Vom Geschäftsführer des übernommenen Unternehmens zum CEO der Division – mit Torben Benter, Glen Dimplex #51
Shownotes
Er hat das Unternehmen jahrelang geführt. Heute parkt er dort bewusst auf dem Besucherparkplatz. Für Torben Benter ist das ein kleines, aber wichtiges Zeichen: Die Verantwortung liegt jetzt bei seinem Nachfolger.
2016 kam er als Vertriebs- und Serviceleiter zu HYFRA, 2019 wurde er Geschäftsführer. Nach der Übernahme durch Glen Dimplex 2023 übernahm er die Verantwortung für die gesamte Precision Cooling Division. Heute führt er Unternehmen und Teams in Europa, Indien, China und den USA. Seine größte persönliche Veränderung dabei: vom Machen zum Ermöglichen zu kommen.
Im Gespräch mit Jessica Sander und Dominic Späth erzählt Benter, wie er gelernt hat, sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen – und woran er merkt, dass das Loslassen gelingt: Er kennt längst nicht mehr jedes Detail, und das Unternehmen läuft trotzdem.
Auch international setzt er auf Vertrauen und Eigenverantwortung. Gemeinsame Werte und klare Ziele geben die Richtung vor, die Wege dorthin dürfen unterschiedlich sein. Warum die Integration zweier deutscher Standorte dabei besonders anspruchsvoll sein kann, erklärt er am Beispiel der früheren Wettbewerber in Krunkel und Kulmbach.
Außerdem geht es um Neugier als entscheidende Führungsqualität, neue Perspektiven durch branchenfremde Führungskräfte und die Grenzen des Wachstums: Welche Chancen will Benter nutzen – und wann sagt er bewusst Nein?
Unser Gast: Torben Benter, CEO der Precision Cooling Division bei Glen Dimplex
LinkedIn Torben Benter: https://www.linkedin.com/in/torben-benter-5a6b446a/
Glen Dimplex Precision Cooling: https://www.precision-cooling.com/de-de
HYFRA: https://www.hyfra.com/de/
🔗 Mehr über Dominic Späth:
Website: https://spaeth-partners.com/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dominic-sp%C3%A4th/
🔗 Mehr über Jessica Sander:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jessica-sander-48133170/
Website: https://www.mobilpodcast.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Größte Veränderung war der Wechsel vom Machen zum ermöglichen.
00:00:05: Früher dachte ich immer, ich müsste derjenige sein, der die besten Antworten hat.
00:00:09: Aber wenn man in seiner Komfortzone verharrt, entwickelt man sich nicht weiter.
00:00:13: Willkommen zu Headhunter Insights!
00:00:16: In diesem Podcast dreht sich alles um Leadership, die den Unterschied macht.
00:00:20: Freuen Sie sich auf Insights eines Headhunters und spannende Gäste, die exklusiver Einblicke aus den Chefetagen deutscher Unternehmen mitbringen.
00:00:29: Das ist Headhunter Insights.
00:00:35: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Headhunder Insights, ich bin Jessica Sander und ich freue mich sehr heute zusammen mit Dominik spät durch diese Folge zu führen.
00:00:42: Hallo Dominik!
00:00:44: Unser heitiger Gast hat einen ziemlich ungewöhnlichen Weg genommen.
00:00:48: Erst führt er ein Unternehmen, erlebt dessen Übernahme und steht kurze Zeit später nicht am Rand der neuen Struktur sondern plötzlich an der Spitze.
00:00:56: heute verantwortet er eine internationale Division mit Standorten und Unternehmen in Europa Indien China und den USA Und das Spanne daran für ihn bedeutet, internationale Führung gerade nicht überall dieselben Regeln auszurollen.
00:01:10: Im Gegenteil er sagt nämlich wer unterschiedliche Unternehmen und Kulturen zusammenbringen will muss erst einmal zuhören verstehen und auch aushalten.
00:01:18: Das halt nicht überall das funktioniert was man selbst so richtig hält!
00:01:21: Und dabei erlebt er mit uns dass zwei deutsche Standorte kulturbär weiter auseinander liegen können als Teams die auf verschiedenen Kontinenten sind.
00:01:29: und das Branchenerfahrung ist automatisch die wichtigste Qualifikation ist und dass der Schritt vom operativen Geschäftsführer zum CEO vor allem eines verlangt loszulassen.
00:01:40: Und wir sprechen heute darüber, wie man aus unterschiedlichen Unternehmen eine gemeinsame Richtung entwickelt ohne ihre Stärken glatt zu bügeln Und darüber, warum gute Führung manchmal genau dann beginnt.
00:01:56: Wenn man aufhört selbst alles lösen zu wollen?
00:01:58: Ich freue mich sehr dass wir heute bei ihm sein dürfen.
00:02:00: herzlich willkommen Torben Bender CEO der Precision Cooling Division bei Glen Dimplex.
00:02:05: Hallo!
00:02:05: Hallo vielen Dank.
00:02:06: Herzlich Willkommen Herr Bender.
00:02:08: Wir starten mit unserer lieb gewonnen Frage was beschäftigt Sie gerade beruflich und wenn sie mögen auch privat
00:02:15: gerne?
00:02:15: Also beruflich umtreibt mich das Thema momentan, wie wir mit den großen Veränderungen unserer Zeit umgehen.
00:02:21: Das sind natürlich Veränderung in Bezug auf Digitalisierung, Veränderungs der globalen Wachstumsmärkte aber auch geopolitische Konflikte die das Geschäft auf auf internationalen Ebenen deutlich deutlich schwerer machen.
00:02:33: generell bieten die wachstumsmärkte enorm Möglichkeiten Aber es verlangt natürlich auch eine vielleicht deutlich engere Betrachtung und kurzfristige Betrachten aufgrund der sich ja stark und ständig verändernden Situation.
00:02:48: das ist glaube ich so der berufige kontext.
00:02:50: privat Ja versuche weiter neugierig zu bleiben weiterhin sehr viel privat auch gerne zu reisen neue kulturen kennenzulernen zu sehen was passiert auf der welt außerhalb der geschäftlichen Ebene um da einfach dann auch Energie zu tanken, Ideen und Impulse mitzunehmen.
00:03:04: Wenn man Menschen kennenlernt, neue Menschen kennenlernen, neue Kulturen kennenlernt die Sachen dann mit ins Büro in die Arbeitswelt auch mitnehmen und übertragen um einfach mehr als eine Denkweise nochmal infrage zu stellen und neu zu betrachten.
00:03:16: Sehr schön, über die internationale Ausrichtung oder ihren internationalen Background sprechen wir ja auch nochmal.
00:03:21: Ich würde jetzt gerne mal an den Anfang zurück und zwar sie kam hier aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn als Vertriebs- und Serviceleiter zu Hilfra.
00:03:27: Sie wurden im Jahr zwei tausend neunzehnte Geschäftsführer und haben dreiundzwanzig dann die Übernahme durch Glenn Dimplex erlebt.
00:03:32: Und danach ist es wirklich wie ich finde etwas Ungewöhnliches passiert.
00:03:34: Sie wurde nicht einfach Teil einer großen Struktur sondern übernahmen selbst die Verantwortung für die ganze Precision Cooling Division und meine Frage wird aus einem Geschäftsührer eines übernommenen Unternehmens plötzlich der, der die Zukunft einer ganzen Division dann gestaltet.
00:03:49: Also Rückblicken betrachtet war es natürlich zum einen ein Stück weit durch vorhandene Netzwerke, durch verhandene Verbindungen, die ich in die Lendiplex hatte wie aber auch in der gesamten Branche aufgrund der der branschen Erfahrung über mehrere Jahrzehnte sind sie mittlerweile schon ist mein Name mit der Industrie, mit der Branche verbunden Und dementsprechend war es einfacher Kontaktpunkt, den man erschließen konnte.
00:04:15: Aber auch generell durch den gesamten Prozess der Übernahme und der Übernahbegleitung haben wir natürlich während des Prozesses sehr viel mit den potenziellen Firmen und Käufern gesprochen.
00:04:25: Auch dann zu der Zeit sehr viel Zeit mit Glendimplex, dem Führungsteam von Glendiplex verbracht und so hat er auf Glendimplex die Gelegenheit... mich kennenzulernen, mich besser kennen zu lernen als Person auch zu sehen wie ich hinter dem Unternehmen Hüfrer stehe.
00:04:37: Wie die Zukunft entsprechend betrachte von Hüfra und was wichtig war in dem Umfang an den Punkt war auch... ...Hüfrera sehr erfolgreich und Rückblicken sehr erfolgreich.
00:04:49: aber ich glaube was zu der Zeit Lendimplex sehr interessiert hat war der Punkt wie sehe ich die Zukunft?
00:04:54: Und wie möchte ich eigentlich die Zukunft bestalten?
00:04:56: weil ich glaube man kann viel darauf bauen.
00:04:59: auf das ist man in der Vergangenheit gesehen und erreicht hat, aber wichtiger ist eigentlich wie will man in die Zukunft gehen?
00:05:06: Wie mit Zukunft gestalten was wir aus der Zukunft entsprechend rausholen.
00:05:09: Glenn Dimplex kannten sie bereits aus einer früheren Station.
00:05:14: Sie waren von zwei Tausend fünf bis zwei tausend acht schon einmal im Unternehmen, dazu kam lange persönliche Erfahrung in der Branche und offenbar auch eine persönliche Empfehlung für die neue Rolle.
00:05:24: Was glauben Sie?
00:05:25: rückblickend was hat am Ende den Ausschlag gegeben in diese verantwortungsvolle Position zu kommen?
00:05:32: Ja ich glaube da wirklich gerade beim anzugschiff was ich gerade gesagt habe wirklich der Punkt wie Plan ich die Zukunft zu gestalten.
00:05:40: Was ist meine Vision, mein Wunsch für die Organisation?
00:05:44: Auch die Integration von Hüferer als eigenständiges Unternehmen in der Division, in Glendimplex, in der Gruppe?
00:05:51: und ja wie gut passen die Unternehmen und wie gut passe ich auch zu dem was Glendiplex an Werten, an Wünschen hat für die Zukunft und wir konnten in vielen Gesprächen diese Punkte gut herausarbeiten.
00:06:05: Dementsprechend ja dann eben noch getoppt durch eine persönliche Empfehlung, was natürlich auch immer hilfreich ist und wünschenswert ist.
00:06:11: Wenn man ein gutes Netzwerk hat mit Leuten die einem vertrauen in solche Sachen zutrauen.
00:06:15: Ich glaube das hilft dann auch mal!
00:06:17: Ja,
00:06:17: sehr schön.
00:06:18: Als Geschäftsführer von Hülvore waren Sie ja wirklich nah am Tagesgeschäft bis hin zu Themen auf dem Shopfloor.
00:06:24: Heute ist Ihre Aufgabe eine völlig andere, weniger selbstlösen und stärker steuern vernetzen und dann Strategie gestenken.
00:06:30: Wie schwer war dieser Rollenwechsel für Sie?
00:06:32: Und was mussten sie als Führungskrafter ganz bewusst loslassen oder vielleicht auch neu dazulernen?
00:06:37: Also für mich wirklich größte Veränderung war der Wechsel vom Machen zum Ermöglichen.
00:06:43: Ein Großteil meines Geschäfts als Geschäftshörer der Höfra, war im operativen Teil mit den Teams direkt vor Ort und teilweise Dinge direkt anpacken lösen vorantreiben.
00:06:53: Heute ist es wirklich mehr der Part ermöglichen.
00:06:58: ich werde daran gemessen wie gut andere sind.
00:07:00: das klingt vielleicht Einfach so ein Wechsel, aber es ist nicht einfach.
00:07:03: Gerade wenn man lange in der Position war, lange in Erführung war mit dem Team sehr eng und vertrauensvoll und gut zusammengearbeitet hat.
00:07:10: Da dann auch den Schritt zurückzugehen, loszulassen und zu schauen.
00:07:15: Wenn Nachfolger da ist oder übernimmt und entsprechend sein eigenes Ding machen wird und sich seine eigene Position dort finden... nicht, wenn man das Gefühl dadurch Eindruck hat es geht etwas schief.
00:07:28: Es geht in eine Richtung die man selbst so nicht eingeschlagen hätte dann sofort einzugreifen sondern sich zurückzunehmen Distanz zu wahren und den Nachfolger machen zu lassen.
00:07:36: Und dass ist wirklich...es ist nicht einfach.
00:07:38: aber ich glaube es geht und wir haben ja auch der auch dann die räumliche Distanz gesucht.
00:07:43: Die war jeden tag sonst hier am stadtort.
00:07:45: krunkel hab dann bewusst darauf verzichtet auch in den ersten wochen an dem er nachfolge übernommen hatte hierherzukommen damit auch die leute die möglichheit haben sich meinem Nachfolger zuzuwenden und nicht noch zu schauen, wo ist er in der Torben?
00:07:58: Vielleicht kann man ihn doch mal fragen wenn er gerade schon mal da ist und greifbar ist.
00:08:00: Ganz wichtig ist man muss auch Vertrauen in den Nachfolge haben und man hat ja das Vertrauen oder denjenige eingestellt und die Person muss es mitwirken lassen und das ist glaube ich ganz
00:08:09: wichtig.".
00:08:10: Was Sie ja gerade gesagt haben auf.
00:08:11: Wenn sie dann hier am Standort sind parken Sie ja bewusst auch auf dem Besucherparkplatz
00:08:15: Genau.
00:08:16: Einfach auch die Distanz weiter zu wahren, dass sie Leute gar nicht erst denken ich bin wieder da oder jetzt ist ja die Gelegenheit günstig.
00:08:21: dann was machst du hier?
00:08:22: Bist du wieder hier?
00:08:23: Können wir mal eben... Nein es gibt ein Nachfolger und derjenige hat die Verantwortung und ist hier derjenigen die Fäden zieht und das ist glaube ich ganz wichtig.
00:08:31: Man kann sagen aber als Besucher fühlen Sie sich nicht!
00:08:34: Nein, ich finde mich immer wieder willkommen.
00:08:35: Ich komme gerne her nach Kunkl genau wie ich zu allen anderen Standorten auch sehr gerne komme.
00:08:39: mein Bit immer sehr positiv und super nett und gut empfangen.
00:08:43: Vor Glen Dimplex war Hüphra ja Teil des US-amerikanischen Lennox Konzern und sie haben im Vorgespräch gesagt, dass das Unternehmen davon sehr viel gelernt hat.
00:08:50: Obwohl Hüpfra ja wirklich nur so ein innerhalb des Konzerts vergleichweise klein war.
00:08:55: Ihr Ausdruck dafür war punching above our weight.
00:08:58: Was haben Sie aus dieser Lennungszeit über Führung und darüber gelernt größer zu denken als die eigene Unternehmensgröße oder drüber hinaus?
00:09:05: Ja
00:09:05: also wenn man Hufra als eigenständiges Unternehmen sehen würde ist es typischer Mittelstand von der Größenordnung.
00:09:12: Aber euch das höfere im Lennox Konzern integriert war.
00:09:15: Lenox an der Wall Street, in den US-Börsenunternehmen platziert mit Schwestergesellschaften von uns die ja in Milliardengröße waren gab es natürlich ganz klare Vorgaben Prozesse die eingehalten werden mussten auch was das Reporting anbelangt.
00:09:28: was diese ganze was den gesamten Ablauf anbelankt und Lennox hat da kein Unterschied gemacht ob jetzt ein Unternehmen unser Größe im Mittelstand oder wirklich Milliarden schwer wurde alles entsprechend gleich behandelt Eine Belastung hat man gedacht.
00:09:44: Diese ganzen Prozesse, Reportings alles was nötig ist sehr umfangreich und viel Zeit aufwendig.
00:09:49: aber wir haben daraus gelernt mehr aufs Detail zu achten genauer zu sein Zeitpläne Termine entsprechend zu halten weil Börsen-Termine dahinter wo alles zusammengerollt wurde und entsprechend genutzt wurde Und ich glaube das sind einfach Impulse die uns da gegeben wurden als relativ kleines Unternehmen im Konzern verbunden, trotzdem so zu denken und so zu handeln wie ein Großkonzern.
00:10:15: Und das kann auf einen hat natürlich mal hinderlich sein aber ich glaube in unserem Fall war es eher positiv und hat uns uns eher dazu geführt dass wir uns besser positioniert haben am Markt auch gegenüber unseren Wettbewerbern weil wir doch viel Professor auftreten können weil wir einfach die Stärke des Großkonzerns entsprechend genutzt haben und das adaptiert haben.
00:10:37: Ich denke für die HÜVRA und auch für meinen weiteren Werdegang, was ich mitgenommen habe daraus wirklich sehr positiv.
00:10:43: Und
00:10:45: heute führen Sie Unternehmen und Teams in sehr unterschiedlichen Regionen, unterschiedliche Kulturen und sie sagen sehr klar es wäre ein Fehler einem Standort den Indien einfach die deutsche Arbeitsweise überzustülten.
00:10:58: Wie schafft man eine gemeinsame Richtung ohne die Unterschiede zwischen den Ländern und Unternehmenskulturen glatt zu bügeln?
00:11:05: Also meine Erfahrungen in dem Bereich ist, dass Menschen akzeptieren halt Vielfalt.
00:11:10: Aber sie müssen auch Klarheit haben über das Gemeinsame und ich glaube es macht einiges einfacher.
00:11:15: Und ich versuche immer in allen Standorten klarzumachen okay wofür stehen wir?
00:11:20: was eine strategische Ausrichtung?
00:11:22: Was sind unsere Werte?
00:11:24: Was wollen wir den nächsten Monaten und Jahren erreichbar machen oder erreichen?
00:11:29: und natürlich auch indem zusammen welche Themen und Werte sind nicht verhandelbar?
00:11:33: diesen müssen wir weltweit entsprechend einhalten.
00:11:36: Aber wenn man diesen Rahmen betrachtet, gibt es immer noch gedüngt Freiräume wo sich die lokalen Standorten drin bewegen können.
00:11:43: Die Teams, die Funktionen, die dort ansässig sind, können ihre eigenen Stärken einbringen, ihre eigene Ideen einbringen.
00:11:48: Ich glaube das ist ganz wichtig und ich glaube dass die internationalen Organisationen können nicht überall identisch sein.
00:11:54: Das macht einfach keinen Sinn!
00:11:54: Wir haben halt Unterschiede in China, Europa oder USA und wenn wir diese Stärkungen an den standorten vorhanden sind... entsprechend weiter nutzen, hilft uns das wesentlich besser zu wachsen und die Impulse daraus nutzen zu können.
00:12:09: Also ich glaube es macht uns viel viel stärker als wir sagen würden ja one size fits all wenn wir machen dass das überall auf der welt gleich.
00:12:16: wir wollen deutsch amerikanische westliche Werte nach China innen bringen.
00:12:20: das bringt uns kein stück weiter.
00:12:21: von daher ist glaube ich ganz wichtig dass die Standorte ihre identität behalten und dass ich auch versuche dass die Kollegen und Kolleginnen an den anderen standorten auch diese offenheit haben, neue Ideen anzunehmen.
00:12:33: Auch wenn es vielleicht im ersten Moment ein bisschen abfremd ist oder das haben wir so noch nie gemacht – ja lass uns das mal versuchen!
00:12:38: Es hat von Neuer Anders zu eine gute Idee.
00:12:40: Aber wie schaffen
00:12:40: Sie das dann bei den Kolleginnen und Kollegen in den unterschiedlichen Standorten?
00:12:44: Dass da diese Offenheit wirklich entsteht und man sich dann auch traut?
00:12:47: Ich glaube es ist der regelmäßige Austausch.
00:12:49: Und ein Großteil ist wirklich da klar... Es gibt mit Sicherheit die einen oder andere, die sagen Ich mache das immer so, weil ich es immer so gemacht habe.
00:12:58: Aber ich glaube wenn man mit gutem Beispiel vorangeht und ein ledigbarer Exempel ist schon definitiv hilfreich und ich weiß dass mein Team, mein direktes Team auch da mitzieht und diesen Weg mitverfolgt.
00:13:09: und ich glaube wir können auch viel darstellen über Erfolge die in den Ländern erzielt werden durch eben andere Herangehensweisen.
00:13:16: und ja wir haben schon dann auch gute Beispiele wie neue Ideen adaptiert wurden und dann auch zum Erfolg führen.
00:13:23: Und ich glaube, das ist schon ganz wichtig.
00:13:25: Sehr schön!
00:13:26: Ja, Internationalität ist ja für Sie nicht nur Teil Ihrer heutigen Aufgabe – wir haben ja am Anfang schon ganz kurz darüber gesprochen – sie sind ja selbst teilweise in Saudi-Arabien aufgewachsen und sagen dass die Reisen und unterschiedliche Kulturen bis heute eher als Bereicherung natürlich... als Bereicherung, als Belastung erleben.
00:13:40: Aber glauben Sie dass sie ja durch dieses oder deswegen auch heute in Anders international führen?
00:13:45: Als jemand der sein Berufsleben vielleicht immer nur in Deutschland verbracht hat?
00:13:48: Ich denke schon aber grundsätzlich würde es nicht auf den Punkt runterbrechen das ich sage ich führe deswegen besser.
00:13:54: Ich glaube ich fühle deswegen anders mit einer offenen Sichtweise und wenn man diese offene Sichtweise mitnimmt und adaptiert hat man erweitert einen Blick auf die Dinge und ich glaube das hilft.
00:14:06: Und wenn man speziell mit Menschen aus anderen Kulturen, aus anderen Regionen und Herkünften zusammenarbeitet prägt ein diese Sichtweise und die Dinge, die man dort lernt als wenn man nur aus seinem eigenen ja heimatlichen Kulturkreis heraus agiert.
00:14:20: Man ist dann in der Regel mit Menschen von seinem Kulturkreise umgeben was vielleicht so ein bisschen den Blick einschränkt und verkleinert.
00:14:30: Ich glaube wichtig ist es Wenn man auch in anderen Kulturen kulturkreisen arbeitet, man lernt auch nochmal anders zuzuhören.
00:14:37: Weil die Themen sich anders lagern weil die Interessen anders sind die richtigen Fragen dann zu stellen und um diese Punkte einfach einfach mitzunehmen.
00:14:44: generell glaube ich dass klar Führung In allen Standorten der Welt basiert auf ja die gleichen Wert.
00:14:50: es geht um Vertrauen Es geht um Respekt es geht Um Klarheit Zuverlässigkeit oder Verlässlichkeit.
00:14:55: das ist überall gleich ob in China Indien USA oder Deutschland wichtig, wenn die Leute erkennen.
00:15:02: Es gibt ein paar Grundwerte, wir sind identisch
00:15:04: aber
00:15:05: spezifische Eigenheiten machen halt doch mal den Unterschied aus.
00:15:10: Sie beschreiben ihren Ansatz mit drei Begriffen zuhören verstehen und vernetzen.
00:15:15: gleichzeitig braucht eine internationale Division natürlich gemeinsame Ziele und Standards.
00:15:20: wo ziehen sie die Grenze?
00:15:22: was muss über alle Standorte hinweg verbindlich sein?
00:15:25: Und wo geben sie bewusst Freiraum?
00:15:28: Ja generell halte ich relativ wenig davon alles zentral vorzugeben.
00:15:32: Klar, wir haben gewisse Vorgaben, gewisse Spielräume die eingehalten werden müssen.
00:15:36: Zentral sowohl außer Division aber auch aus der Gruppe.
00:15:39: Aber die Märkte unterscheiden sich Kunden unterscheidet sich natürlich in den unterschiedlichen Kulturen und deshalb ist es glaube ich für mich ganz wichtig dass wir bewusst Spielraum lassen wie Ziele erreicht werden können.
00:15:51: Die Teams in Indien Frankreich Deutschland Südostasien müssen die Möglichkeit haben lokale Gegebenheiten anders darauf zu reagieren, auf Märkte anders zu reagierend.
00:16:01: Gerade auch in der heutigen Zeit mit geopolitischen Spannungen und sich verschiebenen geopolitischen Verhältnissen ist es ganz wichtig und das können wir nicht aus der Zentrale alles so steuern.
00:16:11: Da müssen wir einfach drauf vertrauen dass das Verständnis für den Markt, für Kunden vor Ort sehr stark und sehr ausgeprägt ist Und deswegen wie wir es handhaben versuchen so viel Gemeinsamkeiten wie nötig zu haben aber eben auch so viel Freiraum und Freiheit wirklich zu geben.
00:16:27: Ja, unternehmerische Spielraum in den einzelnen Standorten hilft auch dazu das mehr Eigenverantwortung da ist.
00:16:33: Und im Rahmen dieser Eigenverordnung sieht man einfach dass die Kolleginnen und Kollegen dort ja stärker für eigenes Interesse und eigenes Ding einstehen, dann entsprechend machen.
00:16:43: Ich fand besonders spannend ein Beispiel was Sie im Vorgespräch genannt haben.
00:16:46: Und zwar die beiden Standorte oder deutschen Standorte.
00:16:48: Krunkel und Kulmach liegen ja nicht soweit voneinander entfernt und trotzdem erleben sie dort teilweise größere kulturelle Unterschiede als zwischen internationalen Teams.
00:16:58: Was macht diese beiden Unternehmenskulturen so unterschiedlich?
00:17:00: So besonders um.
00:17:01: wie bringt man die beiden dann zusammen ohne einer Seite zu sagen mach's jetzt so bitte wie die andere?
00:17:07: also Meiner Erfahrung nach ist es halt speziell in diesen beiden Unternehmen der Fall.
00:17:13: Wir waren ja starke Wettwerber und man ist quasi direkte Nachbarschaft drei, vier Stunden entfernt.
00:17:18: Das eine Unternehmen Oberfranken das andere Unternehmen Westerwald wo es natürlich auch schon gewisse kulturelle Unterschiede gibt Bayern und Westerwalter gibt's halt ganz klare unterschiedliche Kulturen Und man hat versucht sich in beiden Unternehmen natürlich so zu positionieren dass man führend ist und das führt natürlich zu Spannung, es wird zu Konflikten.
00:17:38: Es wird zum Wettbewerb der vielleicht auf einen Handgut ist aber unter Umständen auch schon natürlich zur Spannungen führt und führen kann und auch zur Spandung geführt hat muss man fairerweise sagen.
00:17:48: Und es war wichtig dass wir die Gelegenheit genutzt haben und diese Prozesse.
00:17:51: Integration läuft immer noch.
00:17:52: wie's immer dabei das zu tun Wir müssen den Diese ja diese konflikte ernst nehmen und dieses die Themen ernst nehmen was die Leute umtreibt da zuhören und nicht sagen der eine oder die andere hat recht.
00:18:05: Der eine Standort ist besser, der andere standort ist schlechter.
00:18:07: Jeder Standort hatte ja seine Stärken gehabt und wenn man sich auf die Position zurückbezieht wo die beiden unscheinend im Wettbewerber waren haben wir beide ihre Daseinsberechtigung am Markt, haben beide erfolgreich agiert am Markt.
00:18:18: jetzt geht es einfach darum dass wir gemeinsam erfolgreich agieren und die stärken die der Standort den Krunkel hat zu nutzen aber auch die stärksten die der standort in Kulmbach hat zu benutzen.
00:18:26: natürlich haben beide standort ihre Schwächen und das müssen wir ausgleichen verbessern und für uns entsprechend nutzen.
00:18:33: Es ist definitiv kein einfacher Weg, und ich glaube die Komplexität eben, die wir haben, holt aus dieser Wettbewerbssituation – weil Hülfraht zwar auch im Wettwerb stand vor der Integration mit anderen Unternehmen aber die Distanz war halt wesentlich größer.
00:18:46: Und hier ist es auf engem Raum, die Spielwiese ist sehr eng.
00:18:49: man kennt sich, die Leute kennen sich, kannten sich auch vorher schon viele Namen, kannte sich waren bekannt.
00:18:53: Ja das ist glaube ich so die größte Herausforderung und dementsprechend arbeiten wir natürlich weiter intensiv an der Integration.
00:19:00: Wir haben schon viel erreicht und können auch eine ganze Menge erreichen gemeinsam.
00:19:04: Und ich glaube es ist wichtig zu verstehen, beide Standorte müssen verstehen.
00:19:07: wir brauchen einfach beides Standorte.
00:19:09: im deutschen Kontext aber auch internationalen Kontext brauchen wir beide standorte.
00:19:12: das macht uns als Division stärker.
00:19:16: für die Entführung ihres europageschiffes haben sie im vorgespräch gesagt haben sich bewusst für einen erfahren Industriemanager entschieden, der nicht aus der Kühltechnik kommt.
00:19:26: Ihre Aussage war, Branche kann man lernen.
00:19:28: Was muss eine Führungskraft heute mitbringen?
00:19:30: Dass für sie wichtiger ist als jahrzehntelange Branche-Erfahrungen.
00:19:35: Natürlich ist Branche Erfahrung immer schön aber ich glaube wenn wir rekrutieren und suchen sind heute auch andere Themen die ganz ganz wichtig sind.
00:19:40: Für mich ist es zum Beispiel ein ganz wichtiger Punkt oder diejenige Neugierig ist Man auch dieses Thema Branchenerfahrung lernen und kann sich entsprechend anpassen, aber eben auch Erfahrung im industriellen Umfeld.
00:19:55: Im Erfahrungen entsprechend in Führung interessante Perspektiven mitbringen.
00:20:00: Klar wir hatten eigentlich schon mal den Punkt gesprochen was hat der oder die Jinge in der Vergangenheit gemacht?
00:20:04: Das ist natürlich auch ein wesentlicher Punkt.
00:20:07: Aber eben wirklich rüber zu bringen Was stellt derjenige sich vor für den neuen Standort?
00:20:18: hilft Branchen-Erfahrung wettzumachen oder Branchenerfahrungen dann auch entsprechend mit der Zeit entsprechend zu lernen und sich dazu adaptieren.
00:20:24: Glauben Sie, dass manchmal Branchen Erfahrung sogar auch ein Nachteil sein kann wenn man zu sehr an Mustern denkt?
00:20:29: Absolut!
00:20:30: Ich denke es ist natürlich immer wieder ein Thema das man auf Leute stößt die sagen das haben wir immer schon so gemacht.
00:20:37: warum sollen wir das jetzt ändern?
00:20:38: und ich glaube gerade in spezifischen Branchen ist es oftmals ein Thema Dass man gewisse Betriebsblindheit an den Tag legt, man nicht mehr offen ist für neue Ideen und andere Denkweisen.
00:20:50: Und ich glaube wenn dann jemand reinkommt der eben keine Brangenerfahrung hat einfach neue Impulse, neue Ideien aus einer anderen Branche mitbringt weil er einfach andere Erfahrungen gemacht hat kann das für ein Unternehmen sehr hilfreich sein und sehr interessant sein.
00:21:04: Ich glaube diese Impulse der neue Gear, den neuen Ansätze.
00:21:10: Die hole ich mir zum Beispiel eben aus meinen Reisen im Ausland, aus meinen Themen mit den anderen Standorten.
00:21:15: Das geht dann über branchen Erfahrungen einfach hinweg sondern wirklich andere Ansätze zur Führung, andere Ansätzen zu weiteren Geschäftsentwicklungen und versuche die natürlich auch entsprechend mitzubringen.
00:21:26: Also mit der neuen europäischen Führung geben sie ja die Verantwortung ab, die früher sehr nah bei ihnen lag.
00:21:31: Und eigentlich woran Sie jetzt merken dass das Loslassen... was Sie schon erzählt haben mir auch schwierig ist.
00:21:35: aber Sie haben zum Beispiel an den Standort dann geräumt oder sind auf dem Besucherparkplatz.
00:21:39: Aber wann haben Sie wirklich gemerkt?
00:21:41: Das Loslassen hat funktioniert, jetzt läuft es oder jetzt ist so wie ich... Ich bin
00:21:45: wesentlich... schlechter informiert, was so Detail-Themen betrifft.
00:21:49: Und früher wusste ich wirklich alle Details und heute merke ich wenn ich da mal etwas höre, das habe ich noch gar nicht gehört.
00:21:53: Das war mir gar nicht bewusst und ich merke und sehe dass die Firma ja läuft und sie läuft auch ohne mich und es ist genau richtig und genau gut und das ist genau das wir wollen.
00:22:03: Mein Nachfolger informiert mich über die Dinge, die relevant sind wie es alle anderen Standorte entsprechend tun.
00:22:12: Die Distanz ist halt wirklich größer geworden über das fehlende Detail Wissen aus dem einzelnen Standort.
00:22:18: Und ich merke auch, dass ich für mich – weil natürlich hat man so ein lieb gewonnenes Kind nach zehn Jahren, die man dabei ist, es schwer loszulassen und man versucht….
00:22:27: Man muss natürlich auch versuchen, auch in meiner Position muss ich versuchen direkt auch am Anfang eben nicht drauf zu achten, dass Hüphra eine besondere Position annehmen soll.
00:22:35: ist eins von allen anderen Unternehmen und wird gleich behandelt wie alle Unternehmens, genauso wichtig wie Riedl.
00:22:39: Das glaube ich wie DTS oder Werner Finlay Und ich merke mittlerweile für mich dass ich das erreicht habe und dass ich es neutral sehe und dass sich auch in Gesprächen nicht mehr sage Wir bei Hüvra sondern ihr bei Hufra oder ihr bei Riedel oder ihr beim Dimplex im USA.
00:22:54: Also da sind wirklich so die Unterschiede und ich glaube das hilft.
00:22:59: Spannender Prozess Ihre Division ist Laufwachstum ausgerichtet.
00:23:04: In Indien bauen Sie ein neues Werk, China ist vor allem für den Medizintechnikbereich wichtig in den USA.
00:23:10: Wollen sie ebenfalls weiter wachsen und Europa entwickelt sich weiter?
00:23:14: Wenn auch mit einer anderen Geschwindigkeit wie die andere Märkte.
00:23:17: Wo sehen Sie in den nächsten Jahren die größten Wachstumschancen und was bedeutet das für die Organisation wenn einzelne Regionen sehr unterschiedlich und schnell wachsen?
00:23:28: Also grundsätzlich glaube ich nicht, dass das Wachstum der Zukunft von einem einzelnen Markt abhängt.
00:23:33: Wir werden weiter global wachsen aber wir werden auch global weiter in unterschiedlichen Geschwindigkeiten wachsen und Ich bin davon überzeugt, dass wir gerade in Asien an dem Anfang eines einen sehr starken wachstumszyklus sind während wir in der westlichen Hemisphäre wahrscheinlich deutlich langsamer wachsen werden Aber werden trotzdem weiter wachsen.
00:23:52: Und ich glaube das ist auch etwas was wir akzeptieren müssen Das ist das etwas wie wir planen müssen wie wir natürlich uns auch global aufstellen müssen.
00:24:00: Aber ich glaube, das müssen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen, dass es kein Nachteil ist wenn ein Standort im Einstelligenprozentbereich wächst während anderer Standorte im Zweistelligen Prozentbereich wechseln.
00:24:11: Das sind einfach die Gegebenheiten auf globaler Ebene.
00:24:14: Wir müssen uns dementsprechend bestmöglich aufstellen.
00:24:17: Wir müssen unsere Kapazitäten dementsprechend best möglich verschieben aber wir müssen unsere Stärke eben ausspielen, die wir haben über die globalen Standorte.
00:24:26: wenn die Kolleginnen und Kollegen das entsprechend verinnerlichend auch mitnehmen, macht uns das noch besser, noch stärker?
00:24:32: Ich glaube es ist ein ganz wichtiger Part für unsere zukünftige Entwicklung.
00:24:36: Und ich glaube in dem Zusammenhang besteht auch dass wir sehen ja auch, dass ein Standort kann natürlich im zweisteligen Prozentbereich wachsen durch die Unterstützung des anderen Standorts und diese Gemeinsamkeit die man dann bringen kann hilft uns insgesamt als Division besser zu werden.
00:24:53: Wachstum klingt ja erstmal positiv, aber gibt es auch einen Punkt wo sie als CEO ganz bewusst sagen?
00:24:57: Also diesen Wachsumschritt machen wir auf keinen Fall oder jetzt noch nicht.
00:25:00: Ja absolut ich... Ich bin davon überzeugt, wir müssen in den Bereichen wachsen die gut zu uns passen.
00:25:06: Natürlich muss man Innovationen probieren, andere Sachen mal austesten und auch mal betrachten aber ich bin nicht bereit irgendwelche Experimente einzugehen die uns vielleicht in eine schwierige Situation am Ende des Tages führen.
00:25:18: Wir wissen in welchem Bereich wie gut sind?
00:25:21: Wir wissen welche Bereiche am Rand dessen Laufen, wo wir gut sind.
00:25:25: Wo wir aber hinein wachsen können und verstehen auch glaube ich sehr, sehr gut was nicht zu uns passt.
00:25:30: Ich glaube ein schönes Beispiel ist, was momentan los ist mit dem Bereich Data Center.
00:25:34: Wir sind auch im Bereich Data center tätig.
00:25:36: Aber wir fokussieren uns eher auf kleine bis mittlere Bereiche diese Riesen AI Blase die sich da auftut mit Data Centern und Investition in Millionenhöhe digitätet werden.
00:25:46: das ist nicht unser Geschäft.
00:25:47: Da passen wir nicht rein.
00:25:48: Da würden wir uns verzetteln.
00:25:53: Kern, Kundschaft entsprechend verärgern.
00:25:56: Und dementsprechend bleiben wir bei dem was wir verstehen.
00:25:59: expandieren aus dieser Position heraus gesund und schrittweise nachhaltig das ganz wichtig.
00:26:05: nachhaltiges Wachstum und ja keine wilden Experimente.
00:26:10: Sie haben im Vorgespräch so schön gesagt, dass sie heute beruflich an einem Punkt angekommen sind der sich sehr erfüllt.
00:26:15: Was ja toll ist wenn man das sagen kann und dass diese internationale strategische Rolle eigentlich genau das ist was die immer machen wollten.
00:26:21: Wenn Sie auf Ihren Weg zurückblicken was verstehen Sie heute unter guter Führung?
00:26:24: Dass Sie vor zehn oder zwanzig Jahren vielleicht noch ganz anders gesehen haben.
00:26:27: Ja also ich glaube wenn ich so zurückblicke auch meine Entwicklung als Führungskraft und wie ich da reingekommen bin in die ganze Geschichte.
00:26:36: früher dachte ich immer Ich müsste derjenige sein, der die besten Antworten hat.
00:26:40: Ich müsse derjenigen sein, wer Kontrolle hat und sich die Sachen entsprechend aneignen kann.
00:26:44: Heute sehe ich es anders.
00:26:46: Heute heißt für mich Führung... Ich muss die richtigen Fragen stellen, ich muss gut zuhören können.
00:26:50: Ich muss den Menschen ermöglichen, dass sie sich entwickeln können, dass Sie sich in Ihrem Bereich entwickeln könnten, das sie erfolgreich sein können.
00:27:01: Ich kann ja nur erfolgreich sein, wenn meine Teams um die Standorte erfolgreich sind.
00:27:05: Und dementsprechend muss ich das dieses Jahr Enablement, wie man heute so schön sagt natürlich bringen.
00:27:10: und ich glaube, dass ist eine Erkenntnis, die mein Führungsstil ganz klar verändert hat, dass man sich auch mal zurücknehmen kann.
00:27:16: Und was heute nehmen muss... Ich meine es sind alle Menschen mit allen Egos und man muss immer wieder an seinem eigenen Ego arbeiten zu sagen jetzt nehme ich ein paar zurück und lasse erstmal andere machen und schaue.
00:27:27: aber ich glaube das hilft und das macht natürlich die Menschen wie man sich umgibt, auch erfolgreicher.
00:27:33: Wir haben bei Het-Hander InSight sehr erfahrene Führungspersönlichkeiten wie auch Sie zu Gast und freuen uns deshalb immer besonders auf die letzte Frage Wenn heute eine junge Führungskraft vor dem wichtigen Karriere Schritt steht und künftig internationale Verantwortung übernehmen möchte was würden sie aus ihrer Sicht und aus Ihrer Erfahrung empfehlen?
00:27:54: Ich glaube, ein ganz wichtiger Rat für eine junge Führungskraft ist es, derjenige soll Herausforderungen suchen.
00:28:00: Neugierig bleiben und nicht in der Komfortzone bleiben.
00:28:02: Wenn man in seiner Komfortzone verhaart, entwickelt man sich nicht weiter.
00:28:06: Auch wenn man aus der Komfrontzone rausgeht, sich neue Herausforderungen stellt, wird man auch mal stolpern und dass wir mit Sicherheit vielleicht mal schmerzhaft Erfahrung bringen.
00:28:13: Aber ich glaube auch diese schweren Erfahrungen helfen einem dabei besser zu werden.
00:28:18: Und das Ganze eben gepaart mit der Neugiere, den Willen zu lernen.
00:28:22: dort entwickelt man sich kontinuierlich besser und weiter.
00:28:25: Und ich glaube auch, wenn jemand im internationalen Kontext unterwegs ist eben wiederum der Punkt Neugier einfach rausgehend zuhören mit den Menschen sprechen und Erfahrungen bringen was die Menschen umtreibt auf der Welt.
00:28:37: Ich glaube das prägt Das kann man dann mit seiner eigenen Authentizität paaren Um da auch entsprechend besser zu werden.
00:28:45: Herr
00:28:46: Bender, ich finde es besonders spannend dass Sie Unterschiede als Stärke begreifen.
00:28:50: Das verlangt von einer Führungskraft auch die eigenen Vorstellungen davon zu hinterfragen wann etwas funktioniert und wann nicht.
00:28:57: Vielen Dank für Ihr offenes Gespräch hat mir viel Spaß gemacht mit Ihnen.
00:29:00: Ja, ich muss sagen also dieses was immer wieder sagen diese Neugier die spürt man ganz klar bei ihnen und ich finde schön dass sie auch sagen mit steigender Verantwortung das man einfach den Menschen immer noch mehr zutrauen sollte um in den Raum zu geben vielleicht eigene weise Entscheidungen zu treffen sich überhaupt zu entwickeln.
00:29:13: Also das nehme ich auf jeden Fall mit und das merkt man bei Ihnen.
00:29:16: und vielen vielen Dank für dieses Gespräch das wir hier sein durften und ihre Zeit und dass Sie Ihre Premiere mit uns gefeiert haben heute im Podcast.
00:29:22: Das war auch etwas Besonderes.
00:29:23: Danke für das Vertrauen!
00:29:24: Vielen Dank hat sehr viel Spaß gemacht.
00:29:26: Vielen Dank
00:29:26: Sehr schön.
00:29:27: Vielen Dank, Dominik und fürs Zuhören!
00:29:29: Alle weiteren Infos stehen bei uns unten in den Shownotes.
00:29:32: Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:29:33: Bis dann alles Gute, tschüss!
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