8000 Menschen, 40 Länder, 3.000 Baustellen, eine Kultur – Helmut Lang über Lindner, Führung und Wachstum #42
Shownotes
In dieser Folge von Headhunter Insights sprechen Jessica Sander und Dr. Jörg Schwall mit Helmut Lang, Managing Director der Lindner SE.
Die Lindner Group ist aus einem Familienunternehmen mit Wurzeln in Niederbayern zu einer international aufgestellten Unternehmensgruppe gewachsen – mit rund 8.000 Mitarbeitenden, Projekten in mehr als 40 Ländern und einer beeindruckenden Bandbreite an Bauwerken: vom Flughafen Hongkong über die Europäische Zentralbank in Frankfurt und das Parlament in Wien bis zur AIDAnova. Projekte, die zeigen, wie groß, komplex und sichtbar das Geschäft von Lindner heute ist.
Helmut Lang ist seit 1992 Teil des Unternehmens und hat die internationale Entwicklung der Gruppe maßgeblich mitgeprägt. Im Gespräch erzählt er, wie Lindner vom damals noch stark national geprägten Unternehmen zu einem global aktiven Spezialisten für Innenausbau, Gebäudehülle und Isoliertechnik wurde – und warum gerade große internationale Projekte wie der Flughafen Hongkong echte Meilensteine waren.
Es geht um die Bauindustrie im Wandel, um Produktivität, modulare Bauweisen, Vorfertigung, Schnittstellen und die Frage, warum Innovation heute keine Kür mehr ist, sondern Voraussetzung. Gleichzeitig gibt Helmut Lang tiefe Einblicke in die Führungs- und Unternehmenskultur bei Lindner: Profitcenter-Struktur, monatliche Erfolgsprämien, frühe Verantwortung für junge Menschen und ein Familienunternehmen, das trotz Größe, Wachstum und internationaler Präsenz auf Bodenständigkeit, Nähe und gelebte Werte setzt.
Besonders eindrücklich ist sein Blick auf Führung und persönliche Entwicklung. Sein Rat an junge Führungskräfte: nach vorne gehen, Fehler machen, auf sich selbst vertrauen – und Bauchschmerzen nicht als Warnsignal vor dem falschen Weg verstehen, sondern oft als Zeichen echter Weiterentwicklung.
Eine Folge über beeindruckende Bauwerke, internationales Wachstum, Unternehmenskultur, Verantwortung, Bauindustrie im Wandel – und darüber, warum man außerhalb der Komfortzone am meisten wächst.
Gast: Helmut Lang Managing Director, Lindner SE
LinkedIn: Helmut Lang auf LinkedIn
Unternehmen: Lindner Group
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe noch nie ein Unternehmen auf der Welt irgendwo gesehen wie Lendner.
00:00:05: Wenn einer kommt und sagt, die stellen ja da was vor das ist noch nicht gebaut worden.
00:00:09: wir strengen uns da an und wir schaffen das etwas zu bauen was vorher noch keine gebaut hat und das haben wir sie eigentlich immer geschafft.
00:00:17: Willkommen zur Headhunter Insights.
00:00:19: In diesem Podcast dreht sich alles um Leadership die den Unterschied macht.
00:00:23: freuen Sie sich auf Insights eines Headhunters und spannende Gäste die exklusive Einblicke aus den Chefetagen deutscher Unternehmen mitbringen.
00:00:32: Das
00:00:33: ist Headhunter Insights!
00:00:39: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Headhunder Insights, ich bin Jessica Sander und ich freue mich sehr heute zusammen mit Dr.
00:00:44: Jörg Schwall durch die Folge zu führen.
00:00:46: Hallo Jörgg, ich grüße dich.
00:00:50: Und unser Gast steht für ein Unternehmen, das in vielerlei Hinsicht besonders ist die Lindner Group.
00:00:55: Aus einem Familienunternehmen mit Wurzeln in Niederbayern ist über Jahrzehnte eine international aufgestellte Unternehmensgruppe geworden – mit rund achttausend Mitarbeitenden, dreitausend Baustellen und Projekten in mehr als vierzig Ländern.
00:01:07: Lindner ist heute führend im Bereich Innenausbau, Gebäudehüllen- und Isoliertechnik und steht für eine besondere Verbindung aus handwerklicher Substanz, technischer Tiefe und unternehmerischer Langfristigkeit.
00:01:19: Und Projekte wie die Europäische Zentralbank in Frankfurt, das Parlament im Wien oder die Aida Nova zeigen wir groß.
00:01:25: Die Bandbreite und wie hoch die Komplexität inzwischen ist.
00:01:29: Unser Gast ist seit über drei Jahrzehnten Teil des Unternehmens und heute ist er Managing Director der Lindner SE und hat die internationale Entwicklung der Gruppe maßgeblich mitgeprägt.
00:01:40: Mit ihm wollen wir heute darüber sprechen, wie man ein Unternehmen führt dass international wächst technologisch vorangehen will und sich immer wieder neu erfindet, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren.
00:01:50: Ich freue mich sehr, dass Sie auch heute da ist!
00:01:52: Herzlich willkommen Helmut Langen.
00:01:54: Schön, dass sie da sind.
00:01:55: Sehr schön eingeleitet, Frau Sander.
00:01:57: Und ich bedanke mich auch dafür, dass ich hier sein kann.
00:02:00: Ja, schlagen wir direkt mal ein.
00:02:02: Lieber Langen, auch für Sie unsere lieb gewonnene Frage zum Beginn unseres Podcasts – was beschäftigt Sie aktuell beruflich?
00:02:09: Wenn Sie mögen auch privat?
00:02:12: Da würde ich jetzt mal sagen sowohl berufliche als auch privat... beschäftigt nicht das, was man vielleicht so gemeinlich als die Weltlage bezeichnen könnte.
00:02:21: Wir haben aus meiner Sicht momentan eine Situation wo sich die Machtzentren auf der Welt – wie kennen Sie alle?
00:02:26: Wo ist auch China Russland und so weiter vielleicht ab Indien ein paar andere Ecken noch bestätigen bzw zum Teil neu formieren und einige machen das ja wohl auch im eigenen Interesse.
00:02:37: sehr gut meine Meinung nach nur Europa nicht.
00:02:41: In Europa haben wir eine Situation, ich sage mal ganz plakativ.
00:02:43: Europa beschäftigt sich mit sich selbst oder mehr mit sich und die anderen beschäftigen sich mit ihrer Position in der Welt was sehr wichtig ist und das diffundiert natürlich dann auch auf Deutschland runter wenn ich sage Europa und speziell auch Deutschland.
00:02:59: und hier haben wir ein Situation dass sich Europa und wie gesagt damit auch Deutschland glaube ich sehr schwer tut handfeste Position in dem gesamten Weltgeschehen darzustellen und auch zu finden momentan.
00:03:10: Ich sehe da keine Strategie, weder in Europa noch in Deutschland – das macht mich sehr unruhig speziell.
00:03:18: Und jetzt spreche ich mal in Unternehmens- oder Unternehmerdimensionen, wenn ich mir das handelnde Personal auf der Weltbühne oder das politische Personal momentan angucke.
00:03:29: Das gilt parteiübergreifend und in Europa aus meiner Sicht auch länderüberggreifend.
00:03:33: Da sehe keinen oder keine, der aus meiner Sicht Willens und in der Lage wäre dieses Thema wirklich massiv zu ändern.
00:03:43: Und wie gesagt das macht mich sowohl privat als auch beruflich natürlich sehr unruhig.
00:03:48: Führt beruflig also bei uns im Unternehmen natürlich dazu dass wir uns momentan sehr stark Gedanken machen wie wir uns weiterhin weltweit aufstellen ob wir unsere Präsenz in gewissen Regionen die zum Beispiel Diskussion haben wir momentan USA besser stärken wollen und müssen, was ich fast mit Ja beantworten würde.
00:04:08: Das heißt jetzt nicht dass wir in Deutschland irgendwie zurückfahren oder irgendwas in die Negativrichtung ändern aber überlegen momentan sehr intensiv eben in anderen Ecken der Welt noch weiter auszubauen zusätzlich zu dem deutschen und europäischen Geschäft.
00:04:22: Damit haben Sie eigentlich schon auch mal eine nächste Frage beantwortet.
00:04:25: Wie stark verändert diese Unsicherheit an den Blick auf unternehmerische Entscheidungen?
00:04:29: Na, das war ja nicht schon das oder der... Man kennt jetzt hier viel Sauben natürlich aber das ist so der zentrale Punkt, den ich hier nennen möchte um hier nicht zu lange zu werden.
00:04:38: Das trifft glaube ich schon das was sie jetzt gefragt hätten.
00:04:41: Ja, also es hat mich sehr angesprochen.
00:04:43: Ich glaube das bewegt gerade viele Menschen die so ein bisschen über den Tellerrand schauen.
00:04:47: aber ich möchte davon nochmal kurz einen Schwenk machen in die Vergangenheit wenn sie erlauben.
00:04:53: Sie sind im Jahr twointzig zu Lindner gekommen.
00:04:56: Das hatten wir vorgespräch auch schon besprochen.
00:04:59: und wenn sie heute zurückschauen was war das für ein Unternehmen in dass sie damals gekommen sind?
00:05:06: Ja gut Lindner waren natürlich damals kleiner als heute das ist das eine.
00:05:11: Es war natürlich damals auch schon ein Familienunternehmen.
00:05:13: Damals auch noch sehr stark vom Herrn Lindner im operativen Geschäft geführt und wir hatten damals nur das Beispiel, wenn ich mich richtig zurückentzine, einen Umsatz so circa dreihundert Millionen D-Mark, glaube ich waren es noch, und hatten ca.
00:05:32: fünf Prozent Auslandsanteil.
00:05:34: Da war damals Österreich war Wir hatten eine Tochter in England, eine Tochte in Irland.
00:05:41: Eine in Frankreich und eine Expertabteilung hier in Anstorff und das war es eigentlich mehr oder weniger so dass wir das Unternehmen in das ich damals eben eingestiegen sind.
00:05:53: Heute siehts anders aus wie sie wissen, wir sind insgesamt... Das ist aber jetzt natürlich nicht nur mein Verdienst, sondern unser aller Verdienste in der Firma.
00:06:00: Heute liegen da bei ca.
00:06:05: und bei einem Auslandsanteil von gutem Fünfzig Prozent.
00:06:08: Was hat sie damals an der Bauindustrie gereizt?
00:06:11: Und was ist es immer noch, dass Sie so lange sozusagen dem treu geblieben sind?
00:06:15: Ja, gut ich bin zum einen die Bauindustrie treugeblieben das sage ich gleich etwas dazu aber natürlich auch den Unternehmen Lindner was aus meiner Sicht eigentlich der höhere Faktor war.
00:06:25: oder kommen wir nachher dazu zur Bauindustrie.
00:06:28: was mich da nach wie vor erreizt und was mir sehr gut gefällt ist eben ja Das, was sie tun, etwas ist, was tangible ist.
00:06:36: Also da, was Sie anpassen können und was Sie sehen können.
00:06:39: Wo Sie sich auch wenn Sie irgendwie dabei waren bei einem Bauwerk... Wenn Sie vorbeifahren später sagen können, guck das habe ich damals mitgebaut, das freut mich!
00:06:48: Und das gilt natürlich umso mehr für Prestigeprojekte.
00:06:53: Wir haben ja Gott sei Dank einige davon gemacht wir haben sehr viele große Flugelben gemacht.
00:06:58: Wir bauen nach wie vor und haben das schon seit längerer Zeit getan in der Moschee im Mecca.
00:07:03: Wenn Sie mal wollen, googeln Sie das mal.
00:07:05: Dann seht ihr was für ein Wahnsinns-Gebäude ist von der Größe ja?
00:07:08: Das hat die größeren Orden in Pampemtag an als bisher größtes Gebäude.
00:07:12: Also das sind natürlich Dinge, die freuen einen immer wieder.
00:07:15: und was mich sehr stark auch da gehalten hat.
00:07:17: Ich habe damals nachdem ich bei Lündner angefangen hab ungefähr drei vier Jahre später wurde ich betraubt mit dem Projekt Flughafen Hongkong.
00:07:25: Sie kennen jetzt den Check Club Kopfflughaben Den neuen.
00:07:28: früher war es ja noch der schöne wo sie über das Meer reingelandet sind, denn der wurde eben über den Check-Up Park ersetzt.
00:07:35: Und da war ich damals verantwortlich für das Projekt, damals das größte Projekt, dass wir hatten und ist ein sehr schönes Bauwerk.
00:07:43: und auch heute wenn ich noch nach Hongkong fliege, ist es immer wieder eine Freude da durchzulaufen und zu sehen, dass alles immer noch in Ordnung ist und da ist...
00:07:52: Haben Sie entschuldigt, dass ich sie unterbreche?
00:07:53: Am Anfang haben Sie dann, wenn Sie da gelandet sind.
00:07:55: Wann Sie so stolz gesagt haben, das habe ich mitgebaut oder haben sich Leute drauf
00:07:58: gemacht... Ja bitte die Mitarbeiter wissen es natürlich ohnehin aber wenn ich andere Leute damit dabei hab'n sag ich natürlich schon nicht mehr am Flughafen ankommen.
00:08:07: Da haben wir guckt was haben wir gebaut?
00:08:09: man hat ja auch als Mensch in unserer Branche und der Ausbaubranche und speziell bei Lindner Das ist auch so ein Tick egal wo ich reingehe.
00:08:16: Ich gucke zuerst an die Decke Um zu sehen, was ist denn hier in den Gebäudebinen-Decke drin?
00:08:22: Also man bekommt da auch so'n für manche Leute etwas kuriles Interesse.
00:08:26: Aber es ist halt so, weil man immer wieder erstens guckt die Decke von uns und zweitens sich dann freut wenn sie von uns sind.
00:08:33: Und das haben Sie in anderen Branchen wahrscheinlich so nicht.
00:08:37: Jessica steigt ja gerade über der Regen ein.
00:08:40: Was hat dieses Projekt mit Dintner gemacht und war das Rückblick so etwas wie ein Türöffner für die internationale Entwicklung?
00:08:48: Absolut, ich meine wie gesagt das war damals und da sind wir jetzt auch beim Thema Familienunternehmen.
00:08:53: Wir hatten wie gesagt damals relativ wenig Erfahrung im Ausland und dergleich zu heute hatten die Gelegenheit ein Sechzig Millionen Projekt zu akquirieren.
00:09:03: ausgegangen ist es dann mit hundert Millionen weil immer wieder Dinge dazukamen waren natürlich auch eine Entscheidung die sagen man nicht ganz einfach war aber wir trotzdem schnell getroffen haben.
00:09:13: wir haben gesagt wir wagen das.
00:09:17: Nach diesem Projekt oder auch im Zuge dieses Projekts war Lindner natürlich ganz anders international aufgestellt.
00:09:22: Erstens haben wir viele Leute als Spin-off von diesen Projekten dann für das weitere Geschäft einsetzen können und die hatten natürlich aus viel mehr Ahnung vom Geschäft, nachdem sie über drei Jahre so ein Projekt mit allem was dazugehört international abgewickelt haben.
00:09:37: Also war sicher ein absoluter Meilenstein.
00:09:40: Aber auch für Sie persönlich, weil sie haben ja auch im Vorgespräch gesagt, dass Sie das eine oder andere mal ins kalte Wasser geschubst wurden und das war ja Flughafen Hongkong her sozusagen auch so... Was hat das mit Ihnen gemacht?
00:09:49: Und das hat sich auch immer gereizt, oder dieses ins kalten Wasser werfen und gar nicht so genau wissen was auf einen zukommt aber das dann irgendwie zu stemmen
00:09:56: Das war immer irgendwo mein Ding.
00:09:59: natürlich Haben Sie Bauchschmerzen da brauchen wir nicht drüberzuleben.
00:10:03: ich meine speziell bei Hongkang aus der Herr Lindner damals ziemlich gesagt hat lange das ist jetzt dein Projekt Schluckst du natürlich, brauchen wir gar nicht zu reden.
00:10:11: Aber wie gesagt ich persönlich kannte mit diesem Thema immer relativ gut umgehen.
00:10:16: andere Leute tun sich da vielleicht schwerer.
00:10:18: das ist immer eine Persönlichkeitssache vielleicht auch und ist das eine wenig gut noch besser als das andere.
00:10:24: aber für mich ist es immer ein gutes oder angenehmes Thema gewesen und so bin ich auch wenn jetzt mal so ausdrücken darf groß geworden.
00:10:34: Sie sind ja ein ausgewiesener Experte mit sehr viel Erfahrung in internationaler Baubusinessstruktur.
00:10:43: Die Bauindustrie galt lange als sehr wenig disruptiv, kann man sagen.
00:10:49: Gilt das aus Ihrer Sicht heute noch oder
00:10:53: erlebt
00:10:53: ihr gerade eine echte strukturelle Veränderung?
00:10:57: Es ist sicher über die Branche vielleicht etwas unterschiedlich, je nachdem worum es genau geht.
00:11:02: Aber allgemein würde ich schon sagen das früher war Innovation, ich sage mal eine schöne Sache hat einen Wettbewerbsvorteil verschafft, war gut zu haben.
00:11:13: heute wird ein Sinequanon würde ich mal sagen also wenn sich Innovationen jetzt zur Voraussetzung und das wird sicher in der Zukunft auch so sein auch in der Bauindustrie an verschiedensten Necken.
00:11:26: aber Die Bauindustrie, das muss man auch offen sagen ist von der Geschwindigkeit der Anpassung hier immer noch relativ langsam.
00:11:34: Um es vielleicht etwas positiver auszudrücken.
00:11:37: also ich glaube dass die Bauindustrie nach wie vor nicht disruptiv vorgeht.
00:11:42: im Vergleich zu anderen Branchen ist vielleicht auch nicht möglich weil dazu die Bauindustrie viel zu komplex und damit viel zu viel Handarbeit noch versehen ist.
00:11:50: Das wird sich auch so nennlich ändern.
00:11:52: Also ich würde eher so bezeichnen Evolutionär vor.
00:11:58: Es gibt einen Wandel, der ist vielleicht auch etwas schneller als er in der Vergangenheit war aber es ist immer noch ein evolutionäres Vorgehen und weniger disruptiv würde ich sagen vergleichsweise zu anderen Broschen.
00:12:11: Wo sehen Sie denn den nächsten fünf bis zehn Jahren die größten Produkt- produktivitätshebel in der Baunustrie?
00:12:18: Ja das ist zum einen sicher ein gewisser wenn ich jetzt wirklich von der Produktivität per se jetzt spreche Einhebeln mit Sicherheit eine gesteicherte Vorfertigung.
00:12:29: Nehmen Sie mal die Haustähnung, wir sind ja mittlerweile auch relativ stark im Bereich Haustechnik.
00:12:34: Da ist es immer noch so in einfachen Worten gesagt, in der Haustährung plant einer was welche Technik in ein Gebäude rein muss nach den gegebenen Anforderungen.
00:12:42: Dann kommt der Haustehniker und plant das natürlich noch mehr in Detail.
00:12:46: Kauft die einzelnen Komponenten also wirklich die einzelne Pumpe, den einzelnen Chiller, das einzelne Leitungsrohr, die einzelner Isolierung Also wirklich die einzelnen Komponenten und baut die dann einzeln auf der Baustelle ein.
00:13:00: Und das ist natürlich was, was die Sache relativ komplex und vielleicht am Ende auch fehleranfällig macht.
00:13:06: Hier verfolgen wir zum Beispiel einen Ansatz dass wir sagen Wir wollen im zukunft und da glaube ich sind wir einer der ersten dass wir gewisse Komponenten wie so Module in der Fertigung zu Hause vormontieren, sag ich jetzt mal.
00:13:20: Also zum Beispiel einen Chiller gleich mit einem dementsprechenden Pumpe kombinieren und vielleicht noch anderen Geräten die da dazugehren, sodass wir das fertige Komponente oder das fertigen Element auf die Baustelle bringen und dann einfach in einem Stück hinstellen.
00:13:36: Das macht die Sache natürlich viel sicherer.
00:13:38: Diese Vorfertigung in einem Fertigungsgebäude kann sehr viel strukturierter ablaufen, aus meistens auf der Baustelle.
00:13:44: Und da steckt aus meiner Sicht und dem Beispiel erwähnt sehr viele Produktivitäts- oder Möglichkeit zum Produktivität zuwachsend.
00:13:53: Das ist glaube ich ein ganz gutes Beispiel.
00:13:56: Ein anderes Thema ist noch das Hauptthema im Bau immer noch Schnittstellen.
00:14:02: nach wie vor völlig ohne Zweifel.
00:14:05: Es gibt mittlerweile ja den Ansatz, werden Sie sicher schon mal gehört haben dieser IPA-Projekte wo der Kunde sagt ich nehme euch liebe Bauanträmer nicht unter Vertrag nach der alten Vorgehensweise sondern wir bilden alle ein Team wie ganz einfach in Worten jetzt gesagt und wir teilen uns wohl und wehe auf der Baustelle.
00:14:23: Das heißt wenn einer einen Fehler macht mit zumindest sehr weitgehend tragen die anderen den mit.
00:14:29: und umgekehrt war es natürlich per Definition zu einer erheblichen besseren Kooperation und in, wie man eben sieht an den ersten Projekten auch konfliktfreier Kooperation führt.
00:14:41: Also das ist für mich auch ein sehr großer Weg in die richtige Richtung, wenn man sagt man will die Produktivität verbessern.
00:14:49: Also wir haben jetzt zwei Ansätze gehört was die Produktilität angeht.
00:14:53: einmal Technologie getrieben also intelligenter mit den Aufgaben umgehen.
00:14:58: Und das andere sind Schnittstellen, die würden Sie es gewichten?
00:15:01: Wo würden sie mehr Fokus drauflegen in der Zukunft?
00:15:04: Schnittdellen.
00:15:07: Eine Sache muss man noch dazusagen.
00:15:09: Das war sozusagen das Inbautbaubrascheninterne-Thema was natürlich dazu nach dazugehört ist.
00:15:18: oder das betrifft jetzt wieder das, was ich eingangs gesagt habe eine von staatlicher Seite und eine gewisse Entbürokratisierung Das brauche ich nicht zu sagen, das weiß jeder.
00:15:30: Und natürlich auch eine Deregulierung.
00:15:32: Wir nehmen sie nur Deutschland jetzt und sind in anderen Ländern ähnlich.
00:15:34: Wir haben es in den Sechzehn Bundesländern im Prinzip ein sechzehntmal etwas unterschiedliches Baurecht.
00:15:42: Nur als einfache Maßgabe.
00:15:44: Allein wenn man das schon vereinheitlichen würde und deregulieren würde werden wir sicher schon mal wieder einige Schritte weitergeschweige.
00:15:51: denn von anderem bürokratischen Hemmnessen also... Wenn man sagt, wie kann man die Produktivität der Bauindustrie steigern?
00:15:56: Dann muss ich schon auch wieder an die Politik karpillieren.
00:16:00: Da könnten sehr große Hebel in Gang gesetzt werden.
00:16:05: Ich würde aber noch mal interessieren, wie stark die modulare Bauweise, die Prefab und systemische Ansätze dem Markt wirklich tatsächlich verändern würden.
00:16:13: Ja gut, sie werden den Markt verändern sicher.
00:16:17: Aber ich persönlich sehe es so das wird in erster Linie Anwendung finden nicht drücks jetzt mal plakativ aus bei einfacheren Gebäuden.
00:16:24: Also wenn Sie jetzt sagen, mal typischerweise irgendwelche Sozialwohnungen oder sozial Wohnbauten sehr einfache Büro bauten und was ich für sehr interessant hatte, sehr viele Leute oder Kunden sagen mittlerweile gibt es auch Ansätze.
00:16:37: Ich will gar kein Gebäude mehr für die Ewigkeit!
00:16:39: Ich möchte ein temporäres Gebäud.
00:16:41: Aus verschiedensten Gründen.
00:16:43: erstens weil er vielleicht sorgt das kommt ist auch so ein bisschen angesexisch vielleicht angehaucht Dass er sagt, mich interessiert mein jetziges Gebäude in fünfzehn-zwanzig Jahren sowieso nicht mehr.
00:16:53: Weil da will ich ganz was anderes oder brauche vielleicht gar nichts anderes.
00:16:56: und die haben von vornherein schon den Ansatz Ich möchte das vielleicht sogar irgendwann wieder abbauen.
00:17:02: Bauen ein einfaches Gebäudee und müssen es in keine Ahnung, fünfzehne oder zehn Jahre vielleicht schon wieder abbauen.
00:17:07: Und es gibt auch von staatlicher Seite sogar Ansätze dass gewisse Ja, ich sag mal Ämter wo man weiß das wird jetzt ein großer Aufwand aber in zehn Jahren wird es vielleicht weniger die Möglichkeit haben will das Gebäude zu verkleinern oder wieder abzubauen.
00:17:22: Und da ist natürlich dieses Systembau oder der Modular-Bau absolut top!
00:17:28: Also wie gesagt meine Meinung ist es wird Ecken geben wo das sich weiterentwickelt.
00:17:33: Aber ich glaube nicht dass der mal übertrieben gesagt den ganzen Bau irgendwann modular wird.
00:17:38: nehmen sie das andere Ende zum Beispiel Ja, bauten die der Eigentümer selber Nutzbankenversicherungen und so weiter.
00:17:47: Da steckt meistens auch immer ein gewisser Prästischgedanke drin.
00:17:51: Die Fassadenbauer kennen's weil das drückt sich meistens in der Fassade aus oder am ersten in der fassade raus Und da sind sie natürlich sehr schwer unterwegs mit dem kompletten Model auf.
00:18:01: Also kommen Sie ins Gehege mit dem Architekten im Kunden, die hier natürlich diese Beschränkungen nicht haben wollen.
00:18:07: Das letzter Punkt vielleicht noch Wir haben uns auch schon öfters versucht in diesem Eck und versuchen uns nach wie vor.
00:18:13: Und die Erkenntnis bisher war eigentlich immer, sie werden nicht erheblich billiger.
00:18:20: Wenn Sie den Modell aber qualitativ trotzdem noch in einem gewissen Level betreiben wollen ist es sehr schwer, ich sag's mal so rum wirklich billiger zu werden.
00:18:29: Es gibt dann noch Vorteile von der Zeit her vielleicht an der Planungssicherheit Aber vom Geld her ist das sehr schwierig und wir festgestellt da wirklich auch günstiger zu werden und das erwartet ja eigentlich jeder.
00:18:41: Sehr interessant, weil es gibt ja verschiedene Unternehmensberatungen die modularer Bau als den Trend der nächsten zehn Jahre ausloben.
00:18:50: Das ist toll dass wir uns ein differenziertes Bild darauf gegeben haben.
00:18:54: Ja also das ist unsere Erfahrung.
00:18:57: vielleicht haben andere das besser gemacht kann durchaus natürlich sein aber so gehen Genau.
00:19:04: Ohne dass ich Ihnen jetzt mit der nächsten Frage Betriebsgeheimnisse entlocken möchte, aber was unterscheidet die Linthergob aus Ihrer Sicht wirklich von anderen Firmen in Ihrem Genre und wo liegt der strategische Kern Ihrer Differenzierung?
00:19:19: Vielleicht wenn ich mal so anfangen darf... Ich hoffe das klingt nicht arrogant, soll es auch nicht sein!
00:19:24: Aber ich bin viel unterwegs und war viel unterwegs auf der Welt und habe sehr viel gesehen vielleicht nicht alles, aber sehr viel und ich hab noch nie ein Unternehmen auf der Welt irgendwo gesehen wie länder das kann man vielleicht einleiten sagen sowas ist mir noch nie untergekommen.
00:19:41: Das wirkt jetzt an einer Kombination aus ein paar Dingen.
00:19:44: ich meine zum ersten haben wir eine Produktvielfalt die glaube ich wirklich einzigartig ist also im Bereich Fassade, Ausbau, Haustechnik.
00:19:52: mittlerweile können in Prinzip alles außer dem Rohbau den wir bisher nicht angefasst haben wahrscheinlich auch nicht anpassen werden.
00:20:00: aber ansonsten können wir einen Gebäude alles und Das von einem einfachen Produkt, wenn einer sagt ich will es möglichst günstig bis hin zu Dingen.
00:20:08: Wenn einer kommt und sagt Ich stell mir da was vor das ist noch nie gebaut worden Flughäfen zum Beispiel sieht man das sehr oft Und ich weiß nicht wie ich das hinkriegen soll.
00:20:17: Zum Beispiel ein Architekt der das sagt Der kommt zu uns und wir das ist dann unser Steckenpferd dass wir wirklich sagen Wir strengen uns da an und wir schaffen das etwas zu bauen Was vorher noch keine gebaut hat und was eben dieser Architek oder Kunde sich jetzt da gerade einbildet.
00:20:32: und das haben wir bisher eigentlich immer geschafft.
00:20:36: Das kommt jetzt aus verschiedenen Ecken natürlich, wir sind zum einen was auch nicht unwichtig ist.
00:20:40: Wir sind sehr finanzstark.
00:20:42: Wir haben eine Eigenkapitalquote von über fünfzig Prozent.
00:20:45: die Familie hat das Geld seit Anfang an in der Firma gelassen was uns natürlich sehr finanzt stark macht.
00:20:52: Wir habe eine sehr hohe vertikale Integration Wie ich es immer nenne, das heißt wir machen sehr viel wenn nicht fast alles selbst.
00:21:00: Natürlich vergeben Bedingungen aber können theoretisch fast alles was für Einbauen selbst machen.
00:21:06: Wir haben eine große internationale Erfahrung natürlich mittlerweile wie Sie wissen Sehr hohe F&E Kapazitäten und wir haben einen Blick auf die Auf das Gebäude insgesamt.
00:21:17: Wenn es gilt immer noch Die Baukosten von einem Gebäud sind zwanzig Prozent.
00:21:23: die Life Cycle Running Costs sind achtzig Prozent von den Gesamtkosten eines Gebäudes.
00:21:28: Wenn Sie jetzt ein Produkt wie unsere Kühldecke nehmen, kennen sie sicher, die ist im Bau vielleicht etwas teurer als ein konventionelles HVAC-System aber dann eben im Running später die Achtzig Prozent sehr viel effizienter und natürlich auch sehr viel angenehmer in der Kühlung.
00:21:45: also wir schauen wirklich auf dem gesamten Lifecycle eines Gebäusches nicht nur auf dem Bau Aber Last but not least auch noch einen Wahrscheinlich der wichtigste Aspekt, wir haben einfach Top-Mitarbeiter.
00:22:00: Alle unsere Mitarbeiter sind top!
00:22:03: Die Fremdlung und die Ärmel nach oben tun auch Dinge, die unangenehm sind, sind bereit anzupacken.
00:22:09: Das muss man hier wirklich sagen.
00:22:10: das ist immer schön anzuschauen und das ist wahrscheinlich auch so gerade den wichtigsten Aspekt an dem Ganzen ohne dass hätten wir das nie geschafft.
00:22:19: Aber es ist schön, jetzt verstehe ich auch noch mehr warum Sie so lange dem Unternehmen treu geblieben sind bei der Begeisterung.
00:22:28: Auf den Aspekt Führung kommen wir gleich ja auch nochmal zu sprechen.
00:22:30: also ich kann mich erinnern in meiner Zeit wo ich ja auch im internationalen Hochbau unterwegs war haben wir natürlich auch gemacht ne?
00:22:40: Also die Kosten für die Running Time, also Lifecycle-Bewertungen.
00:22:45: Wenn immer wir mit Institutionellen oder eben auch, ich sag mal, Kontrollingetriebenunternehmen dann im Kontakt waren hat das keinen mehr interessiert.
00:22:54: Da wurden nur auf die schierenden Cabex-Geschichten geschaut.
00:22:58: Ich nehme an Sie erfahren dass ähnlich ja obwohl es ja eigentlich gar nicht Sinn macht.
00:23:03: Wir erfahren also ähnlich.
00:23:04: deswegen ist da auch wieder eine Differenzierung.
00:23:06: wenn einer sein Gebäude selber nutzt wie gesagt Bandversicherung und Flughäfen usw.
00:23:11: Dann ist die Tendenz hier besser.
00:23:15: Reine Investor-Bjekte haben Sie absolut recht, das ist sehr schwierig natürlich in diesen Dimensionen zu argumentieren.
00:23:21: Ja, absolut!
00:23:22: Gehen wir nochmal an das Thema Wertschöpfung.
00:23:25: also viele Sprechende bei Integration entlang der Wertschöffungskette?
00:23:30: Wo wird
00:23:31: genau diese Tiefe in der Praxis auch anstrengend?
00:23:34: Also wo macht sie das Geschäft komplexer und langsamer?
00:23:38: Wir sind sehr stark wie ich immer sage vertikal integriert Also machen sehr viel eben selber mit allen voren Nachteilen, die das hat.
00:23:48: Wir waren ja immer so unterwegs, dass der Stichwort war ja immer auch zuhause hing, auch zu hause hing und wir sind nicht mehr den anderen Weg gegangen, wir haben eigentlich eher immer ingesorst um es noch anders auszudrücken Und sind deswegen in dieser Situation.
00:24:02: das Hauptthema für meidervielalten ist, wenn sie sehr viel oder fast alles selber machen Dann haben Sie natürlich einen riesigen Topf an Aktivitäten jetzt auf eine Baustelle gesehen, an einer Baustell aktiv wird oder mitwirkt.
00:24:18: Und Sie müssen höllisch aufpassen natürlich dass sie nicht irgendwann den Überblick verlieren welche dieser Aktivitäten in der Wertschöpfungskette die sich da selber machen ist denn am Ende wirklich erfolgreich und profitabel macht ihr das auch nicht gut und welche vielleicht weniger gut so dass nicht die einen am Ende die andere subventioniert oder im extremen Fall alle schlechter werden.
00:24:37: Das haben wir dort in den Griff bekommen und es läuft wirklich sehr gut dass wir das ganze Unternehmen, das hat Herr Löhntner in den Anfangsjahren schon gemacht im Profi-Center heruntergebrochen haben.
00:24:50: Bei uns gibt es im operativen Bereich fast nichts was nicht ein Profi Center ist.
00:24:54: jede Abteilung ihre Niederlassung jede Tochter alles ist ein Proficenter.
00:24:58: auch die Fertigung ist ein profitcenter.
00:25:00: Die macht einen Preis auf an die internen Firmen und somit sehen sie nach wie vor sehr genau Was macht die einzelne Aktivität gut oder nicht so gut?
00:25:11: Und wir verbinden das Ganze noch mit einem sehr elaborierten Prämiensystem, das auch schon seit Jahrzehnten existiert.
00:25:18: Elaboriert deswegen weil es wirklich... Wir haben sogar einen Team hier in der Firma, dass nichts anderes tut aus die Prämie zu rechnen und das monatlich.
00:25:26: Das heißt eine Niederlassung kriegt eine monatliche Erfolgsabrechnung, resultieren aus ihren Baustellen, also ihren Ergebnissen.
00:25:33: von der Niederlassung sieht auch was dabei natürlich verdient wurde oder nicht verdient worden.
00:25:38: Jetzt gehe ich mal auf einen positiven Fall aus, wenn etwas verdient wird, wird sofort die Prämie berechnet daraus und die Mitarbeiter bekommen monatlich ihre Prämien.
00:25:47: Das heißt sie warten nicht bis zum Jahresende oder bis zum Quartal, bis da mal was dabei rauskommt sondern das geht mit dem monatlichen Gehalt.
00:25:56: Und das macht die Sache natürlich auch sehr interessant und auch sehr effektiv führt dazu, dass wir da einen sehr guten Überblick haben.
00:26:04: Nachteil auch natürlich von dem System ist, wenn Sie so ein stringentes Profi-Center denken haben ab und zu mal schon die Ellenbogen ausgefahren werden und man guckt sehr stark auf das eigene Profi Center vielleicht zum Nachteile voneinander.
00:26:20: Das muss man in den Griff kriegen durch sehr viel Reden, auch durch sehr viele drauf auffassen mit den Leuten arbeiten und deswegen für unsere Firma hier gutes Wertesystem erarbeitet.
00:26:32: Wir haben Werte vorgegeben, an die sich jeder halten muss und wo auch durchaus einer den anderen mal verpezeln darf wenn er merkt der hält sich da nicht an die Werte weil wir eben wollen dass sie eingehalten werden.
00:26:45: ein Wert ist zum Beispiel ich lasse meinen Kollegen zum Erfolg kommen.
00:26:50: Ein Wert guckt nicht nur das ich Erfolg habe sondern ich schaue auf dass mein Kollege Erfolg haben kann und das sind natürlich bei diesem Profi-Center denken sehr wichtig ist glaube ich auch sehr gut, aber da müssen sie täglich dann arbeiten.
00:27:03: Und es ist wirklich eine fast tägliche Arbeit.
00:27:06: dass das aufs wirklich so läuft und dass speziell auch die Werte in die richtige Richtung gehen wird über die Zeit immer besser, aber trotzdem ist das natürlich ein Thema.
00:27:17: Aber das ist ein sehr verkraftbarer Nachteil für diesen Vorteil, dass sich halt auch immer die Leute motivieren mit der Prämie.
00:27:28: Was ist denn aus Ihrer Sicht eigentlich anspruchsvoller profitables Wachstum, Heimatmarkt oder internationale Expansion?
00:27:35: Ja da möchte ich jetzt keine Seite irgendwo voran stellen.
00:27:39: Es ist glaube ich beides auf eine Art und Weise schwierig oder anspruchsvoll.
00:27:43: im Heimatmarkt sind wir natürlich seit Jahrzehnten gut aufgestellt mittlerweile sehr extensiv aufgeteilt.
00:27:50: in Betrieb haben das ja gute Marktpositionen aber auch die müssen sie sich täglich erkämpfen.
00:27:55: nichts kommt von selber Und nichts bleibt, so wie es ist von selber.
00:27:58: Sie müssen sich die Position auch täglich erarbeiten.
00:28:01: Im Ausland ist das natürlich schon noch komplexer.
00:28:04: Das heißt sie müssen das Gleiche tun wie im Inland aber mit Erschwernissen nenne ich es mal jeglicher Hinsicht.
00:28:11: Die glaube ich brauche jetzt nicht alle zu nennen.
00:28:14: und im Ausland noch mehr als in Inland ist der fast einzig entscheidende Faktor Management.
00:28:23: Tochterfirmen, die sind weit weg.
00:28:24: Sie haben Aktivitäten, die sich weit weg sind in anderen Ländern.
00:28:29: Wenn sie da vor Ort nicht an der Spitze ein gutes Management sitzen haben wird das nie was.
00:28:37: Da können sie von der Heimat aus so viel interminieren, hinreden, diskutieren wie sie wollen.
00:28:43: wenn der Mann oder die Leute vor Ort Nicht richtig funktionieren, ihr Geschäft nicht gut machen Wird das nichts?
00:28:50: Der Teufel steckt in unserem Geschäft im Detail.
00:28:53: Und wenn die Leute auch im Ausland das nicht tun wollen, sich ins Detail einzuarbeiten.
00:28:58: Auch von oberster Stelle her auf die Details zu gucken in jeder Hinsicht dann wird das Geschäft nicht erfolgreich.
00:29:05: Das gilt natürlich auch in Wienland aber im Auslands aufgrund der Entfernung noch viel mehr
00:29:09: Noch viel mehr.
00:29:10: völlig klar Ist ja auch ein Pipel-Geschäft letztendlich.
00:29:14: Es führt mich auch zu meiner nächsten Frage.
00:29:16: Sie haben gesagt Ein Grundprinzip bei Lindhaser immer gewesen junge Menschen früh Verantwortung zu geben.
00:29:24: Wie bewusst war das als Führungsprinzip bei Lindner angelegt?
00:29:28: Das war eigentlich immer so angelegt, das hat Herr Lindner wie gesagt auch in den Anfangs-Tagen schon selbst so gemacht mit mir, wie wir es eingangs schon mal erwähnt haben.
00:29:38: also da waren bei uns eigentlich immer die Philosophie Leuten wo man in der Zeit natürlich am Ende auch viel des Bauchgefühlen und man schaut sich natürlich den Track record an dem so jemand bei uns bisher hatte.
00:29:50: Aber es ist natürlich am Ende auch viel Bauggefühl dabei.
00:29:53: Aber dann wirklich haben wir zu jemanden, wo man vielleicht in anderen Unternehmen sagen würde, er braucht jetzt mal noch ein zweijähriges Zenitprogramm oder der muss jetzt nach zwei Jahren da hin und nach einem Jahr das machen.
00:30:05: Wo wir dann einfach gesagt haben okay du kannst das!
00:30:09: Du probierst das wenn dir einen genannten auch dabei ist.
00:30:12: Wir haben wirklich gesagt wie gehen die diese Aufgaben und diese Verantwortung?
00:30:16: Und ich würde mal sagen in neunzig Prozent aller Fälle hat's funktioniert.
00:30:21: Wie macht ihr das eigentlich mit der Kontrolle oder Absicherung?
00:30:24: Wenn Sie da die Verantwortung übergeben, lassen sie die Kollegen und Kolleginnen dann relativ frei.
00:30:29: Oder sind sie da noch sehr nah dran?
00:30:31: Nein, die Kollegen gut ganz am Anfang wenn es wirklich ein sehr junger Mensch ist, der diese Verantwortung kriegt, ist man vielleicht am Anfang schon auch ein bisschen näher daran.
00:30:39: aber im Prinzip sind die schon sehr stark eigenunternehmlich unterwegs müssen sich dann auch durchbeißen.
00:30:47: wie gesagt muss man natürlich auch der Typ dafür sein Aber die sind dann schon sehr schnell als eigene Unternehmer im Unternehmen unterwegs.
00:30:57: Was auch da meistens gefällt auf den Leuten?
00:31:01: Ich kann mich erinnern, Sie haben in unseren Gesprächen im Vorfeld gesagt also wenn sie ein zentrales Erfolgsrezept von Lindnern nennen müssten, dann wäre es die Profi-Centerstruktur.
00:31:15: Warum das?
00:31:15: Wie ist das dem so wichtig?
00:31:18: Ja, wie gesagt vor dem Hintergrund habe ich vorhin gesagt, dass sie zum einen die Transparenz haben was auch in jeder einzelnen Einheit gut läuft oder schlecht läuft.
00:31:28: Auch im Zahlen und das ist mindestens genauso wichtig, dass Sie natürlich auch so wie es wir gemacht haben über diese Struktur jeden Einzelnen fast also jede kleine Einheit und bis zu einem gewissen Grad jeden einzelnen Mitarbeiter dafür prämieren keinen, was er erreicht.
00:31:49: Und da kenne ich jetzt eigentlich auch keine andere Firma die so etwas in den Detailgrad macht.
00:31:55: Da gibt es nicht eine Anekdote.
00:31:58: wir haben damals versucht und nicht nur versucht sondern haben dann auch gemacht unser komplettes System für unsere Kostenrechnung usw.
00:32:07: und alle andere Systeme umzustellen auf ein neues.
00:32:11: Dabei gab es, ich nenne jetzt keinen Armen, einen Anbieter der sehr bekannt ist.
00:32:15: Der sich das angesehen hat und dann nachdem er sich's angeguckt hat gekommen ist und gesagt hat ja ich kann euch das schon hinbegen aber euer Premium-System mit der ganzen komplizierten Berechnung das kriege ich nicht hinein da müsste ihr euch nach mir richten.
00:32:29: das können wir nicht weiter betreiben.
00:32:32: Und haben wir sofort gesagt Tschüss!
00:32:34: Das Thema ist erledigt und die haben uns anderweitig orientiert.
00:32:37: also das Bremensystem nie aufgeben, weil das wirklich ein absoluter für alle Beteiligten Mitarbeiter und auch Unternehmensführung und Familie glaube ich ein sehr sehr wichtiges Instrument ist.
00:32:52: Jetzt haben wir ja schon im Laufe des Podcasts gehört wie groß Lindner ist international komplex und gleichzeitig haben sie ja auch beschrieben es ist ja trotzdem ein Familienunternehmen und diese Werte sind ja auch wichtig die kurzen Wege die offenen Türen und die hohe Identifikation.
00:33:04: aber wie schafft man das in so einem großen Unternehmen diese Kultur zu bewahren?
00:33:09: Ja, das geht natürlich in allererster Linie durch Vorleben.
00:33:15: Ich meine wenn sie es runterbrechen wollen diese Kultur lebt die Familie vor.
00:33:18: ich glaube ich darf sagen dass die Familie ländner keine Familie ist wie man sich vielleicht an anderen Ecken vorstellen würde die jetzt aus dem Unternehmen ins Erfolg heraus ins Haus um Brauslebnigsmaß ausdrücken darf sich achten und Flugzeuge kauft und ähnliche Dinge wie man sie aus Hansdimmer kennt sondern die Familie ist sehr sehr am Boden geblieben sehr bodenständig nach wie vor.
00:33:39: Also da geht das Ganze eigentlich schon los.
00:33:41: Das inhaliert natürlich dann auch das Management, also wir und wird auch von allen glaube ich täglich vorgelebt und damit auch gelebt.
00:33:50: Das ist glaube ich sehr wichtig.
00:33:53: Es gibt ja, sagen wir mal auf den schönen Spruch, Culture Eats, Strategy for Breakfast der glaube ich stimmt zu hundert Prozent und trifft für alle Dingen auch Familienunternehmen zu.
00:34:05: und ich bin nicht der absoluten Meiner, natürlich haben wir Strategien und überlegen uns, was machen wir in den nächsten drei bis fünf Jahre.
00:34:12: Haben Businesspläne?
00:34:13: Alles, was so allgemein dazugehört.
00:34:15: Aber das Wichtigste ist die Kultur.
00:34:19: Und wie gesagt, die können Sie am Ende natürlich... Wie ich auch gesagt habe, wir haben unsere Werte friert, die wir dann schriftlich festhalten und bei uns in den Besprechungsräumen hängen die Werte an jedem Mann, sodass sich jeder immer wieder lesen kann.
00:34:33: Aber ganz am Ende müssen sie die Kultur leben Von oben nach unten, und von unten nach oben.
00:34:38: nur so funktioniert es.
00:34:39: Und dann glaube ich sind sie auch da wo sie hin müssen.
00:34:43: Ja bei der Kultur glaube ich ist ja entscheidender Faktor auch die Gründungsfamilie.
00:34:49: Da würde mich mal interessieren welche Rolle die Familie Lindner heute für die Kultur noch spielt?
00:34:57: Nach wie vor eine sehr entscheidende... Sie wissen ja, Herr Lindner hat ja die Firma die Gründe, das ist sozusagen noch ein First Generation Unternehmern.
00:35:12: Der Herr Lindner ist mittlerweile so dass er nicht mehr im täglichen operativen Geschäft drin ist aber er kommt noch täglich ins Büro und kümmert sich dabei um verschiedene Dinge wie natürlich auch wissen was läuft und mischt sich natürlich auch wie vorhin in meinungsbildende Themen ein.
00:35:29: ganz klar dann gibt es einen Zweiter sehr wichtiger Stelle, die Veronica Lindner, die unsere Beitragsvorsitzende ist.
00:35:36: Die natürlich täglich im operativen Geschäft drin ist und der Kopf von unserem Managing Director Board ist auch wie gesagt nach wie vor täglich in Unternehmen und sehr stark operativ tätig.
00:35:49: Andere Familienmitglieder sind auch operativ tätig bei uns in Unternehmen.
00:35:53: also so gesehen diese Kultur wird nicht verloren gehen weil sie eben wie gesagt von oben von der Familie nach wie vorher vorgelebt wird und dann auch vom Management nach unten weitergegeben wird.
00:36:05: Ja,
00:36:06: Sie haben das Board gerade schon angesprochen.
00:36:07: früher gab es ja einen kleineren Vorstandskreis und später wurde das Board erweitert Auch in Zuge der Entwicklung von der AG zu SE.
00:36:14: Was war damals der Auslöser für diese Veränderung?
00:36:18: Der Auslöser war schlicht Workload wenigstens mal so ausdrücken darf.
00:36:22: Wir sind wie wir jetzt schon mehrfach gehört haben sehr schnell immer gewachsen eigentlich.
00:36:28: Und wir waren damals wie gesagt zu viert.
00:36:30: Das war der Herr Lindner, die Werderonika-Lendner.
00:36:31: Der Heinrich Düchner für das deutsche Geschäft und Fertigungen und ähnliche Dinge und nicht für das werpunktmäßig internationale Geschäft und Passare.
00:36:41: Und wir sind irgendwann zu der Erkenntnis gelandet und das ist auch ein Erfolgfaktor von uns – ich habe es vorher erwähnt mit dem Thema Teugelsteck im Detail -, dass wir einfach die größere Geschichte wurde, dass alles nicht mehr mit den nötigen Detailintensitäten, nämlich jetzt mal betreuen konnten.
00:36:59: Und das merken Sie dann, speziell in unserem Geschäft.
00:37:02: In unserem Geschäft ist es sehr schwierig von übergeordneten Ebenen das Ganze nur über Zahlen zu kontrollieren weil bei uns die Zahlen sehr schnell lügen.
00:37:12: Dr.
00:37:12: Schwall weiß das sich aus seiner eigenen Erfahrung.
00:37:16: Die Zahlen sind eine Sache, nur es gehört auch immer die Interpretation aus dem Geschäftsrausfall zu.
00:37:21: Wie bewerten sie eine Baustelle?
00:37:22: Ist sie richtig bewertet?
00:37:24: geht da nicht von was in die falsche Richtung, wo auch die Zahlen noch gar nichts zeigen und so weiter.
00:37:28: Und sofort gibt es sehr viele Faktoren, die das auseinander driften lassen können.
00:37:33: also sie müssen immer im Geschäft drin sein.
00:37:37: Deswegen haben wir gesagt Wir müssen uns verstärken.
00:37:39: Da haben dann in damals als wir nach AG waren, ein Board von Bereichsvorständen hat das damals geheißen sozusagen dann noch eingezogen Die Leute so installiert, nachher ist eben dann mit der ganzen SE-Umwandlung.
00:37:55: Ist es jetzt ein Managing Director Board?
00:37:56: Weil bei der SE die ganzen Bezeichnungen anders sind, aber an der Sache her ist natürlich das Gleiche.
00:38:03: Aber der Hauptantrieb war wirklich zu sagen wir müssen wieder mehr ins Nettigritty des Geschäfts rein, ins Detail des Geschäftes rein und deswegen müssen wir uns da aufteilen, müssen uns verstärken.
00:38:14: Wir haben dann nach der Maßgabe agiert.
00:38:16: Jeder in diesem Board sollte so ca... Damals noch, heute ist es auch schon wieder mehr.
00:38:21: Hundertfünfzig Millionen Euro Geschäft verantworten und nicht vier, fünfhundert Millionen.
00:38:26: Und so dass er eben besser einsteigen kann.
00:38:29: Ich kann mir sagen das Ganze hat voll eingeschlagen Das ist wirklich in die richtige Richtung gegangen.
00:38:35: Last but not least darf ich auch sagen und das ist auch sehr wichtig wir sind ein Kreis von Leuten die sich ganz plakativ wirklich alle mögen.
00:38:44: Es ist ja wirklich sehr netter Haufen, das ist ja auch nicht selbstverständlich.
00:38:48: Vorstellende an in Dachs Unternehmen, da wird ja mehr gekundelt und geschumpelt.
00:38:53: Und ich möchte jetzt das nicht ausbauen aber bei uns ist es anders.
00:38:57: Wir sind wie so ein Kreis von Freunden, die sich dagegen seitigt als Unternehmenteil auch mit der Veronica zusammen und den Familienmitgliedern.
00:39:05: also das läuft alles sehr schön.
00:39:07: Top!
00:39:08: Es ist sicherlich ein weiser Schritt oder smart würde man heute sagen.
00:39:15: Aber was verändert sich denn, wenn man die Verantwortung auf verschiedene Schultern verteilt?
00:39:21: Naja es verändert sich zunächst mal das, was wir erreichen wollten.
00:39:25: Dass halt jeder Einzelne wieder besser in seinen Teil des Geschäfts reinkommt.
00:39:31: natürlich müssen sie als Gruppe dann mit der Gucken dass das große Ganze auch passt.
00:39:34: deswegen habe ich das was ich gerade gesagt hab Auch ein sehr wichtigen Punkt und dass die Leute sich noch verstehen Je besser desto mehr kommt dabei raus, wenn da permanent zwei drei vier drin sind die sich nicht riechen können oder die nicht gut zusammenarbeiten dann ist das auch sehr schwierig.
00:39:50: Aber der Hauptdeffekt ist wie gesagt dass jeder die Tiefe im Geschäft einfach...die Tiefe wir hier im Geschäft drinstecken sehr stark erhöhen kann.
00:40:01: und das übergeordnete Drüberblicken wie gesagt macht dann auch sehr stark die Vernone mit, die diesen Kreis dann führt Und somit auch immer guckt, dass die Balance natürlich nach wie vor da bleibt.
00:40:13: Aber insgesamt ist das ein sehr harmonischer Haufen und funktioniert sehr gut.
00:40:19: Ja, wenn wir nicht über Schlagworte sprechen sondern über Bauprojekte, die langfristig funktionieren müssen... Was erwarten aus Ihrer Perspektive Auftraggeber heute konkret von einem Unternehmen Willen?
00:40:36: Gut ich meine die Worten natürlich zumindest Zunächst mal die Basics.
00:40:41: Sie wollen einen starken Partner haben, sie wollen einen kompetenten Partner und das können wir oben den Hauptes darstellen in jeder Hinsicht.
00:40:49: Mittlerweile kommen natürlich die Dinge dazu, die wir zum Teil schon angelissen haben.
00:40:53: Ich meine es geht darum, das Thema auch nachhaltig abzuhandeln.
00:40:58: Da gibt's natürlich aus vielen Ecken jetzt die Anforderungen.
00:41:01: Das geht bei Dingen wie der EU-Taxonomie los oder bei EU Regulierungen oder EU Wunschchen los und kristallisiert sich dann natürlich auf die einzelnen Bauherren, und dann wieder mal auf uns.
00:41:14: Und das sind jetzt natürlich Anforderungen, die neu sind, wenn sie so wollen, und die natürlich auch immer weiter dazukommen.
00:41:21: Wobei wie vorhin glaube ich schonmal gesagt haben da die Konsequenz auch sehr unterschiedlich ist.
00:41:26: bei vielen wird es zwar gefordert weil man es fordern sollte heutzutage oder fordern muss aber wenn's dann ums Geld geht, geht die Richtung dann sehr schnell woanders hin.
00:41:38: Aber es gibt auch durchaus schon Kunden, die da schon sehr konsequent sind und das wirklich knallhart, wenn ich jetzt mal durchziehen wollte mit den ganzen nachhaltig feinsten Themen.
00:41:47: Und da sind wir glaube ich aber gut dabei und können die Erwartungshalterinnen glaube ich sehr gut erfüllen.
00:41:57: so langsam zum Ende unseres Gespräches kommen.
00:42:00: Sehr gerne, dann würde ich doch noch mal fragen, wenn wir ein bisschen weiter in die Zukunft blicken?
00:42:04: Wie soll die Lindner-Gruppe aufgestellt sein und was wird die Bauindustrie bis dahin am stärksten verändert haben?
00:42:11: Also vielleicht mal mit der Bauindustrie angefangen.
00:42:15: Die Bauindustrie wird sich sicher... Weiterhin evolutionär, wie ich vorhin gesagt habe aus meiner Sicht entwickeln wird sicher weiter in Richtung Digitalisierung gehen.
00:42:24: Das ist ja nicht nur in der Bauindustrie sondern überall ein Schlagwort.
00:42:28: das müssen wir auch als Branche von Antreiben.
00:42:31: und was einzelnes Unternehmen.
00:42:33: Das ganze Thema Nachhaltigkeit wird sich natürlich weiter fortsetzen und passieren in verschiedene Richtungen und das sind so die Themen die sich ändern werden.
00:42:44: es werden sich sicher Themen ändern, dass die Bauindustrie – ich sage es mal ganz plakativ – vom Handwerk getriebenen Projekt Unternehmen mehr hingeht in das industrialisierte Unternehmen zumindest im gewissen Einzelbranchen.
00:43:03: Das wird auch eine Tendenz sein, die weitergeht.
00:43:05: aber die Baubranche wird nie oder zumindest nicht in absehbarer Zeit davon wegkommen, dass immer noch ein großer Teil der Sache ein Handwerk ist.
00:43:17: Ich meine das Gebäude wird einfach ganz am Ende mit Händen von Hand gebaut.
00:43:22: Da werden sich sicher auch Themen einschleichen wie Robotik, wir beschäftigen uns zum Beispiel auch jetzt momentan damit für unseren Doppelboden dass wir uns einen Roboter entweder selber entwickeln was schwieriger wird oder irgendwo einen anderen den der schon existiert abwandeln so dass der die schweren Doppelpotenplatten einlegen kann wenn sie sich die Videos anschauen die da jetzt passieren von diesen human-wieden Robotern aus China oder auch aus anderen Ecken, dann sollte sowas eigentlich durchaus ganz unmöglich sein.
00:43:50: Das werden wir sicherlich auch hinkriegen.
00:43:52: also so gesehen wird schon in Richtung Inlaustriversierung oder auch Robotik gehen aber die Branche wird trotzdem immer noch sehr lange auch Handwerks getrieben sein und muss es wohl auf sein wird nicht anders gehen wie wir in zehn Jahren da dazu aussehen.
00:44:09: Ich glaube, man fangt einfach so an.
00:44:11: Wir werden die Dinge, die wir jetzt tun, weiterhin tun und weiter forcieren.
00:44:16: Wir werde uns weiter internationalisieren.
00:44:18: Das trifft den ersten Punkt, den ich eingangs gesagt habe – da müssen wir uns momentan auch die richtigen Regionen überlegen – wir werden uns auch weiter digitalisieren!
00:44:27: Wir werden uns weiterhin vertikal integrieren und weiterhin spezialisieren und werden auf dem Weg sicher besser werden.
00:44:35: noch wie vor, wir werden sicher auch noch größer werden.
00:44:38: Aber ich sage mal ganz plaktativ, wir werden im Wesentlichen das weiter tun was wir bisher auch getan haben mit einigen Änderungen und Additions.
00:44:47: Und werden weiterhin auch das Unternehmen bleiben.
00:44:51: dass wir sind im Großen und Großen.
00:44:52: Super!
00:44:53: Dankeschön!
00:44:55: Ja wie freuen uns immer wenn erfahrene Managerinnen und Manager die bei uns sogar sind den jungen Fürsreften die uns zuhören noch etwas mitgeben.
00:45:05: also gerade wenn man vor Herausforderung oder wichtigen Malenstallen, weichten Stellung in der Karriere steht.
00:45:12: Was hat Ihnen persönlich in solchen Momenten geholfen und was ist Ihr Tipp für junge Führungskräfte?
00:45:18: Wenn ich es ganz plakativ sagen darf, der Haupttipp wäre Gehe immer nach vorne.
00:45:23: macht dabei auch Fehler und Vertrau auf dich selbst.
00:45:28: Egal ob du ins kalte Wasser geschmissen wirst oder über ein mehr dezidiertes Programm nach vorn geführt wirst ist völlig Wurscht.
00:45:35: Geh nach vorne.
00:45:37: Was sehr wichtig ist, du wirst keine Weiterentwicklung haben ohne Bauchschmerzen.
00:45:42: Wenn dir einer den nächsten Job anbietet und du hast keine Bauchsschmerzen dabei dann ist es nicht das Richtige.
00:45:49: Dann entwickelst du dich nicht weiter.
00:45:51: Da vielleicht auch noch eine kleine Anekdote.
00:45:54: Ich hatte vor vierzehn Tagen wieder einen Fall.
00:45:58: Wir haben ein Unternehmen mit ca.
00:45:59: dreißig Millionen in unsere Gruppe wo wir einen neuen Geschäftsführer brauchen.
00:46:06: Ich habe da einen von unseren Leuten im Auge gehabt, der vorher was anderes gemacht hat und ich habe ihm diesen Job angeboten.
00:46:14: Ich habe ihn hergeholt und gesagt, würde es du das machen?
00:46:18: Man muss dazusagen, er ist räumlich etwas weiter weg von uns in Mitteldeutschland.
00:46:22: Und dann hat er gesagt, der Regen der Räumlichen Komponente möchte ich noch mit meiner Familie sprechen und kommt am Morgen wieder und sagt ihr Bescheid!
00:46:30: Dann ist er am nächsten Tag reingekommen und ich hab schon erwartet, was er jetzt sagt war voller... Erwartungshaltung.
00:46:38: Und dann ist er gekommen und hat gesagt, ich mach's kurz so etwas lehnt man nicht
00:46:42: ab.".
00:46:46: Und das ist die richtige Antwort.
00:46:48: Der hat sich natürlich Gedanken gemacht, es ist einiges dabei wo ihm Bauchschmerzen macht.
00:46:52: überhaupt keine Frage.
00:46:53: aber was ist der richtige Ansatz?
00:46:55: Der ist reingekommen und hat gesagt so etwas legt man nicht Ab und damit ist das Diskussion geändert und so.
00:47:01: Das ist der richtige Approach.
00:47:02: also raus aus der Komfortzone ihr werdet nur wachsen außerhalb eurer Komfortzone.
00:47:09: Wer immer in der Komfortzunge bleibt, wird nicht wachsen.
00:47:13: Lieber Lang vielen Dank für dieses Gespräch!
00:47:17: Ich weiß ja dass jede Firma das eigene Kochrezept braucht.
00:47:20: wir haben heute viel Interner von ihnen bekommen die interessant sind als Impuls sicherlich für unsere Zuhörer dienen.
00:47:28: also ich möchte einfach mal vielen lieben Dank sagen.
00:47:31: für ihre Offenheit fand ich toll.
00:47:33: Ich bedanke mich dahin für das angenehme Gespräch Hab mich sehr gefreut.
00:47:37: Ja, Herr Lang von mir auch noch mal vielen Dank und das ist doch schön... Ich habe sehr viel mitgenommen auch dass Bauchschmerzen oder Angst nicht immer bedeuten, dass der Weg falsch ist sondern dass man einfach ja manchmal einfach mutig sein muss den nächsten Schritt und dass es eigentlich dazugehört.
00:47:48: also ein sehr spannender Einblick sehr ehrlich und auch wirklich hat mir eine Freude gemacht.
00:47:53: Vielen vielen dank, dass Sie dabei waren.
00:47:55: Danke!
00:47:56: Vielen Dank für zu hören alle weiteren Infos.
00:47:58: die stehen ja bei uns unten in den Show Notes Und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:48:02: bis dahin alles Gute Tschüss.
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