie vorher nicht gemacht haben weil es einfach immer so ist dass eine Chance bedeutet.

00:19:25: Veränderung und Veränderungen macht vielen Menschen Angst.

00:19:29: Das ist genau der Punkt wo man die Menschen abholen muss.

00:19:32: Man muss ihnen die Sicherheit geben entsprechend mitwirken, wenn sie von diesem zehn Meter Brett drunterspringen.

00:19:40: Das dann tatsächlich eine Aussicht da ist dass die Dinge sich in die richtige Richtung entwickeln und das haben wir unseren Mitarbeitern immer gegeben.

00:19:48: Wir haben ihnen gesagt, wir wissen zu diesen Zeiten, wir können euch nicht sagen In dem Jahr ist es so, aber wir können uns eins ganz sicher sagen!

00:19:56: Wir können nicht so weitermachen wie wir's in der Vergangenheit gemacht haben sondern wir müssen das Modell ändern.

00:20:02: jeder muss mitziehen weil vom Management aus änderst du das ja nicht.

00:20:06: Du kannst dich da vorne hinstellen und sagen, ne?

00:20:08: Du kennst es sicherlich!

00:20:10: Und dann machst du schöne Rehe und überlegst dir genau wie du's ausdrückst – aber das macht am Ende nicht die Veränderung.

00:20:16: Die Veränderungen kommen durch die Mitarbeiter.

00:20:18: Ohne gute Führungskräfte kriegt man das nie hin.

00:20:20: Nein, und die Führungskräfte spielen eine ganz maßgebliche Rolle.

00:20:24: Ja,

00:20:24: definitiv.

00:20:25: Sehr schön.

00:20:26: Dein eigener beruflicher Hintergrund passt ja auch ziemlich gut dazu dieser Aufgabe.

00:20:31: Du kommst aus dem Arbeitsrecht und hr hast ja zahlreiche globale Transformationsprojekte begleitet und zusätzlich eine Coaching-Ausbildung gemacht.

00:20:40: Was davon hilft dir heute am meisten, wenn du eine Organisation jetzt durch so einen Wandel führst?

00:20:47: Ich glaube tatsächlich die Kombination aus allem.

00:20:51: Die praktische Erfahrung ist ganz, ganz wichtig um die Dinge realistisch einschätzen zu können, um selber schon gesehen zu haben welche Dinge greifen, welche Dinge Greifen nicht so gut.

00:21:02: Die Coaching- und Transformationsausbildung, die ich gemacht habe hilft, um nochmal viele neue Ideen zu sammeln und auch ein genaueres Gespür dafür zu bekommen.

00:21:12: was kann man wie anpacken?

00:21:14: Welche Tools stehen einem alle zur Verfügung?

00:21:17: Also ich muss ganz klar sagen, die Kombination aus Beiben hat sicherlich dazu beigetragen das zu erfolgreich hat laufen können.

00:21:26: Klarheit ohne Kälte finde ich sehr gut!

00:21:29: Du hast deinen Führungsstil als empathisch aber gleichzeitig sehr klar und stringent beschrieben.

00:21:34: gerade in einer Zeit in der Menschen sich Gedanken um ihre Arbeitsplätze machen oder vielleicht auch darum entlassen zu werden gehören aber auch unangenehme Botschaft zur Führung.

00:21:44: Wie gelingt es dir, empathisch zu bleiben und trotzdem sehr klar zu führen?

00:21:49: Weil ich der ganz festen Auffassung bin, dass sich diese zwei Themen nicht ausschließen.

00:21:54: In all den Jahren, in denen ich zum Beispiel auch als HR-Head gearbeitet habe global.

00:21:58: Da hab' ich ja an vielen Talentdialogen und in vielen kritischen Personalsituationen teil gehabt genauso als Arbeitsrechtlerinnen der Vergangenheit.

00:22:08: Und da ist mir eins aufgefallen das sich viele Menschen damit schwer tun negative Nachrichten zu transportieren.

00:22:14: Ja jeder wünscht sich dass er eine positive Nachricht überbringen kann.

00:22:18: Das geht aber nun mal nicht immer.

00:22:20: Was kann man der Person, die einem gegenüber sitzt als die maßgebliche Wertschätzung mitgeben?

00:22:28: Das ist, dass man empathisch dieser Person die Wahrheit auf den Tisch legt.

00:22:32: Und das ist genau das was ich versuche an unsere Führungskräfte weiterzugeben wie ich selbst versuche mit meinen Mitarbeitern umzugehen was sich in meinem Führungsfeedback auch bestätigt hat.

00:22:45: Es bringt nichts Dinge zu verheimlichen weil die Menschen es spüren Und dann fühlen sie sich nicht mehr sicher aufgehoben.

00:22:52: Und deshalb ist es eben ganz maßgeblich, diese beiden Punkte miteinander zu vereinen.

00:22:55: Ich glaube wenn wir das mehr hinbekommen würden auch in Management-Etagen dann würden sich glaub ich auch ja viele wie soll ich sagen Sorgen von Mitarbeitern erledigen.

00:23:06: Ihr habt denn im vergangenen zwei Jahren sehr konsequent auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit geschaut um gleichzeitig betreibt hier eine Industriestandort an dem Sicherheit Zuverlässigkeit und Qualität natürlich unverhandelbar sind.

00:23:17: wo ist für dich die Grenze der Effizience?

00:23:20: Und gibt es Punkte an denen du ganz bewusst sagst, hier darf wirtschaftliche Logik nicht das entscheidende Kriterium sein?

00:23:27: Natürlich.

00:23:27: Da gibt es unterschiedliche Themen aber ein ganz wesentliches Thema ist wie du gerade richtig sagst dass Jessica ist das Thema Sicherheit.

00:23:35: Wir sind nach wie vor ein Standard der geprägt ist von Chemieindustrie und selbstverständlich steht Sicherheit da ganz oben.

00:23:44: Es ist auch nicht verhandelbar.

00:23:47: Aber worauf wir achten ist, dass es mittlerweile in ein gesundes Maß gebracht wird.

00:23:53: Wir haben immer gedacht, wir müssen immer jedes Regularium, das es in der Vergangenheit gab noch mal zehn Stufen übertreffen Und das machen wir heute tatsächlich nicht mehr.

00:24:04: Wir schauen uns ganz genau an, wie stellen wir die Sicherheit nach wie vor sicher?

00:24:09: Also wie stellen mir das sicher, dass wir die Kollegen auf keinen Fall in Gefahr bringen?

00:24:15: Wir werden aber nicht über Ziele hinaus schießen.

00:24:18: und es waren dann wirklich solche Sachen, was dann unter Führungskräften besprochen wurde, wie man sich am Joghurtbecher eben nicht den Finger schneidet.

00:24:26: Das sind dann Auswüchse wo man sagen muss nee darum geht's nicht!

00:24:30: Weil Sicherheit für einen Chemiestandort.

00:24:32: Nicht wirklich.

00:24:33: Das sind andere Themen.

00:24:34: Euer Modell sorgt ja inzwischen auch an anderen BSF-Standorten für großes Interesse, natürlich kann man Schwarzheide nicht eins vor eins auf andere Standorte wie Ludwigshafen zum Beispiel übertragen.

00:24:45: die sind ja natürlich auch deutlich größer dort.

00:24:47: was können aber andere Unternehmen oder andere Standorde trotzdem von eurer Transformation lernen und mitnehmen?

00:24:53: Ich glaube das Wesentlichste was man lernen kann ist den Mut zu haben Dinge wirklich komplett anders zu machen.

00:24:59: Ein schönes Beispiel ist, wenn ich einen großen Graben überspringen möchte und den müssen wir ja gerade übersprungen.

00:25:05: Dann schaffe ich das nicht mit zwei kleinen Sprüngen sondern ich muss mir den Mut nehmen und so sagen Ich wage diesen ganz großen Sprung Und dass es denke ich das Maßgebliche.

00:25:16: lässt sich jetzt unser Modell eins zu eins auf andere Standorte übertragen.

00:25:20: Du sagst zurecht Nähe.

00:25:21: Das ist nicht möglich.

00:25:23: Ja Es müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

00:25:26: Bei uns war die Konstellation so und mittlerweile hat sich das noch verstärkt, ich kann die aktuellen Zahlen wiedergeben.

00:25:32: Wir haben derzeit genauso viele BSF Produktionsanlagen wie Produktions- anlagen von externen Ansiedlern.

00:25:40: Das ist natürlich eine ganz andere Ausgangssituation als wenn ich achtundneunzig Prozent eigene Chemieanlagen auf dem Standort habe Und deshalb kann man nicht das Modell Copy Paste einfach woanders hinübertragen.

00:25:53: Wir sprechen bei Headhunter Insight immer wieder mit sehr erfahrenen Manager und Managerinnen.

00:26:00: Und zum Abschluss interessiert uns deshalb immer wieder besonders, was hat dir persönlich auf deinem Weg am meisten geholfen?

00:26:08: Und was würdest du jungen Führungskräften mitgeben die gerade vor einer wichtigen Entscheidung oder ihrem nächsten Karrieraschritt stehen?

00:26:16: Sich selbst treu zu bleiben!

00:26:18: Ich glaube, damit bin ich immer gut gefahren.

00:26:20: Obwohl ich Dinge gesagt habe in Zeiten, in denen man zum Beispiel innerhalb unseres Unternehmens jetzt noch nicht so sehr auf Effizienz geschaut hat die da nicht sonderlich positiv anklang gefunden haben weil ich schon vor vielen Jahren gesagt hab Mensch wir können uns doch auch viel effizienter aufstellen!

00:26:38: Ich glaube aber dass diese sich selbst treu bleiben und sich selbst zu sagen Ich möchte authentisch auftreten auch in diesem Business Kontext, ich glaube das ist der elementare Weg zum Erfolg.

00:26:50: Weil wenn du täglich zur Arbeit gehst und dich täglich verstellest und deine Maske aufziehst und glaubst du musst jemanden darstellen ja du eigentlich gar nicht bist dann Machst du entweder nicht deinen Weg, weil die Leute sehen dass es nicht zusammenpasst oder die Leute glauben es passt zusammen aber du zerbricht innerlich.

00:27:07: Weil eben deine äußere Maske nicht mit deinem wirklichen inneren Wesen zusammenpasste.

00:27:12: und deshalb ist mein wesentliche meine wesentlich Empfehlung bleibt euch treu bleibt authentisch.

00:27:19: Und ich glaube wir können hier in Deutschland noch einiges rocken.

00:27:23: Wie hast du das geschafft, trotz deines vollen Terminplanes immer dir selbst treu zu bleiben?

00:27:28: Also da ist es sicher auch ein hoher Grad an Fremdsteuerung und ich kenne das selbst auch aus meinem Leben.

00:27:34: Je fremdgesteuert er bin umso mehr muss ich darauf achten mir selbst treut zu bleiben.

00:27:38: Genau so ist es.

00:27:39: Also sicherlich, ich möchte gar nicht behaupten dass ich in jeder Sekunde meines bisherigen Berufslebens dem Grundsatz habe treu bleiben können aber er war immer mein Anspruch an mich selbst.

00:27:49: und wenn man dann an solchen schwierigen Situation oder vor solchen schwierige Situationen steht dann fällt es einen leichter den richtigen Weg zu finden wenn man sich seinen Grundsatz vor Augen führt als wenn man gar nicht weiß was jetzt eigentlich so die Richtschnur ist.

00:28:05: Dann sage ich vielen vielen Dank für das offene Gespräch.

00:28:08: Ich finde, euer Beispiel zeigt sehr schön auf.

00:28:11: Transformation funktioniert nicht nur allein über Strukturen.

00:28:15: Entscheidend ist ob Menschen bereit sind in die Verantwortung zu gehen und den Weg auch dann tatsächlich mitzugehen.

00:28:21: Ja ich glaube man kann hier wirklich mitten nehmen dass man einfach mutig sein kann, soll darf.

00:28:26: Dinge auch mal ganz anders zu machen und dass aus gratis großen Krisen irgendwie die schönsten Entwicklungen entstehen können – die größten Chancen!

00:28:33: Und das war ein sehr motivierendes Gespräch.

00:28:36: Vielen Dank für diesen tollen Einblick und ich nehme hier ganz viel heute mit.

00:28:39: Danke, dass du bei uns warst lieber

00:28:40: Anne.

00:28:41: Ich danke euch beiden ganz herzlich.

00:28:43: Das war hier eine ganz, ganz angenehme Atmosphäre Sehr schön und ich freue

00:28:47: mich schon, wenn dein persönlicher Transformationsprozess ja abgeschlossen ist.

00:28:51: Dass wir uns dann nochmal unterhalten und du uns währenddessen auf dem laufenden Mal schauen

00:28:55: wir mal.

00:28:57: Dominic auch vielen Dank!

00:28:58: Vielen Dank fürs Zuhören und alle weiteren Infos.

00:29:00: die stehen bei uns unten in den Shownotes Und wir freuen uns schon sehr auf das nächste Mal.

00:29:05: bis dahin alles Gute Tschüss.

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