#40 Warum Experience bei Ottobock Vorstandssache ist – Martin Böhm über Hightech, KI und Menschlichkeit

Shownotes

Chief Experience Officer bei Ottobock – eine Rolle, die es im Unternehmen vorher nicht gab. In dieser Folge von Headhunter Insights sprechen Jessica Sander und Dominic Späth mit Martin Böhm darüber, warum selbst die besten Produkte der Welt nicht ausreichen, wenn die Erfahrung drumherum nicht stimmt.

Martin Böhm kommt aus der Konsumgüterbranche, war viele Jahre bei Beiersdorf und bringt Themen wie Marke, Daten, digitale Transformation und Kundenerlebnis in ein Umfeld, in dem es um weit mehr geht als klassische Medizintechnik. Bei Ottobock stehen Prothesen, Orthesen, Exoskelette und digitale Lösungen für Mobilität, Selbstständigkeit, Teilhabe – und Würde.

Im Gespräch geht es um den Unterschied zwischen Patienten und Anwendern, um echte Nähe zu den Menschen, für die Produkte und Services entwickelt werden, und um Momente, in denen deutlich wird: Experience ist nicht Branding, sondern Verantwortung.

Außerdem spricht Martin Böhm über KI-Agenten, neue Formen von Führung, das „Corporate Immunsystem“ in Transformationen und darüber, warum Unternehmen jetzt nicht nur experimentieren, sondern ins Skalieren kommen müssen. Eine Folge über Hightech, Menschlichkeit, Veränderung – und die Frage, wie Führung wirkt, wenn Technologie immer mehr kann, aber der Mensch im Mittelpunkt bleiben muss.

Gast: Martin Böhm, Chief Experience Officer bei Ottobock

LinkedIn Martin Böhm: https://www.linkedin.com/in/2martinboehm/

Ottobock: https://www.ottobock.com/de-de/startseite

🔗 Mehr über Dominic Späth:

Website: https://spaeth-partners.com/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dominic-sp%C3%A4th/?originalSubdomain=de

🔗 Mehr über Jessica Sander:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jessica-sander-48133170/

Website: https://www.mobilpodcast.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Wir sind ja nicht nur ein Produktlieferant, wir haben eine Verantwortung für das gesamte Ökosystem drum herum.

00:00:05: Also eine Fähigkeit dieses Ökosesystem zu schaffen, dass uns niemand hat und es passt auch so schön zu diesem Experience-Gedanken.

00:00:12: Wir schaffen Erlebnis!

00:00:16: Willkommen zur Headhunter Insights.

00:00:18: In diesen Podcast dreht sich alles um Leadership die den Unterschied macht.

00:00:23: Freuen Sie sich auf Insights eines Headhunters und spannende Gäste die exklusive Einblicke aus den Chefetagen deutscher Unternehmen mitbringen.

00:00:32: Das

00:00:32: ist Headhunter Insights!

00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Headhunder Insights, ich bin Jessica Sander und ich freue mich sehr heute zusammen mit Dominik spät durch diese Folge zu führen.

00:00:45: Hallo Dominik Hallo

00:00:46: Jessica.

00:00:47: Unser Gast heute ist jemand, der in einem Unternehmen mit über einhundert Jahren Geschichte und rund neuntausend Mitarbeitenden eine Rolle übernommen hat.

00:00:54: Die es dort vorher noch nie gab – Chief Experience Officer!

00:00:58: Bei Ottobock einem Unternehmen das viele zuerst mit Prothesen, Orthesen und Medizintechnik verbinden.

00:01:04: Und das stimmt auch.

00:01:05: aber gleichzeitig geht es hier um so viel mehr, um Bewegungsfreiheit, Selbstständigkeit und Teilhabe Und um die Frage, wie ein Mensch nach einer Amputation oder mit einer Behinderung wieder das Leben führen kann, dass er führen will.

00:01:16: Unser Gast kommt aus der Konsumgüterbranche – vierzehn Jahre Beierstorff.

00:01:20: Er kennt Marken und Daten und digitale Transformation!

00:01:24: Und er hat all das mitgebracht in einen Umfeld, in dem Marke-Daten- und Kundenerlebnis bisher keine Vorstandsthemen waren.

00:01:30: Das hat er jedoch geändert und Ottobock auf den Weg von einem Produktunternehmen zu einem Hightech-Erlebnisunternehmen begleitet, mit einem klaren Anspruch den Anwender in den Mittelpunkt.

00:01:40: Was das bedeutet?

00:01:41: Nicht Branding im klassischen Sinne, sondern die Frage – wie fühlt sich jeder Kontaktpunkt an für den Anwender nicht für das Unternehmen.

00:01:47: Ich freue mich sehr, dass er da ist!

00:01:48: Herzlich Willkommen Martin Böhm.

00:01:50: Hallo Martin

00:01:52: Ja hallo Jessica.

00:01:53: Hallo Dominik Vielen Dank für die Einladung Freue mich sehr auf der spannenden Gespräche und was für eine Intro.

00:01:59: Danke dafür!

00:02:00: Hallo Martin, schön dass du heute dabei bist.

00:02:02: Bevor wir uns gleich über Experience unterhalten würde ich gerne mit unserer lieb gewonnenen Frage starten.

00:02:09: Was beschäftigt dich gerade beruflich?

00:02:11: Und wenn du magst sehr gerne auch privat?

00:02:14: Spannende Frage, was mich wirklich gerade antreibt das jetzt keine PR Antwort und ich weiß es ist gerade sehr stark in den Medien ist tatsächlich die Frage Wie schaffen wir den Sprung und vom Experimentieren mit KI hin zur echten Skalierung?

00:02:30: Hätten schon Eingangs eben gesprochen, hätten jetzt wieder die Gremien Sitzungen.

00:02:35: Und da ist das natürlich auch auf der Agenda als Top-Thema.

00:02:39: aber das dann immer der Aufruf mehr zu experimentieren und ich bin eher in dem anderen Lager experimentiert.

00:02:45: haben wir jetzt genug?

00:02:47: wie kriegen wir das jetzt mal an die Skalierungen Und wir haben tatsächlich bei Ottobock in den letzten Monaten viel ausprobiert.

00:02:52: Erste Agenten, erste Use-Case ist das erste Erfolge.

00:02:56: Aber experimentieren ist gut und schön.

00:02:58: Skalierung ist eine ganz andere Disziplin.

00:03:00: Genau da stehen wir an der Brausta.

00:03:02: halt richtigen Datenstrukturen, organisatorische Voraussetzungen... ...und es muss sich ja mit Nestages ausrechnen!

00:03:09: Wir haben die ersten Cases, die sich einfach gar nicht rechnen.

00:03:12: Egal wie schön und gut KI ist aber Nestages bedarf es auch in einem klaren klares Geschäftsmodell dahinter.

00:03:20: Und das klingt damals mal nicht so glamourös, wir bauen KI-Agetten aber ich meine dass erzähle ich auch eine eine eine fundamentale Führungsaufgabe nicht diesen ganzen halb hinterherzulaufen sondern als Fundament zu bauen dass dann KI wirklich die Wirkung entfalten kann und ist auch ein bisschen überlappt.

00:03:38: zum privaten habe mich da jetzt am Wochenende war mit der Familie.

00:03:42: Wir machen das einmal im Jahr, so mit den Nichten und Neffen und Schwestern.

00:03:47: Und Schwäger und Schwager fahren wir mal im Jahr zusammen in den Urlaub für ein paar Tage.

00:03:53: Da kam was auch da auf.

00:03:56: Selbst von der Mutter kam mir die Frage, was ist eigentlich dieses KI?

00:03:59: Was macht das in eurem Geschäftsleben?

00:04:01: Ich frag mich das tatsächlich auch.

00:04:03: wie verändert das die Welt meiner Kinder?

00:04:06: In welcher Welt wachsen die geradeaus?

00:04:09: Wie muss ich eine Schule, Ausbildung, also Education ändern.

00:04:15: Was wird völlig irrelevant sein?

00:04:16: Ich glaube, die Generation unserer Kinder oder meiner Kinder wird die erste sein, die nicht mehr lernt Aufgaben zu erledigen sondern die lernt das Richtige zu fragen.

00:04:25: Urteils für Menschenkenntnis so Human Validation.

00:04:29: Das sind die Fähigkeiten, die Superpowers, die zählen und dann wirklich Promp-Kompetenz auf allen Ebenen.

00:04:36: Sehr

00:04:37: schön.

00:04:37: Lassen doch direkt mal einsteigen, also Schief Experience-Office.

00:04:40: Das klingt vielleicht erstmal ungewöhnlich für einen Medizintechnikunternehmen und es ist tatsächlich eine Rolle die auf Vorstandsebene für dich geschaffen wurde.

00:04:48: Wann hat Ottobock gesagt?

00:04:50: Wir brauchen unbedingt Experience auf diesem Level und was steckt wirklich

00:04:53: dahinter?".

00:04:54: Ja das kann ich ja jetzt nur vermuten weil... Ich habe sie mitgestaltet aber die Idee kam tatsächlich vom Eigentümer von der Eigentümerfamilie.

00:05:05: In dem Gespräch, also ich hatte damals, als ich schief Digital Officer war bei Biosdorf auch mal die Möglichkeit nebenbei Firmen zu beraten.

00:05:15: Und unter anderem dann noch die Autobock.

00:05:16: dadurch habe ich hier Autobock kennengelernt und kam dann über die Netzwerke, die ich auch hatte von ehemaligen Kollegen bei bei Biasdorf.

00:05:25: Und dann glaube ich war es der Moment in der Firma oder eher der Erkenntnismoment dass die besten Produkte der Welt nicht ausreichen wenn die erfahren drum herum und die Erfahrung Experience im englischen Drum herum nicht stimmt.

00:05:37: Otto Bock baut seit über hundert Jahren technologisch führende Prothesen oder Thesen, das sind Weltmarktführer weltweit vertreten.

00:05:45: aber dann ist das Thema wer entscheidet denn ob jemand das richtige Produkt bekommt und was das Richtige ist?

00:05:51: gibt es bessere Option?

00:05:54: wie soll er sich während der Versorgung danach fühlen?

00:05:57: Und dass ja nicht immer unbedingt alles Ingenieurswesen das auch wichtig Aber das ist dann der Teil was rund um den Patienten Anwender passiert, das ist die Experience.

00:06:06: Und irgendwann war klar also wenn wir das wirklich strukturell nachhaltig verändern wollen dann muss das eine Vorstandsverantwortung sein.

00:06:13: und in den Gesprächen war es doch noch immer klar ne?

00:06:16: Ich hatte auch dann klar gesagt also digital ist schön aber wir müssen auch die Marke nochmal weiter voranbringen Wir müssen da anders präsent sein, wir müssen näher an dem Patienten was Novum war ran nicht nur über unsere Kunden sondern im direkten Kontakt.

00:06:34: Und dann hat das natürlich auch viel mit Technologien in der heutigen Zeit zu tun, weil es sind nicht nur die physischen Kontaktpunkte sondern auch die digitalen.

00:06:42: Und da war ganz klar okay wir wollen hier ein Erlebnis Universum kreieren und dann geben wir dem Ganzen auch einen Namen was ganz schön ist.

00:06:50: immer jetzt wie diesem Interviews wird immer als Aufregung genommen weil ich sage wow!

00:06:54: Was ist das denn?

00:06:55: Heißt dass so du kannst jeden Tag irgendwie ein anderes Vorstandsressort betreuen also das X wird ersetzt durch jeden anderen Buchstaben.

00:07:01: ne ne da steht schon für Experts.

00:07:03: Aber warum würdest du sagen, war das denn früher so ein Logo?

00:07:06: Dass man nicht direkt Kontakt mit den Patienten hatte.

00:07:09: In meiner Vorstellung ist es irgendwie ganz normal, so wie's für dich auch ist oder?

00:07:13: Ja, das kam ein Stück weit durch das Geschäftsmodell weil wir zu Beginn ja nur BtoB-Geschäft unterwegs waren.

00:07:21: Das heißt, wir haben ja fantastische Produkte entwickelt.

00:07:24: Hightechprodukte, Prothesen, Orthesen und die dann an unsere Kunden vertrieben und die waren für die Patienten Versorgung Dann verantwortlich.

00:07:32: Das hat sich dann geändert, wo Ottobock auch ins Versorgungsgeschäft selbst eingestiegen ist.

00:07:37: Also wir haben ja über vierhundert Patient Care Center auf Deutschland Sanitätshäuser, wo wir selbst versorgt haben und da kam der eine Erstkontakt.

00:07:47: Und es verändert sich auch in der ganzen Medtec-Welt, sag mal die Stellung des Patienten das Betroffenen des Anwenders weil er wird aus meiner Sicht eine gewisse Autorität bekommen und Souveränität, weil der Zugang hat zur Information bekommt mehr und mehr Zugang zu den Unternehmen.

00:08:08: Und hat auch Einfluss auf das was dann für ihn oder für sie versorgt wird.

00:08:17: Nimmt halt auch Kontakt auf proaktiv und quasi diese Beziehung haben wir dann

00:08:21: hergestellt.".

00:08:22: Was hatte ich damals zu Ottobock gezogen?

00:08:24: War das eigentlich der Reiz an der Aufgabe?

00:08:27: Das war ja nicht nur der Purpose!

00:08:29: Also wenn man erst mal Ottobock sich mit beschäftigt, war mir auch nicht so präsent.

00:08:35: Das Thema habe die Firma natürlich schonmal gehört.

00:08:38: aber da macht sie das Universum auf mit dem Purpose und ist eine Zahl der Weltbevölkerung sind behindert geistig oder physisch.

00:08:48: also wir reden ja oftmals über Diversity.

00:08:51: Aber das Thema Behinderungen ist dann nicht sehr präsente in den Diskurs.

00:08:56: Und das ist natürlich schon, wow, Autobob steht für echte Wirkung.

00:09:00: Die Produkte verändern Leben und das sind nicht irgendwie ein Claim, Marketingclaim sondern Realität.

00:09:06: aber als Marketingdigital Enthusiast hier Markenenthusiast hat mich genauso fasziniertes Geschäftsmodell dahinter.

00:09:13: Das diese Kombination, Purpose und Potenzial.

00:09:16: wie ich eben zu Jessica sagte es ist so dieses Geschäft BtoB als B toC.

00:09:21: Das heißt wir können die gesamte Patient Journey Anwender-Patientenreise durchsteuern, durchmessen vom ersten Kontakt bis zur Nachversorgung.

00:09:31: Klingt vielleicht ein bisschen technisch aber ist für mich auch so ein Privileg und ich komme aus dem Konsumgüterbereich.

00:09:37: Ich meine muss man sich vorstellen ich war dafür über sechshundert Millionen Euro der Mediabudget verantwortlich und ihr wisst die großen Marken was sie dann auch an Medialer Präsenz haben und auch dann investieren.

00:09:51: Aber woher hört er denn die Reise mal auf?

00:09:53: Und das war am Regal, am Handelsregal.

00:09:55: also ich wusste nicht am Ende des Tages was hat der jetzt gebracht?

00:09:59: Dann reden alle immer von der Precision Marketing.

00:10:03: und was ist der Romy?

00:10:04: Das alles Annahmen weil am Ende dieses Tages hast du ja die Daten gar nicht gehabt Und ich wusste nicht dann tatsächlich, wer hat gekauft oder wer hat nicht gekauft in welcher Kategorie.

00:10:13: Das waren Hypothesen und an Modelle.

00:10:15: Bei Ottobock ist das fundamental anders weil wir Kendi-Anwender da wir auch im B to C Geschäft sind und das heißt wir messen die ganze Reise durch ja also von der Produktversorgung in die Patient Care Center dann in der Nachversorgungen man nennt das Refitding weil ein Patient hat Anspruch darauf ein Produkt dann wieder nach einer bestimmten Zeit sich neu versorgen zu lassen.

00:10:37: Und wir sind auch so im Gespräch über andere Services und Community-Aktivitäten, da werden wir bestimmt später nochmal drüber sprechen.

00:10:45: Den immer wieder diesen Dialog zu haben.

00:10:48: Und selbst wenn wir nicht das an Kumpen verkaufen, an anderen Sanitätshäusern also an Wettbewerber, haben die auch ein großes Interesse weil wir offerieren mittlerweile nicht nur Produkte, sondern auch wie gesagt Services und die wollen sie auch ihren Kunden anbieten.

00:11:02: Dann sagen Sie pass mal auf wenn ich nochmal euch sage welche Patienten habe ich denn hier in meinem Pool könnte mir dann sagen was ist dann die beste Produkt-Service Kombination?

00:11:10: Und auf einmal schließt sich wirklich dieser Lifecycle also diese Begleitung des Patientanwenders im kontinuierlichen Lebenszyklus und das ist unheimlich spannend.

00:11:22: Ich kenne kaum andere Geschäftsmodelle die das so haben.

00:11:25: Du sprichst bewusst von Anwendern, nicht von Patienten.

00:11:28: Was steckt dahinter und warum macht das für dich einen Unterschied?

00:11:33: Ja ich weiß es auch in diesen Interviews.

00:11:35: Ich muss mich da immer zu wirklich ... Nee erziehen hört sich jetzt komisch an, aber drauf zu achten machen wir so Patienten schräg-schräg Anwender.

00:11:45: also in meiner Autobobwelt dann rede ich immer Internet noch vom Patient nach draußen.

00:11:48: Anwänder weil das war ganz spannend.

00:11:50: ich war natürlich zu Beginn lernt man ja auch seinen Kunden kennen.

00:11:54: Das ist so wie ein Konsumgüter.

00:11:56: damals, bin ich raus ins Regal und in die Fläche und habe es mir angeschaut.

00:12:02: Hier ist es... Ich bin raus in die Krankenhäuser!

00:12:04: Ich bin heraus da wo die Anwender leben.

00:12:08: Und das war eine spannende Perspektive weil die Patienten haben mir gesagt okay ich bin jetzt hier im Krankenhaus aber wenn ich wieder raus gehe oder entlassen werde dann hab' ich euer eins Euer Produkte im Einsatz aber ich bin ein Anwänder.

00:12:20: Ich bin ja nicht mehr krank.

00:12:21: in dem Sinne Wau, spannend.

00:12:24: Und es hat für mich auch auf der anderen Seite so eine passive Konnotation.

00:12:29: Jemand dem etwas passiert, der versorgt wird... Viele Menschen, die ich jetzt kennengelernt haben mit denen wir ja arbeiten.

00:12:36: Also das haben wir grundlegend geändert dass wir alles zusammen mit dem den es betrifft hier gestalten Produkte, Services und Co.. Die sind ja alles andere als passiv.

00:12:45: Ja?

00:12:45: Die sind aktiv!

00:12:46: Die sind resilient...die gestalten ihr Leben.

00:12:48: Wir hatten ja dieses Jahr auch Paralympische Winterspiele.

00:12:52: Ich meine sie machen da Sport auf höchsten Niveau.

00:12:55: Ja die fahren damit über hundert Kmh die Ski Alpine Piste runter Und das ist Menschen, die nach einer Amputation zum Beispiel zurück in den Job gehen wie der Sportmacher Reisen.

00:13:05: Also wenn ich dir als Patient bezeichne, reduziere ich sie ja total auf ihre Einschränkung und das ist anders, wenn ich sie als Anwender bezeichnere dann benutzen Sie Ihre Technologie um ihr Leben zu leben.

00:13:16: Du hast gerade nochmal gesagt Konsumgüterbranche.

00:13:19: du hattest ja glaube ich alle sechs Monate damals ein neues Produkt in den Händen.

00:13:26: Ja, zu teilweise sieben Jahren bis es dann auf den Markt kommt.

00:13:29: Was hat das mit dir gemacht?

00:13:32: Ja schon eine Menge!

00:13:33: Also der initiale Reflex oder ehrlich die Reflex war wirklich... Das kann doch nicht sein.

00:13:39: Sieben Jahre, das ist jetzt so administrativ, zu bürokratisch und wir haben da früher Produktlaunches dann bei Nivera gemacht weltweit auf der riesen Skalierungsmaschine innerhalb wie gesagt von sechs Monaten.

00:13:53: So, dann bin ich aber auch durch die Lernkurve gegangen.

00:13:57: Verstanden?

00:13:58: Okay!

00:13:59: Und das hat mich weniger frustriert und eher beeindruckt weil es geht in erster Linie um Patientensicherheit.

00:14:04: also das oberste Gebot ist einfach an unserer Branche wenn das Produkt bei uns Anwendung findet darf keiner stürzen sich verletzten oder sonstiges was passieren darf.

00:14:14: ja auch klar zu spannend mit AI.

00:14:16: alle reden jetzt AI in den Produkten sicherlich Aber generative AI wäre da nicht so glücklich Weil, ich meine die Prothese darf ja nicht so einfach loslaufen.

00:14:26: Ja?

00:14:27: Und der Patient hat sicherer Kontrolle!

00:14:30: So also es geht um Sicherheit und klinische Studien.

00:14:33: das kennt ihr auch die Pharma-Branche um Erstattungsprozesse und Krankenversicherungen in dreißig verschiedene Ländern.

00:14:38: Das muss man...das muss sich dann auch hart verstehen.

00:14:42: Wir haben ja nicht einen Standard da draußen Jedes Land hat ein anderes Versicherungssystem.

00:14:47: Das ist sicherlich nicht nur Bürokratie um der Bürokrate, sondern auch Verantwortung von den Kostenträgern.

00:14:55: Dennoch, ich glaube was ich jetzt mitgebracht habe ist dieser Anspruch innerhalb dieser Grenzen schneller zu reden.

00:15:02: Schnellere Lernzyklen in der Entwicklung früheres Einbinden von Anwendern mutigeres Testen und auch mutigere Teams die Dinge mal hinterfragen und sagen können wir da noch mehr ins Risiko gehen?

00:15:14: Natürlich immer in der Balance und zur Patientensicherheit.

00:15:18: Und das machen wir auch, wir sind durchaus schneller und da gibt es auch so manche Produktkategorien die dann mal durchaus nur ein zwei Jahre benötigen.

00:15:26: Du hast uns erzählt dass du nach ein paar Monaten gefragt wurdest ob die Rolle für dich noch angenehm ist oder ob das Ganze nicht ein bisschen viel ist?

00:15:36: Vorher gab es auch häufigeren Wechsel.

00:15:38: hatte ich das eher angespornt oder war das ein Moment wo du kurz gezögert hast?

00:15:43: ja Nee, das ist ja mein Leitprinzip glaube ich mit all den Jobs die ich hatte.

00:15:48: Das sporten mich überaus an.

00:15:50: Ich habe ja so einen Spruch naja we have met the enemy and he is us.

00:15:54: Also der einzigen Feind den wir selbst haben sind ja wir und die Organisation in der Transformation.

00:15:58: Ich war jetzt mein Leben lang im Transformationsgeschäft zuständig Und da gibt es halt verschiedene Läger und ich warte eigentlich tatsächlich immer nur darauf wann kommt einer und frag gefällt ihr das hier noch?

00:16:11: So machen wir das hier schon gar nicht.

00:16:12: Ich nenne es ja das Corporate Immune System und wenn das anspringt, dann denke ich jetzt bin ich auch auf dem richtigen Weg.

00:16:19: Da liege ich richtig und wer nichts bewegt spürt kein Widerstand.

00:16:24: Insofern war das für mich gut, da bin ich auf den richtigen Kurs aber... Das sollte die entscheidende Lektion sein, man kann nicht einfach immer mit dem Kopf durch die Wand.

00:16:35: Es braucht eine Balance ja?

00:16:36: Manchmal muss man nach vorne preschen, Tempo machen, Fakten schaffen und dann lässt man auch bewusst einige Kollegen zurück im ersten Schritt.

00:16:45: Und da muss mal wieder langsamer werden weil man nicht aufgibt sondern weil man die Energie des Widerstandes nochmal verstehen muss.

00:16:51: was steckt dahinter?

00:16:52: ist das Angst vor Kontrollverlust es ist Loyalität gegenüber dem was immer funktioniert hat Es ist über Forderung.

00:16:59: Das gibt es ja tatsächlich auch, das sind menschliche Reaktionen die sind natürlich... Die muss man ernst nehmen.

00:17:05: Ja dieser Rhythmus zwischen Vorwärtsdruck innehalten, das ist für mich die Kunst der Transformation und gut zuhören.

00:17:14: Und das klappt bisher immer ganz gut.

00:17:16: aber das sind so diese Indikatoren.

00:17:18: Es gab guten Freunde da Von der Singularity-Universität sprach immer von den vier Reitern der digitalen Apokalypse, das hört sich so ganz dramatisch an wie auf einem Buchtitel vom epischen Roman.

00:17:30: Aber da ging es auch darum, er bezeichnet einmal das Corporate Immunsystem dann diese Angst vor Kanibalisierung, dass man sich selbst kanibalisiert.

00:17:39: Dann Legacy Assets, das war auch interessant weil ich ja für IT verantwortlich bin und da gab's schon so IT Technologien, investieren wir seit zehn Jahren.

00:17:49: Da habe ich gesagt, das stellen wir ab.

00:17:50: Das bauen wir neu.

00:17:51: und dann oh mein Gott wie kann das haben wir zehn Jahre investiert?

00:17:54: Wir sind doch fast da.

00:17:55: Ich sage so den ist veraltet.

00:17:56: Es ist jeder, jeder weitere Euro ist Sankost abschalten.

00:18:02: Und das andere war auch dann...das geht eher um das Thema die Time Horizons.

00:18:07: also man braucht auch verschiedene Arten wie man Budget investiert wie man manche Business Case berechnet bei hoch innovativen lieben Produkten.

00:18:16: Und die habe ich tatsächlich alle vorgefunden, die Themen ja?

00:18:19: Aber würdest du sagen gab es trotzdem Momente wo du gedacht hast okay so ein Mist oder war das nie der Gedanke?

00:18:25: und hast immer gesagt weißt du was jetzt erst recht?

00:18:28: Nee jetzt erst rein!

00:18:29: Ja da gibt's immer Momente, wo man dann auch sagt oha das ist aber auch kräftezehrend, aber bitte ich meine am Ende des Tages hat mich ja da mein mein mein Tuch da in den Ring geschmissen und ich wollte das ja und das ist auch das was mich ansporen dass es einmal zu zeigen, dass es anders geht und das die die Mauer noch nochmal zehn Meter weiter weg ist.

00:18:52: Ja und ich glaube muss dann als Führungskraft und der da als Lieder dann immer wieder aufzeigen, dass auch anders geht.

00:19:01: also muss halt Beispiele kreieren.

00:19:04: Ich bin neugierig!

00:19:05: Ich möchte Dinge verändern.

00:19:08: Das sporen mich an wenn ich keine Veränderungen sehe.

00:19:10: Also ich glaube wenn ich eine Veränderung sehen würde wird's mich frustrieren.

00:19:14: Du warst der erste Vorstand, der alle gedutzt hat.

00:19:17: Klingt nach einem kleinen Detail!

00:19:20: Was ist das?

00:19:21: Ja gut ich meine ich glaube es muss jeder für sich entscheiden und will das ja niemandem vorschreiben.

00:19:26: aber für mich persönlich war das einfach warum man meine Mentalität verbringe ein Großteil meines Lebens in der Firma mit diesen Menschen.

00:19:36: also sie sind mir sehr nahe und das weiß ich ja von Anfang an weil ich sage Das ist ja jetzt schon ein Auftrag, den ich für mindestens zwei-drei Jahre mache.

00:19:44: Und dann arbeiten wir zusammen – manchmal haben wir Konsens, manchmal Distance – debattieren, bauen zusammen was auf und da gehört für mich ein Dood dazu.

00:19:52: Und das werden mir auch sehr fremd an jemanden, denen ich täglich sehe mit sie oder Herrn Doktor und Co.

00:19:58: anzusprechen.

00:19:59: Ich glaube gleichzeitig ist es kein rein persönliches Thema mehr.

00:20:04: Es ist auch im stückweiten Signal.

00:20:06: Ein Signalüberhaltung über Nähe So wie ich mir Umgang miteinander vorstelle, und es verändert die Menschen mit einem Reden.

00:20:13: Wie sie sagen oder was sie sagen, was sie sich trauen zu fragen.

00:20:18: Und das ist auch dann ein Stück weit psychologische Sicherheit.

00:20:21: Die entsteht ja nicht in Workshops, sondern sie entsteht durch kleine Konsequente Signale.

00:20:27: Und manchmal lässt man natürlich mehr nähe zu also muss man immer gucken.

00:20:30: Man ist ja immer noch in der Führungsverantwortung.

00:20:33: Also alles kumpelhaft.

00:20:36: Aber das ist dann genau diese Balance erneut, muss man dann halten können.

00:20:41: Martin lasst uns doch einen kurzen Schritt zurückgehen!

00:20:43: Für alle die Utebuck noch nicht so genau kennen.

00:20:46: Brotesen, Orthesen, Exoscoilette was is euer Feld und was macht die Breite dessen aus womit ihr euch beschäftigt?

00:20:55: Ja wir sind ich sag schon Ich bin hier also Völlige Intetifikation Das ist gut.

00:21:01: Also ich bin ja natürlich auch in der Rolle verantwortlich.

00:21:04: Aber Ottobock ist Weltmarktführer im Bereich Human Bionics, also das ist der Begriff, der unsere Welt eigentlich am besten beschreibt.

00:21:12: Wir entwickeln Prothesen für Menschen nach Amputation aber auch von der Hand bis zum Oberschenkel.

00:21:19: Aber wir bauen noch Orthesen für Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall oder MS sind auch im Bereich Neurostimulation unterwegs und mit diesem Exopalsanzug unter anderem Wir haben das auch ganz spannend, da bin ich für verantwortlich des Thema Exoskeletons.

00:21:36: Also wir haben das ganze biomechanische Know-how übertragen in die Prävention.

00:21:45: Es geht darum dass gar nicht Menschen nachher nachhaltige Beschwerden bekommen und dafür haben wir dann diese Kategorie der Exoskelitons aufgebaut und insbesondere für industrielle Anwendungen um Facharbeiter zu entlasten.

00:21:59: Und wir entwickeln, das ist auch klar digitale Lösung nun entlang der gesamten Versorgungskette.

00:22:05: Was ja auch total spannend sind.

00:22:06: Das ist ja also auf der BITUS-Hie Seite ein Handwerk.

00:22:11: Also da geht es viel darum und um Messen anfassen Gipsen Schleifen und Co.

00:22:16: bei so einer Prothesenerstellung auch bei der Ortese.

00:22:20: Und dass ich mittlerweile dann spannend weil man viel davon digitalisieren kann.

00:22:24: Man kann das know how unserer Kollegen quasi in die Maschinen, in den Computer hier transferieren und dann scanen wir mittlerweile.

00:22:33: Wir scanen mittlerweile dann die Körperregion.

00:22:37: Wir drucken dann drei D., weil wir in der Lage sind, Modelle zu berechnen.

00:22:42: das sind die knöcheren Strukturen, das ist das Weichteilgewebe etc.

00:22:47: Ja aber was uns immer verbindet zwischen all den Themen ob digital, ob physisch, ob nun industriell oder medizinisch geht immer Mobilität.

00:22:55: Mobilität ist Teilhabe Mobilität ist Selbstständigkeit und Mobilität am Ministars auch Würde.

00:23:01: Definitiv, lass uns mal die Seite wechseln weg vom Innenleben des Unternehmens hin zu dem wofür das alles eigentlich passiert.

00:23:09: Du hast ja früh angefangen wirklich rauszugehen in die Kliniken Versorgungszentren zu den Menschen.

00:23:15: Ihr habt zum Beispiel in Berlin zum ersten Mal Menschen mit Oberarm Amputation zusammengebracht.

00:23:21: Viele davon hatten sich vorher noch nie mit jemanden getroffen In der gleichen Situation.

00:23:26: Was ist in diesem Raum passiert?

00:23:28: Ja, das war muss ich sagen ein sehr eindrucksvoller Moment, den ich beim Autobot erlebt habe und war auch emotional sehr berührt.

00:23:38: Das war, ich glaube denn im ersten halben, im ersten Jahr war das wie du gesagt hast in Berlin unseren Büro da am Prenzlauer Allee elf Oberarmen amputierte also die den Oma Amputation erlitten haben.

00:23:54: Keiner von denen hat jemals einen anderen Menschen getroffen mit Oberarm-Amputation.

00:23:58: Da dachte ich, das kann auch nicht sein.

00:24:00: und Nachricht glaubt nach halben Stunden oder Stunde gab es die ersten ja schon Tränen in Gesichter aber auch viel Lachen, viel Spaß, viel Freude und intensive Gespräche.

00:24:11: Die haben sich abends nochmal zusammengesetzt Und diese über praktische Dinge, ihre Ängste, ihre Beziehung über den Weg zurück ins normale Leben gesprochen haben.

00:24:23: Und da wurde mir so klar, also eine Anwenderin berichtet zum Beispiel.

00:24:27: Weil ich natürlich aus dem Produktmeldschmerz, Innovationsmeldenschmerz mit Gedanken kamen was fehlt denn an unserem Produkt?

00:24:34: Sie sagste das Produkt?

00:24:35: Das Produkt ist alles gut wie es ist!

00:24:37: Mein Problem ist die Erstattung.

00:24:39: Ich warte seit zweieinhalb Jahren auf die Erstatung des Produktes.

00:24:42: Ihr müsst verstehen, High-Tech Versorgungen haben auch einen enorm hohen Preis.

00:24:46: Da redest du dann schon über den Preis vom Auto und... Die sind dann in der Situation, sie möchten gerne dieses Produkt, dieses Produkt hilft ihnen im Leben.

00:24:56: Das hat einen echten Mehrwert aber Sie müssen es halt auch finanziert bekommen und dann ist das oftmals nicht einfach in dem Weg der Erstattung dieser Produkte.

00:25:06: Und da waren wir von Anfang an klar was das für uns bedeutet.

00:25:10: Wir sind ja nicht nur ein Produktlieferant, wir haben eine Verantwortung für das gesamte Ökosystem drum herum.

00:25:15: Also eine Fähigkeit dieses Ökosesystem zu schaffen, dass uns niemand hat und es passt auch so schön zu diesem Experience-Gedanken.

00:25:23: Wir schaffen Erlebnisse!

00:25:24: Was hat denn das eigentlich genau mit jedem persönlich gemacht, also das zu erleben wenn die Menschen aufeinandertreffen sich zum ersten Mal treffen und dann hast du ja auch gesagt Wenn jemand eine Protese bekommt oder bekommen soll ist ja meistens eher die Frage wie wird mein Partner meine Partnerinnen damit umgehen.

00:25:39: Also da geht es ja um solche Themen.

00:25:41: was hat das persönlich mit dir gemacht?

00:25:43: Ich glaube in erster Linie hat es mich nicht nur.

00:25:45: ich glaube das hat mich geerdet.

00:25:47: Ja, ich komme aus einer Welt und jetzt wenn man beruflich mehr sind da haben wir noch über Conversion Rates und Brand Equity und Co gesprochen dass das machen wir auch weiterhin das messen wir auch ein wichtiges Themen.

00:25:57: aber wenn du in diesem Raum sitzt und siehst dann wie zwei Menschen die sich vorher nie getroffen haben sich gegenseitig erklären wie Sie einen Alltag meistern.

00:26:06: Dann weißt Du wirklich warum du morgens aufstehst.

00:26:08: Das klingt vielleicht ein bisschen pathetisch, aber es ist die Wahrheit.

00:26:13: Und was du auch sagtest mit... Was macht das mit meiner Partnerin?

00:26:16: Ich hatte einen Besuch in der Klinik und durch mein Netzwerk kriegte auch viele Gespräche mit Durch Ärzte oder nun Kollegen.

00:26:25: dann bist du in der klinik.

00:26:27: Der hat schrecklicherweise und leider dann Trauma erlebt durch den Unfall durch eine Sepsis und dann gibt es Fälle, wo die dann dreifach vierfach amputiert werden.

00:26:41: Also da kann ich euch sagen wenn der Mensch im Krankenhaus liegt er fragt ja nicht danach was ist denn jetzt die beste Prothese für mich?

00:26:47: Der fragt danach wie verändert sich meine Beziehung zu meiner Partnerin, zu meinem Partner?

00:26:54: Wie ist die erste Begegnung zu meinen Kindern?

00:26:57: So und dann ist natürlich die Frage wie übersetzen wir das?

00:26:59: und hier haben wir Durch die Netzwerke bekommen wir den Anrufe, kennst du da jemanden?

00:27:04: So ein Einfall haben wir dann zum Beispiel jemanden der selbst betroffen war ins Krankenhaus geschickt.

00:27:09: Dass er erst mal bevor überhaupt Kontakt mit Familie dabei ersprechen können.

00:27:13: was macht das mit mir?

00:27:15: Was kann ich jetzt für ein Leben erwarten?

00:27:18: Und genau das nehmen wir ja jetzt gerade mit.

00:27:21: Das Produkt ist das eine und wie gesagt wir designen und klären außerordentliche High-Tech Produkte Aber das andere ist auch dieses Trumherrum, sondern dieses Zuhören.

00:27:33: Was will denn der Mensch in drei Monaten können?

00:27:36: Wir haben Formate wie die Live-Launch beschaffen wo digitale physische Räume entstehen und sich Anwender austauschen.

00:27:42: Es gibt eine Community Movau-Plattform, d.h.

00:27:45: Move as One.

00:27:47: Da stellen wir nur die Plattformen und die Menschen reden untereinander.

00:27:51: Partner von Betroffenen, Kinder von Betroffenen, wo sie auch sehr intime Fragen stellen können.

00:27:58: Wir wiederum können auch dann zuhören bei diesem Dialog, was uns da noch besser macht.

00:28:03: Wir kriegen neue Einsichten und was müssen wir an Produktwelten gestalten?

00:28:06: Was müssen wir ans Service-Welt

00:28:08: gestalten?".

00:28:08: Also ihr habt auch eine Community aufgebaut, Laufkliniken, Ski-Kliniken oder sogar NFL Teams.

00:28:14: Was ist der Gedanke dahinter?

00:28:15: Warum ist das für Autobock mehr als ein nettes Extra?

00:28:17: Du hast ja vorhin schon erzählt wie es ist wenn sie mit Hundert Kmh die Piste runterlüsen und dass man nicht von Patienten spricht sondern von Anwendern und dass natürlich Sportler sind, die eine Höchstleistung erbringen.

00:28:28: Ja wir machen das natürlich für die Anwender.

00:28:31: hier aber ist auch die stärkste Form dann im beruflichen Kontext von Marketing.

00:28:36: also Ich meine, ich muss dir vorstellen.

00:28:38: Ich hatte da ein ganz anderes Set-up von Budgets und dann schreiben wir da Creative Briefs und dann denken wir uns Storylines aus was das Produkt kann und was es besser macht.

00:28:50: Also hier die Form des Marktingsboarden ist ja auf der einen Seite einfach und total schön weil du hättest einfach nur die Kamera rauf und dass die Menschen erzählen Weil die Geschichten der Menschen so individuell, ne?

00:29:04: Dann zeigen sie die Menschen etwas mögliches Und das ist so bei Laufkliniken, da war ich jetzt beim Ehren-Running-Klinik.

00:29:10: Das ist einfach irre wenn die Leute dann das erste Mal, das ist mit solchen Vorstellungen, es gibt dann normale Prothesen für den Alltag, so eine mechatronische mechanische Kniegelenke und dann gibt es halt wirklich so Running Blades, die sehen auch wirklich aus wie so ein Blade.

00:29:26: Wie sagt man denn auf Deutsch?

00:29:29: Blade ist Messer, ne?

00:29:30: Jetzt muss ich gleich wieder überlegen.

00:29:32: Ja, Messer hört sich komisch an aber ja... So ein Haltkreis!

00:29:34: Ja genau und wie so eine Feder.

00:29:37: Feder war das Wort was er gesucht hat.

00:29:39: Und dann laufen die los.

00:29:41: und denn dieses, dieses Das Gesicht wie sich das verändert dieses von erst so Dieses Überwältigen dass das geht das ist bestimmt so ein Gemisch aus Respekt Angst und dann absolute Freude.

00:29:55: und die meisten fangen dann an zu weinen bei denen er das wieder einen ganz neuen Horizont gibt, dass sie dann wieder Sport betreiben können laufen können schnell laufen können.

00:30:04: Wir haben auch tatsächlich aus einigen dieser Running Clinics neue Paralympic Stars kreiert die jetzt bei den Paralypics im Wettbewerb mitmachen und Weltrekorde laufen.

00:30:15: Ski-Klinik ist es auch irre.

00:30:18: da gibt's auch tatsächlich dann die Abrischiemomente wo die alle im Bus stehen und Jodl in dem Berg runterfahren.

00:30:24: Das ist auch toll also nichts anderes.

00:30:26: Ja, eine NFL ist gerade ne neue Entwicklung.

00:30:29: Weil es gibt halt Volksportarten die sind halt dann anders in den USA.

00:30:32: Das ist ein Thema.

00:30:34: da haben wir auch jetzt Sportler kennengelernt die amputiert sind und würden gern in der NFL spielen.

00:30:39: das geht noch nicht aus also sicherheitstechnischen Dimensionen aber selbst da sind wir dran.

00:30:45: Da sind wir tatsächlich auch mit den Vereinen aus der NFL in Diskussion dass er jetzt nicht nicht Sponsoring das ist wirklich Community aufbauen.

00:30:53: Es hat einen massbaren Effekt auf uns Lifetime Value Weil wir sehen einfach Menschen, die Teil dieser Community sind.

00:31:00: Die kommen zurück und empfehlen weiter und engagieren sich.

00:31:03: Das ist auch ein Stück weit der Fly-Wee-Gedanke, den wir haben.

00:31:07: Aber immer mit dem Purpose getragen dahinter.

00:31:10: Was ich total schön finde und was ihr ja bei Produktentwicklungen angefangen habt, die Anwender zuerst in den Raum zu holen noch bevor die Ingenieure wirklich loslegen... ...was hat sich denn dadurch verändert?

00:31:22: Hast du das jetzt schon gesagt, Jessica?

00:31:24: Erst die Anwender und dann die Ingenieure.

00:31:26: Also das kommt natürlich drauf an ist nicht immer ganz so linear.

00:31:29: also wir bringen dann oftmals beide gleichzeitig in Raum.

00:31:33: aber es ist der Unterschied zu früher.

00:31:34: manchmal gibt es technologische Ideen die schon existieren Dann holen wir die Anwendereien sie zu bewerten zu testen hinterfragen Und dann umgekehrt kann auch ein Anwander nicht immer einschätzen kann ja kann ja auch nicht sagen was ist technologisch überhaupt möglich?

00:31:51: Und das ist dann diese Übersetzungsarbeit, die dann geleistet wird in dieser Co-Kreation.

00:31:56: Und manchmal gehen wir auch ganz offen in die Frage welches Produkt oder Service haben wir denn noch gar nicht auf dem Schirm als Autobahn?

00:32:02: Was fehlt dort in eurem Leben?

00:32:04: und ich weiß... Das habe ich jetzt schon oftmals berichtet.

00:32:08: Es gab ja diesen ersten Case mit einem höhenverstellbaren Absatz.

00:32:12: Da müsste ich vorstellen auch amputierte Menschen wollen Absatzschuhe tragen.

00:32:17: also biomechanisch ist es eine Vollkatastrophe in Heihil Das ist schon medizinisch, aber nichtsdestotrotz.

00:32:24: Ich möchte gerne wenn jemand tanzen geht oder einen Kleid trägt dann auch ein Absatzschuh tragen und dann warst du am Anfang ja drei Zentimeter also von der Ingenieurseite Dann wiederum acht.

00:32:36: Da haben wir eingeladen, was ist denn eure Höhe die ihr euch vorstellt beim Absatz?

00:32:41: Ja, fünfzehn Zentimeter.

00:32:42: Also da hättest du dann mal die Gesichter sehen sollen auf der Ingenieurseite.

00:32:45: Wir haben uns nachher in einer guten Mitte getroffen, doch bei sieben Zentimetern und haben ja jetzt auch das möglich gemacht.

00:32:52: Und wie gesagt dafür haben heute den ganzen Frontenteil unseres Innovationsprozesses neu aufgebaut Open Innovation Network Auch der neue Format, wie man direkt mit den Anwändern in Kontakt treten kann und fragen kann.

00:33:04: Und das ja schon ein fundamentaler Unterschied was wir da jetzt aufgestellt haben.

00:33:09: Ganz schön!

00:33:10: Und dann gibt es auch noch die andere Seite – Das Erstatungssystem.

00:33:13: Du hast das Beispiel des mechatronischen Kniegelängs erwähnt.

00:33:17: Schon tausendfach erprobt seit Jahrzehnten im Einsatz und trotzdem hat es lange gedauert bis es in allen europäischen Ländern erstattet wurde.

00:33:26: Was sagt das über das System?

00:33:28: Und wie geht er damit um?

00:33:29: Ja, das stimmt.

00:33:31: Das kann man manchmal im ersten Schritt denken oder im ersten Gefühl zum Moment ist es dann frustrierend aber andererseits sagt es ja etwas über das System aus.

00:33:40: Die Systeme sind nicht meistens für Innovation optimiert, sondern für Sicherheit optimiert und das ist ja persönlich falsch.

00:33:46: Patienten-Sicherheit haben wir ja drüber gesprochen.

00:33:48: Wir reden über Medizinprodukte die das Leben von Menschen direkt beeinflussen.

00:33:52: Aber die Konsequenz dass Menschen in manche Ländern jahrelang auf Technologien warten, die in anderen Ländern längst standard sind.

00:33:59: Und das ist für mich dann schon eine strukturelle Ungerechtigkeit, die man ja auch nicht einfach so wegreden kann oder ignorieren kann.

00:34:07: und da kommt auch unser Ansatz.

00:34:09: also wir haben den Dialog zu den Anwendern und zu den Kunden aber wir haben auch den aktiven, den Dialoge mit Kostenträger und Politik.

00:34:17: Da geht es darum immer wieder Evidenz zu liefern zeigen was diese Technologin langfristig für das Gesundheitssystem Kosten und auf der anderen Seite leisten können.

00:34:27: Und da redet man ja mehr und mehr so zu ökonomischer Nutzen, das ist ein Einschlagwort oder im englischen Outcome Measurement also die Versicherung stellen auch gerade um.

00:34:39: sie wollen wissen was ist denn dann die Wirkung von medizinischer Technologie vom medizinischen Produkten?

00:34:47: Wenn wir in erlage sind wir Gott sei Dank weil Auch unsere Produkte werden immer mehr technologisiert, liefern immer mehr Daten.

00:34:55: Das heißt zum Beispiel unseren mechatronischen Kniegelenken da sind wir in der Lage die Daten abzurufen und wir können dann wirklich nachweisen wie hat sich auch denn der Gesundheitsstatus die Mobilität von einem Anwender verändert?

00:35:09: Nachhaltig!

00:35:10: Und ich denke das wird in Zukunft bewirken dass dann manche Technologie noch einfach schneller in die Märkte kommen.

00:35:18: Du hast ja am Anfang schon angedeutet oder erzählt was dich gerade so sehr beschäftigt und ich würde gerne darauf eingehen, weil du mir im Vorgespräch sowas gesagt hast wie wir stellen aktuell keine neuen Teammitglieder ein.

00:35:30: Stattdessen baust du KI-Agenten.

00:35:33: Erklär mal was das ganz konkret bedeutet und was da wirklich gerade bei euch passiert?

00:35:38: Ja... Kurzes Kontextualisieren.

00:35:42: Das gilt für bestimmte Bereiche meines Teams, natürlich nicht pauschal dass ich hier nur noch KI-Agenten einstelle es wäre auch grauselig aber ist eine bewusste Entscheidung.

00:35:51: also wir haben schon für repetitive Datensieferaufgaben, Reporting, Contenterstellung, Dokumentation da bauen wir Agenten und dann werden wir auch weiterhin Agenten bauen.

00:36:02: Also wir haben zum Beispiel, ich habe dieses, das hat ja ein Startup-Charakter, Exoskeleton Suite X was auch in Kalifornien und Berlin unterwegs ist.

00:36:13: Da haben wir im Sales Bereich zusätzlich zu unserem Sales Mannschaft dann acht Agenten gerade aufgebaut entlang des gesamten Sales Funnels.

00:36:23: eins kann man sogar da live sehen auf unserer Webseite von der Firma wo so ein Sales Avatar im Inbound-Sales-Prozess führt, was sehr gut funktioniert.

00:36:33: tatsächlich und hätte ich am Anfang nicht so gedacht.

00:36:37: Das sind Kisysteme die nicht auf Anfragen waren sondern eigenständig Prozesse durchlaufen können oder so ein Brand Guardian Agent.

00:36:46: das schafft ja heute auch keiner.

00:36:47: also Ich habe eine Vorgabe für die Marke.

00:36:50: Also Marke ist ein wichtiges Element sowieso in der heutigen Zeit zur Zifferenzierung Auch für die KI-Agenten, die dann nach Vergleich von Produkten suchen.

00:37:00: Da kommt ja das Sentiment der Positionierung der Marke damit bei und wird auch.

00:37:06: oftmals bin ich überzeugt, dass das Schwergewicht in der Entscheidung für das ein oder andere Produkt oder Service sein wird.

00:37:14: Da haben wir jetzt diesen Agenten gebaut, der läuft auf den Räumen von zwei vierundzwanzig sieben und checkt ob unsere sozialen Kontaktpunkte, Touchpoints da auf der Marcke sind?

00:37:25: Und das könnte jetzt, da müsste ich ein gesamtes Team veranstellen.

00:37:30: Das sind dann schöne komplementäre Eigenschaften.

00:37:34: So was es aber bedeutet meine menschliche Mitarbeiter, also meine Kollegen arbeiten an Dingen die echtes Urteilsvermögen brauchen und bei uns ist dieser Begriff Human Validation das Bedarf Empathie Kreativität Strategisches Denken und die Agenten machen den Rest und dass sich diese Abbau von Menschen Ich bin eher in diesem Dialog mit Kost-Avoidance, weil wir mehr investieren müssen und wir können genau überlegen müssen wie die oder die andere Stelle noch einstellen.

00:38:02: Und es ist auch eine neue Definition was jetzt unsere Kollegen, unsere Teams im Zukunft machen müssen.

00:38:08: also haben wir auch ne Verantwortung an der Führungsaufgabe die die die Kollegen dazu befähigen ja dass sie dann diese neuen neuen Aufgaben, neuen Fertigkeiten, Fähigkeiten auch bewältigen können.

00:38:20: Ja, natürlich die Frage jetzt.

00:38:21: Wie führt man denn ein Team in dem acht von zehn Mitarbeitenden digitale Agenten sind?

00:38:26: Was braucht es denn da jetzt als Führungskraft?

00:38:28: Welche Kompetenzen sind denn da gefragt?

00:38:31: Das ist schon eine der spannendsten Führungsfragen unserer Zeit und was ich bisher gelernt habe auf dem Weg.

00:38:37: Und man führt Agenten dann schon wie Prozesse klarer Ziele definierte Qualitätsstandards beigemäßigen Reviews Menschen, das ist für mich geht es immer wieder um Automomie da auch um Handeln schaffen Empowerment.

00:38:52: also wir sind ja auch per se die Human Empowerments Company und das ist doch unser Führungsideal.

00:38:58: Und dann Kontext und Wirkungsorientierung.

00:39:00: und als Führungskraft musst du KI Kompetenz haben.

00:39:04: ich glaube dass es ganz klar muss die Logik verstehen muss aber nicht der Ingenieur sein.

00:39:09: Ja Du musst beurteilen können was Agent Lasten kann und wo er versagt.

00:39:13: Und das ist für mich die neue Führungskompetenz.

00:39:16: Du hast heute von Tools gesprochen und schon einmal erzählt, dass ihr einen Tool entwickelt habt wo euer Wettbewerb drei Jahre gebraucht hat.

00:39:23: Das habt ihr in drei Stunden nachgebaut mit einer fast einhundertprozentigen Prozessgenauigkeit.

00:39:29: Was bedeutet das für das Unternehmen?

00:39:31: Die gerade noch diskutieren ob sie mit KI anfangen sollen?

00:39:35: Also es zeigt einmal wie sich Technologie verändert.

00:39:39: Es ist ja auch spannend was mit uns als Menschen passiert.

00:39:42: Der Mensch denkt weiterhin für mich sehr linear, da draußen die Entwicklung ist exponential.

00:39:48: Und das heißt ja auch immer man muss sich auch immer wieder Challengen noch mehr ins Risiko zu gehen, noch mehr sich vorstellen wie radikal sich da draußen das Umfeld verändert.

00:40:00: und man sieht jetzt hier in diesem konkreten Beispiel wie stark auch sich diese LLMs verändern.

00:40:06: also vorher jemand gedacht na die Thermologie ist so besonders und wie gesagt einer unserer Wettbewerber hat dann sehr stark dann, oder das war mehrere Medbewerber tatsächlich.

00:40:16: Es gibt nämlich noch mehrere Tools in dem Bereich.

00:40:18: Dann da geht es darum also Thermologie in unserem Orthobidi und Prothetik Industriearm hier zu verstehen.

00:40:27: Das konnten die Modelle vor zwei Jahren nicht so gut.

00:40:29: mittlerweile sind sie so gereift mit der Lernkurve.

00:40:33: die haben dass wie gesagt die verstehen alles.

00:40:36: wenn ich jetzt Gespräche aufzeige Und dann entsprechend dann zur Dokumentation, die die Inhalte zuordnen will.

00:40:44: Was ist da relevant?

00:40:45: Was nicht?

00:40:46: und das heißt aber auch für uns in einem größeren Kontext.

00:40:50: Die Eintrittsbarrieren für digitale Produkte sind dramatisch gefallen was früher Monate gedauert hat.

00:40:56: Das ist in Stunden möglich.

00:40:58: Dann ist natürlich der Beweis dass es klappt.

00:41:01: Es geht schnell.

00:41:02: Dann kommt wieder die Skalierung.

00:41:03: Da redest du hast über die gleichen Prozesse.

00:41:07: Sicherheit, Datensicherheit ist auch ein Thema weil es sind ja oftmals sensible Daten in unserem NetTec-Bereich.

00:41:14: Da muss man sauber aufgestellt sein.

00:41:16: aber das zeigt auch dass das Features allein nicht mehr Wettbewerbsvorteil sind sondern und das sage ich ja auch was differenziert ist Marke vertrauen und Beziehung.

00:41:28: Und da haben wir viel investiert.

00:41:30: ihr wisst wir sind ja die Börse gegangen.

00:41:32: da haben mich dann auch Investoren gefragt warum als nettec Unternehmen und im regulierten mark?

00:41:40: warum investiert ihr in marke.

00:41:42: Und das ist dieses modell wo ich sag naja, schaut doch mal jetzt mit der kisuche es ist ich gebe ein was das beste mechatronische kniegelen.

00:41:51: So die wettbewerber schreiben ja auch features auf ihre webseite was das kann und diese oftmals identisch.

00:41:58: ob es das wirklich kann ist ja dann was anderes.

00:41:59: und dann kommt mir genaues thema dazu marke.

00:42:02: wie sind das sentiment auf der marke und beurteilung von Von Kunden in deiner Community.

00:42:08: Was stimmt da wirklich?

00:42:09: Das macht den Unterschied, ja und für Unternehmen das ist so dieses... das nächste für mich ist die Frage ob KI anfangen oder nicht.

00:42:19: also die Diskussion ist komplett vorbei.

00:42:22: Also du musst jetzt anfangen zu lernen weil das holst du nicht mehr auf Weil dann fehlt die Lernkurve komplett.

00:42:28: Was mich noch mal besonders interessieren würde, was das denn genau für den Anwender bedeutet?

00:42:32: Wenn KI-Agenten jetzt wirklich die Aufgaben übernehmen.

00:42:34: Weil es ist ja schon sehr feiner und sensibler Bereich von Menschen, die in besonderen Situation sind.

00:42:41: Und kann man sich das dann so vorstellen dass da der Erstkontakt mit einem KI-Agenten ist noch bevor man vielleicht mit dem realen Menschen spricht?

00:42:48: oder wie sieht das genau aus?

00:42:50: Ja eine schöne Frage Jessica!

00:42:52: Ist auch ne Frage uns beschäftigt weil Eine unserer Kernwerte ist ja auch human und also menschlich.

00:43:01: Und da musst du dann schon genau schauen, wo kannst du tatsächlich auch hier einen KI-Agenten einsetzen oder überhaupt eine KI-Lösung.

00:43:09: Das ist ja nicht immer immer agentisch aber es verpflichtet auch ein Unternehmen darüber nachzudenken.

00:43:14: Also KI darf dann in unserem Bereich kein Selbstzweck sein.

00:43:18: Ein Mensch der gerade erfährt dass er amputiert wird, der braucht keinen Chatboard.

00:43:22: Der braucht menschliche Begleitung Der braucht den Dialog.

00:43:27: Aber dann nachher mal in der Versorgung, ein KI-Assistent, der sicherstellt dass dieser Mensch in nächsten acht vierzehn Stunden die richtigen Informationen bekommt wie richtige Klinik empfohlen wird, der richtige Versorgungsweg eingeleitet wird.

00:43:40: das ist ja wiederum aus meiner Sicht KI im Dienst der Menschen und das passt dann wieder.

00:43:45: Und die Linie ist klar so KI eine simple Beschreibung nimmt quasi Logistik zur Versorgungen Und aber diesen menschlichen Moment und Dialog, Menschlibeziehung, die schützen wir.

00:43:57: Das ist auch die Pflicht von unserem Unternehmen.

00:43:59: Sehr gut!

00:44:00: Martin wenn du auf die nächsten Jahre schaust wo geht's die Reise bei Ottobock hin?

00:44:05: Was plant ihr als nächstes?

00:44:07: Wo zieht dir die Linie?

00:44:08: was bleibt auf jeden Fall Mensch?

00:44:11: Ja das zählt ein bisschen ab was ich eben schon besprochen hatte.

00:44:16: also was bleibt menschlich was bleibt technologisch?

00:44:19: Es ist schon für mich so wie wir kreieren, eine Human Bionics Plattform.

00:44:24: Also eine Plattform die nicht nur die Produkte irgendwie verbindet sondern die Menschen in erster Linie.

00:44:30: also dieser Dialog was noch aus der Tradition des Customer Relationship Management kommt ist eigentlich so Patient Relationship Management oder Anwender Relationshipmanagement und das ist ja auch wo wir uns stark auspringen und orientieren.

00:44:45: zum einen weiteren Tolle Innovation, High-Tech Produkte die Wirkung haben.

00:44:52: Die Mobilität schaffen auf der anderen Seite auch begleiten.

00:44:56: entlang des Lebenszyklus wollen wir ein Partner sein und dann haben wir Services dass sie nicht in den Administrations- und Bürokratie-Dschungel untergehen sondern Da müsst ihr euch nicht darum kümmern, dass das machen hier unsere Patient Care Center.

00:45:15: Das machen unsere Services die wir haben da.

00:45:18: was wollen wir so einfach für möglich gestalten?

00:45:20: weil ich hab andere Themen auf die ihr sich fokussieren müsst und... ...das sind dann auch die die Themen die wir mit der Plattform ermöglichen.

00:45:27: ne also da werden wir die Daten bereits schon.

00:45:29: aus den Daten lernen wir.. ..was auch notwendig ist was relevant is Und ja alles was die Würde des Menschen berührt das bleibt menschlich Und die Entscheidung über die richtige Versorgung trifft auch ein Mensch.

00:45:45: Das Gespräch nach einer Operation führt einen Mensch, die therapeutische Beziehung und KI darf immer unterstützen aber nie ersetzen wo es um die Person geht.

00:45:55: Ja Martin das war schon mal eine sehr spannende Abriss durch Medizintechnik durch KI.

00:46:01: Und zum Schluss unsere Frage, die wir immer wieder gerne stellen.

00:46:04: Unseren Podcast hören auch viele junge Führungskräfte und Manager.

00:46:07: Was gibst du denen mit, die gerade an einem wichtigen Entscheidungspunkt stehen?

00:46:12: Was hat dir auf deinem Weg immer geholfen?

00:46:14: Wie die Einersfrage eine sehr schöne und spannende Frage.

00:46:18: Sie würden sagen so drei Themen also.

00:46:19: das erste ist rund um das Thema Transformation.

00:46:23: Ich glaube was ich gelernt habe es unterschätzt nicht wie lange echte Veränderungen Transformation dauert wie viel du eigentlich alleine bewegen kannst.

00:46:33: also wenn du wirklich bereit ist in den weg zu gehen und auch ausdauer der amerikaner sagt ja grit dazu ist eine der wichtigsten so, so fähigkeiten wo ich immer nach ausschalte.

00:46:45: Auch in den teams.

00:46:46: wert hier wirklich grit und ausdau potenziell Möglichkeiten und die energie verbündete zu investieren lohnt sich dann auch mehr als den Kampf immer gegen die Widerstände.

00:46:59: Ich sprach über die Balance, aber du brauchst auch Begleiter dieser Transformation weil dann alleine... Auch wenn du viel schaffst wirst es nicht umsetzen können.

00:47:10: Zweitens das eher so in dem was ich hier nochmal mehr gelernt habe ist also Zahlen sind wichtig und Fakten Aber es benötigt auch so den Zugang Und den direkten Dialog mit dem oder für den du die Produkt- und Servicegestalt hast.

00:47:26: Also geh zu den Menschen, zu den Anwendern, zu dem Patienten sprich mit denen, für die du arbeitest denn da liegt auch ein Teil der Wahrheit in dem Gespräch im Dialog.

00:47:38: Und drittens sage ich auch ein Stück weit bei meinen Kindern ja gerade auch die Diskussion mit meinem Sohn, mein größeren am Wochenende baue deine Identität das was es dich ausmacht nicht nur so auf Wissen auf.

00:47:54: Na klar, Wissen ist Macht.

00:47:56: Also sage ich Tüge als die anderen aber das hat mich auch mal begleitet.

00:48:00: Bau sie auch auf Neugier auf so Urteilsvermögen und die Fähigkeit auf die richtigen Fragen zu stellen.

00:48:07: Ich bin immer weiter mit gekommen neugierig zu sein einzusteigen Und auch gute richtige Frage zu stellen.

00:48:16: Wir haben ja vorhin über KI gesprochen Das was mich dann privat beschäftigt.

00:48:20: Ich glaube dass es der Unterschied ... der, den es machen wird.

00:48:24: Das ist nicht mehr so was du weißt... ... sondern auch die Art wie du denkst und wie du Fragen stellst.

00:48:31: Absolut!

00:48:31: Was für ein

00:48:32: schöner Abschluss.

00:48:32: und gerade auf die Neugier.

00:48:33: Und das haben ja die Kinder eher noch.

00:48:35: Das können wir uns ja von den Kindern

00:48:36: machen.

00:48:37: Ja, sind sie große Lehrmeister.

00:48:39: Das stimmt absolut.

00:48:40: Das war total spannende Einblick.

00:48:41: Was für'n tolles Unternehmen.

00:48:42: Human Empowerment.

00:48:43: Wunderbar.

00:48:44: Vielen Dank für deine Zeit und dass du das mit uns geteilt hast.

00:48:47: Und ganz viel Erfolg

00:48:48: für

00:48:48: alle weiteren Projekte.

00:48:49: um was ihr da noch vorhabt.

00:48:51: Ja, herzlichen Dank.

00:48:52: Hat mir sehr viel Spaß gemacht!

00:48:53: Danke euch!

00:48:54: Herzliche Dank Dominik!

00:48:56: Sehr schön, herzig und dank euch beiden!

00:48:57: Und vielen Dank fürs Zuhören – und Sie wissen ja alle weiteren Infos, die stehen bei uns unten in den Show-Notes und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

00:49:05: Bis dahin alles Gute, Tschüss!

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