#32 Vom Familienunternehmen zur Stimme der Wirtschaft – im Gespräch mit Susanne Szczesny-Oßing (IHK Koblenz | ewm | DVS)
Shownotes
„Kompetenz ersetzt keine Haltung.“ – ein Satz, der in diesem Gespräch hängen bleibt.
Jessica Sander und Dr. Jörg Schwall sind in Koblenz zu Gast bei Susanne Szczesny-Oßing: Familienunternehmerin, langjährige CEO von ewm, heute Senior Advisor – und Präsidentin der IHK Koblenz sowie des DVS.
Im Mittelpunkt stehen drei Themen, die den industriellen Mittelstand gerade konkret bewegen:
Zukunft des Standorts Deutschland: Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Innovation und Investitionen wieder möglich werden?
Führung & innerer Kompass: Wie bleibt man verlässlich, wenn Transformation, Krisen und Investitionsdruck gleichzeitig stattfinden?
Nachfolge im Familienunternehmen: Wie trifft man Entscheidungen, die Identität, Kultur und Verantwortung gleichermaßen berühren – und wie lernt man, loszulassen?
Ein klares, ehrliches Gespräch über Tempo, Planbarkeit, Vertrauen in Unternehmertum – und darüber, warum Haltung nicht die Kür ist, sondern die Grundlage.
Gast: Susanne Szczesny-Oßing (IHK Koblenz | DVS | ewm)
🔗 LinkedIn (Susanne Szczesny-Oßing): https://www.linkedin.com/in/susanne-szczesny-o%C3%9Fing-b0916111b/?originalSubdomain=de
🔗 IHK Koblenz (Profil): https://www.ihk.de/koblenz/servicemarken/ueber-uns/unser-ehrenamt/galerie-der-ehemaligen-praesidenten/susanne-szczesny-ossing-5674942
🔗 DVS (Beitrag): https://www.dvs-home.de/themen-neuigkeiten/neuigkeiten/detail/dvs-praesidentin-unterstuetzt-female-impact-summit
🔗 ewm-group: https://www.ewm-group.com/de/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Es gilt zu schauen, ob wir es wirklich schaffen, unsere Stärken wieder mit Tempo, Planungssicherheit und eben wettbewerbsfähigen Bedingungen zu verbinden.
00:00:10: Das Potenzial haben wir aus meiner Perspektive, aber wir müssen es eben auch ermöglichen, es
00:00:16: zu nutzen.
00:00:19: Willkommen zu Headhunter Insights.
00:00:22: In diesem Podcast dreht sich alles um Leadership, die den Unterschied macht.
00:00:26: Freuen Sie sich auf Insights eines Headhunters und spannende Gäste, die exklusive Einblicke aus den Chefetagen deutscher Unternehmen mitbringen.
00:00:35: Das ist Headhunter Insights.
00:00:41: Herzlich willkommen, ich bin Jessica Sander und freue mich sehr heute zusammen mit Dr.
00:00:44: Jörg Schwall durch die Folge zu führen.
00:00:46: Hallo Jörg, ich grüße dich.
00:00:47: Hallo Jessica, ich freu mich.
00:00:48: Und wir beide sind heute in Koblenz zu Gast bei einer Frau, die Verantwortung, Industriekompetenz und Haltung verkörpert.
00:00:56: und sich in einem Umfeld durchgesetzt hat, was ja wirklich sehr Männer dominiert ist und war.
00:01:03: Sie war viele Jahre CEO der EWM GmbH und Vorsitzende der EWM Holding und das ist Deutschlands führender Hersteller für Schweißtechnologie.
00:01:12: Ja, heute ist sie Senior-Advisorin, sie engagiert sich als Präsidentin der IHK Koblenz und des DVS, ist Mitglied im Präsidium des DIHK und Vorsitzende des Ausschusses Industrie und Forschung der zentralen Stimme der deutschen Wirtschaft.
00:01:28: Und sie ist im besten Sinne natürlich eine Familienunternehmerin mit Haltung und Überzeugung.
00:01:33: Und wir sprechen heute über die Rolle der Industrie für die Zukunft Deutschland und wie man ein Familienunternehmen über Generation weiterentwic- und aber auch den richtigen Moment findet, Verantwortung in andere Hände zu geben.
00:01:48: Ich freue mich sehr, dass wir heute bei Ihnen sein dürfen.
00:01:51: Herzlich willkommen, liebe Susanne Chesney aus Singen.
00:01:53: Hallo.
00:01:54: Hallo.
00:01:55: Ich grüße Sie, Vorsander und Herr Dr.
00:01:57: Scholl.
00:01:57: Herzlich willkommen.
00:01:58: Schön, dass Sie da sind.
00:02:00: Ja, es geht direkt los.
00:02:02: Wir steigen ein.
00:02:03: Jessica Doss ist schon gesagt, es geht um die Rolle der Industrie in Deutschland.
00:02:07: Aber bevor wir da direkt reingehen, Wir starten mit unserer Eingangsfrage, die uns immer sehr wichtig ist.
00:02:15: Und zwar, was beschäftigt sie aktuell beruflich und wenn sie mögen auch privat?
00:02:20: Im Moment beschäftigt mich ein Transformationsprozess.
00:02:23: So kann man es wirklich sagen.
00:02:24: Der betrifft berufliche und private Ebenen gleichermaßen und sie wissen ja vielleicht... Familienunternehmen lassen sich diese Bereiche eigentlich kaum trennen, weil unternehmerische Verantwortung und auch persönliche Entwicklung ja eigentlich das tägliche Leben sehr eng miteinander verbunden sind.
00:02:41: Beruflich habe ich viele Jahre in der CEO-Rolle gearbeitet und jetzt bin ich seit November letzten Jahres in einer ganz neuen Rolle für mich, nämlich als externer Senior Advisor.
00:02:52: Der Rollenwechsel bedeutet eben auch, dass ich von der operativen Führungsrolle hin mehr zum Beraten zum Begleiten gegangen bin.
00:03:01: Und es geht jetzt darum, Erfahrung einzubringen, ohne dass ich selbst an den alten Dingen festhalte und auch Veränderungen mitzugestalten, das eben aus einer ganz anderen Perspektive.
00:03:13: Gleichzeitig zu meinem persönlichen Umfeld treibt mich natürlich auch die Frage um, wie sich Unternehmen und insbesondere die deutsche Industrie grundsätzlich transformieren lassen und neu aufstellen müssen, um technologisch stark und zukunftsfähig zu bleiben.
00:03:29: Die Transformation erlebe ich – ja, das kann ich wirklich so auch ansprechen – im eigenen unternehmerischen Umfeld, aber auch im größeren wirtschaftlichen Zusammenhang.
00:03:41: Weltweite Transformation sozusagen.
00:03:43: Prima.
00:03:44: Sie sind unter anderem Präsidentin der IHK Koblenz und auch des deutschen Verbands für Schweißen und Verwandteverfahren, DVS.
00:03:52: Ich glaube, das ist so richtig.
00:03:54: Sie sprechen ganz oft mit Unternehmenslenkern, mit Politikern, aber auch Repräsentanten von Verbänden.
00:04:02: Wo steht die deutsche Industrie heute wirklich aus ihrer Perspektive?
00:04:06: Ja, da beginne ich mal zunächst mit dem Positiven, weil ich grundsätzlich ein sehr optimistischer Mensch bin.
00:04:12: Und ich glaube, da stehe ich auch für viele Unternehmerinnen und Unternehmer hier in Deutschland.
00:04:17: Ich finde, wir haben sehr starke Unternehmen, wir haben enormes Know-how und auch exzellente Belegschaften.
00:04:23: Wir sind in vielen Bereichen Hochtechnologieanbieter und teilweise Technologieführer.
00:04:29: Ich komme ja selber aus dem Technologie.
00:04:31: führenden Unternehmen, aber wir haben derzeit mehr Gegenwind als Rückenwelt, weil viele Unternehmen sind aus meiner Sicht sehr resilient, aber arbeiten eben permanent gegen Widerstände an.
00:04:45: Uns bremsen hier aus meiner Sicht vor allen Dingen die nicht-wettbewerbsfähigen Energiekosten extrem lange und langsame Genehmigungsverfahren, so wie natürlich die hohe Bürokratielast und wie wir finden wirklich eine zunehmende Regulierungswut.
00:05:02: Das macht mir wirklich Sorge, weil ich natürlich auch gleichzeitig sehe, mit welcher Geschwindigkeit sich andere Regionen der Welt entwickeln.
00:05:10: Wir selbst haben als mittelständisches Familienunternehmen vor fast dreißig Jahren ein Unternehmen in China gegründet und wir sehen mit wie viel Schnelligkeit dort China als Taktgeber auch in Technologie inzwischen auftritt und wie klar eben der Takt vorgegeben wird, wie schnell Entscheidungen umgesetzt werden.
00:05:33: Und wenn man das hier mit Deutschland vergleicht, dann müssen wir wirklich leider feststellen, dass wir in dieser Geschwindigkeit und Konsequenz inzwischen deutlich zurückliegen und zwar nicht nur hinter Asien.
00:05:47: Also auf der einen Seite haben wir enorm industrielle Stärke und technologische Kompetenz, aber auf der anderen Seite eben Rahmenbedingungen, die Innovation und Investitionen sehr stark ausbremsen aus meiner Sicht.
00:06:03: Genau hier entscheidet sich aber unsere Zukunft, denn es gilt zu schauen, ob wir es wirklich schaffen, unsere Stärken wieder mit Tempo, Planungssicherheit und eben Wettbewerbs- Fähigen Bedingungen zu verbinden.
00:06:19: Das Potenzial haben wir aus meiner Perspektive, aber wir müssen es eben auch ermöglichen, es zu nutzen.
00:06:26: Was würde denn zu dieser Wende gehören?
00:06:28: Was sind denn wirklich die relevanten Hebel, die es genau braucht, ganz konkret?
00:06:32: Ja, vor allen Dingen Planbarkeit aus meiner Sicht und wettbewerbsfähige Energiekosten.
00:06:37: Wir selber als Unternehmen sind jetzt nicht so ein Hochenergie.
00:06:40: treibendes Unternehmen, aber unsere Kunden zum Beispiel.
00:06:42: Wir beschäftigen uns ja mit Schweißtechnologie, also unsere Kunden haben damit sehr zu tun.
00:06:48: Und wir brauchen da mehr Verlässlichkeit, mehr Wettbewerbsfähigkeit und natürlich auch weniger Komplexität in Förder- und Steuerrecht und in Genehmigungsverfahren.
00:06:58: Das ist aus meiner Sicht das meiste.
00:07:02: Genau so brauchen wir auch ein ganz klares Bekenntnis zur Industrie.
00:07:05: Das fehlt oft.
00:07:06: Will man wirklich in Deutschland noch Wertschöpfung haben?
00:07:09: Also manche politischen Tendenzen zeigen eben auf, es soll alles clean und clever sein, aber Industrie braucht auch CO-Zwei-Ausstoß.
00:07:18: So ist es nun mal.
00:07:20: Und es braucht aus meiner Sicht doch mehr Vertrauen auch in unternehmerische Entscheidungen und in das, was wir fähig sind zu tun.
00:07:31: Besonderes Merkmal der deutschen Wirtschaft ist ja sein stärker Mittelstand.
00:07:35: Das haben andere Länder ja in der Form nicht zwingend genauso.
00:07:40: Der wird auch politisch oft gelobt, aus unserer Wahrnehmung aber wenig unterstützt.
00:07:47: Was wünschen sie sich von Politik und Gesellschaft für die Unternehmen, die dieses Land tragen?
00:07:53: In erster Linie Respekt vor Leistung und Verantwortung.
00:07:57: Ich sag mal Salopp, wer sein eigenes Geld investiert, wie der Mittelstand das nun mal tut, kämpft um seine eigene Existenz und dem kann man schon auch zumuten, dass er gut und intensiv über sein Tun nachdenkt.
00:08:13: Geschichte als Unternehmerin und Arbeitgeberin kann ich Ihnen sagen, es ist kein leichter Job.
00:08:19: Man schläft verdammt schlecht, wenn man die Irrungen und Wirrungen auf den Märkten sieht, die geopolitischen Verwerfungen und ein international aufgestelltes Unternehmen führt.
00:08:30: Und da wünsche ich mir einfach, dass wir mehr daran denken, welche Stabilität und welchen Wohlstand der deutsche Mittelstand, ja, neun, neunzig Prozent besteht die deutsche Industrie aus Mittelstand.
00:08:42: eben gibt und ermöglicht und dass wir uns alle unsere sozialen Wünsche nur leisten können, wenn dieser Mittelstand und die Wirtschaft weiter funktionieren.
00:08:52: Gleichzeitig ist aber auch nicht alles von außen lösbar.
00:08:55: Was würden Sie denn sagen können Unternehmen machen, um wirklich auch wieder attraktiver zu sein und sich zukunftsfähiger aufzustellen, vielleicht auch gerade in so technischen Berufen wie Schweißtechnik, Konstruktion oder auch Produktion?
00:09:06: in Ausbildung vor allen Dingen zu investieren.
00:09:09: Das haben wir zum Beispiel immer getan, eigene Elite und eigene gute junge Leute ausbilden in den technischen Berufen, aber genauso in den kaufmännischen Berufen.
00:09:18: Das macht Arbeit.
00:09:19: Das macht immer mehr Arbeit, kann ich Ihnen sagen, weil eben die Ausbildungsreife leider in den letzten Jahren weniger geworden ist.
00:09:26: Viele junge Leute sind einfach nicht mehr als Schulabgänger so reif wie in den früheren Jahren.
00:09:33: Das kann ich sagen, ich bin in zweiundvierzig Jahre im Unternehmen.
00:09:36: gewesen und ich will jetzt gar nicht für oder gegen eine der Schularten sprechen, sondern einfach darüber, dass sich auch Gesellschaft verändert hat, Kinder.
00:09:46: Passt denn nicht mehr mit ihren Eltern?
00:09:48: Die bauen keinen Drachen mehr mit dem Papa oder mit der Mama und wissen dann eben nicht, was ein Winkel ist oder der goldene Schnitt oder manchmal auch ein Dreisatz.
00:09:56: Und wir müssen als Unternehmer ganz häufig eine Grundausbildung machen, wenn wir also junge Leute an Bord nehmen.
00:10:03: Und das bedeutet, wir unternehmen Wir können es nicht auf die Politik alleine abwälzen oder auf die Gesellschaft, sondern wir müssen selbst in die Hand nehmen.
00:10:11: So wie es immer ist, es liegt immer an denen, die voran stehen und ich glaube in Bildung und Ausbildung zu investieren und als Unternehmen und als Unternehmer sichtbar zu werden.
00:10:22: Das ist was ganz Wichtiges, um auch die Stimme dann in der Gesellschaft erheben zu können.
00:10:27: Danke.
00:10:28: Danke schön.
00:10:29: Jessica hat es schon anmoderiert heute.
00:10:32: Es geht auch um das Thema Führung und Haltung.
00:10:35: Sie führen in einer traditionell männlich geprägten Branche, ohne dabei eine künstliche, künstlichen Gegensatz daraus gemacht zu haben.
00:10:46: Welche Haltung hat Ihnen dabei Orientierung gegeben und was war in Ihrem Führungsallentag nie verhandelbar?
00:10:55: Ja, ich habe es ja gerade schon mal erwähnt.
00:10:57: Ich bin ein sehr, sehr positiver Mensch und ich habe mich, glaube ich, nie verstellt in meinem Leben.
00:11:03: Ich habe also Eine gewisse Art, so wird es mir jedenfalls berichtet von anderen, das ist immer schwierig, über sich selber zu sprechen, eine Authentizität.
00:11:13: Ich bin in allen Ämtern gleich, ich bin immer die Susanne, so möchte ich es mal sagen, und habe sehr früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen.
00:11:22: Und das heißt, ich glaube, dass Führung nicht lautstark funktioniert, sondern durch Verlässlichkeit, dass sie wirklich ein verlässlicher Ansprechpartner sind.
00:11:34: Für alle, die sie umgeben, das können ihre Kunden, ihre Partner, ihre Mitarbeitenden sein, wer auch immer.
00:11:40: Und dass sie Haltung haben und Stellung beziehen.
00:11:44: Und das ist natürlich nicht ganz einfach immer, je nachdem, welches Thema auch gerade anliegt.
00:11:48: Aber es ist ganz wichtig aus meiner Perspektive, glaubwürdig zu sein, authentisch und glaubwürdig.
00:11:54: Und das hat mich immer geführt und geprägt.
00:11:57: Nicht verhandelbar ist ja.
00:12:00: einmal finde ich es schwierig, wenn jemand nicht ehrlich zu mir ist.
00:12:04: Ich spüre sowas sehr, sehr schnell und das mag ich nicht, weil das meistens schnell entlarvt und wenn man Ja, mich so ein bisschen reduziert.
00:12:16: In der Vergangenheit hatte ich solche Themen.
00:12:18: Natürlich bin sehr jung in Verantwortung gekommen, mit Anfang Mitte zwanzig schon in eine geschäftsführende Rolle.
00:12:24: Und das war zu damaligen Zeit als Frau auch nicht immer ein einfaches Pflaster.
00:12:29: Aber da habe ich gelernt, mich zu behaupten.
00:12:32: Aber das war auch nicht verhandelbar.
00:12:33: Genau.
00:12:35: Wenn ich da für dich da doch gerne noch mal darauf zurückkomme auf ihre Anfänge und was war denn der Moment, wo Sie gespürt haben?
00:12:40: Ja, ich muss mich... ganz anders beweisen oder ich muss deutlich mehr zeigen, was ich kann, um ernst genommen zu werden.
00:12:45: Ja, das war direkt, ich meine, in so einem Betrieb, wo in der Männerdomäne, Sie haben es erwähnt, vorhin ist es erstaunlich gewesen, dass also eine Frau in die Fußstapfen tritt, ich habe einen jüngeren Puder, der auch in der Geschäftsleitung war, wir sind ja klarnartig in unserer Familie unterwegs, wir haben sehr viele Talente, auch noch... die Kinder von meinem Onkel, auch ein Mädel und ein Junge.
00:13:11: Also da sind ähnliche Verhältnisse.
00:13:13: Aber ich bin die Älteste von allen und ich habe gemerkt, du darfst eigentlich alles doppelt beweisen.
00:13:20: Du musst ... die Menschen versuchen, dich zu testen und gucken erst mal, dass die, die den Kaffee bringt.
00:13:27: Das wird ja wohl nicht der Chef sein.
00:13:28: Solche Themen kenne ich aus der Vergangenheit und ich durfte eigentlich immer doppelt nachlegen.
00:13:34: Aber dann war auch gut, weil wenn du es dann beweist, dass du es kannst oder dass du berechenbar und auch verlässlich bist, dann habe ich immer gute Erfahrungen.
00:13:44: Das Schönes hat ja sie gar nicht härter gemacht.
00:13:46: Sie sind ja trotzdem dieser strahlende, positive Mensch.
00:13:50: Ja, ich glaube, das ist sowieso die verkehrte Antwort aus Leben.
00:13:54: Mal grundsätzlich.
00:13:57: Sie können mir glauben, mir ist nichts fremd in meiner Laufbahn.
00:13:59: Jetzt mal auch an den aktuellen Themen, an denen ich mich aber nie beteiligt habe, weil ich immer einen Weg gefunden habe, auch mich... unter Männern oder Herren zu behaupten und habe da auch sehr gut dran gelernt.
00:14:12: Also verbittert bin ich nicht und auch nicht härter geworden.
00:14:15: Ganz im Gegenteil, auch da hilft Authentizität aus meinem Blickwinkel und dass sie in der Unterschiedlichkeit auch die Rollen annehmen.
00:14:25: Wir wollen ja nicht alles gleich machen, auch ich will nicht alles gleich machen.
00:14:28: Also ich oft kommen Damen auf mich zu und sagen, wir wollen aus Salzstreuer, Salzstreuerin machen.
00:14:33: Das möchte ich gar nicht.
00:14:35: Ich glaube, die Gesellschaft lebt auch von den Unterschiedlichkeiten, aber vor allen Dingen auch von Respekt, und zwar in beide Richtungen.
00:14:43: Also, sich behaupten war das Stichwort für die nächste Frage.
00:14:47: Wir wissen ja, ganz erfahrene Führungskräfte, dass vor allem Führung dann gebraucht wird, wenn es schwierig wird.
00:14:55: Ich denke da an große Investitionsentscheidungen oder an Krisensituationen oder wenn großer Veränderungsdruck da ist.
00:15:04: Und man ganz oft eben für viele Menschen unbequeme Entscheidungen treffen muss.
00:15:08: Dann kommt es darauf an auf Führung und Haltung.
00:15:12: Was ist für Sie dabei
00:15:16: der innere Kompass?
00:15:18: Uns als Familie und damit auch für mich, weil unser Familien-Tun und unser Familienunternehmen ist immer die Basis unseres Tun und unseres Handelns gewesen, ist Langfristigkeit, Langfristigkeit und Brechenbarkeit.
00:15:31: Und das heißt, es sind nie Entscheidungen, die mal für den Moment getroffen werden, sondern die dem Unternehmen dienen und damit auch den Menschen, die darin arbeiten, ja, oder den Menschen wie Kunden, die daraus positiven Ausfluss haben.
00:15:46: Und ich glaube, Es darf auch immer tragfähig sein für die Menschen, mit denen man zu tun hat.
00:15:53: Also das hat mich immer geprägt.
00:15:55: Und ein Satz meiner Eltern, die immer gesagt haben, wenn du Entscheidungen zu treffen hast.
00:16:00: Und es geht.
00:16:01: Manchmal muss man natürlich ad hoc und auch situativ führen.
00:16:04: Dann kannst du nicht drüber schlafen.
00:16:06: Aber mal eine Nacht drüber schlafen hilft ganz stark und auch die Perspektive zu verändern, sich mal auf den anderen Sitz zu setzen.
00:16:13: Das hat mich immer geleitet und geführt.
00:16:16: Und am nächsten Morgen sieht die Welt manchmal anders aus und die Entscheidung bleibt.
00:16:20: Und ein letzter Punkt vielleicht noch.
00:16:22: Ja, man muss in Laufbahnen auch unpopuläre Entscheidungen treffen.
00:16:28: Aber es kommt immer darauf an, wie man die kommuniziert.
00:16:32: Die Entscheidung und auch die Tatsache an sich wird nicht besser.
00:16:35: Also ich sag mal, wenn Sie zum Beispiel mal eine Entlassung vornehmen müssen, das lernt man nicht.
00:16:39: Ich hab das nie gelernt, musste es trotzdem tun.
00:16:42: Dann bleibt ja das Thema negativ für denjenigen, der das zur Kenntnis nehmen muss.
00:16:49: Aber es gibt einen Unterschied, wie sie sich gegenüber Menschen verhalten, auch in kritischen ... Situation.
00:16:57: Gerade dann kommt es auf Respekt und auch wieder auf Haltung an.
00:17:01: Wie erklären Sie das jemandem?
00:17:03: Wie gehen Sie respektvoll mit dieser Person um?
00:17:06: Und wie kommunizieren Sie?
00:17:08: Ich glaube, das ist ein wesentlicher Teil.
00:17:10: Vielen herzlichen Dank.
00:17:10: Das kann definitiv alles unterstreichen.
00:17:14: Vielleicht für uns eine etwas ungewöhnliche Frage jetzt, die ich Ihnen abbringen möchte.
00:17:20: Und zwar können Sie uns einmal mitnehmen.
00:17:23: in ein Szenario, wo sie eine Entscheidung getroffen haben.
00:17:27: Obwohl sie wussten, dafür werde ich auf jeden Fall Gegenwind ernten.
00:17:31: Ja, da gibt es ganz viele, dann muss ich da schießen, mir ganz viele Sachen durch den Kopf.
00:17:36: Ich gehe jetzt mal raus aus dem Unternehmen, mal in meine ehrenamtlichen Funktionen.
00:17:42: Da kommt sowas ja auch vor.
00:17:44: Wenn Sie merken, dass das Strukturen nicht mehr geeignet sind, um jetzige Lebenswirklichkeiten abzubilden, eben, ob das Verbandsstrukturen sind oder sie haben ja vorhin auch gesagt, wir sind ja heute hier in der IHK, dann muss man Veränderungen anstoßen.
00:18:02: Und da hatte ich zu tun mit ganz, ganz starkem Gegenwind in einer Verbandsstruktur und die also bis dahin führte, dass man, ich glaube, ich ganz gerne los geworden wäre.
00:18:14: So, und das haben wir aber gut gemanagt, weil wir es immer wieder auf die Sachlichkeit zurückgeführt haben und immer wieder unter und auch die persönlichen Eitelkeiten darf und muss man dann meines Erachtens nach über Bord werfen, weil man fühlt sich natürlich auch schnell persönlich angegriffen, der eine.
00:18:35: der sich von mir angesprochen wird und ich dann vielleicht umgekehrt auch, aber wenn sie alle Eitelkeiten über Bord werfen und es wieder zur Sachlichkeit zurückführen und sagen, was ist unser gemeinsamer Nenner, wie wollen wir das hier weiterführen, dann kommt man da zu einer ganz guten Lösung.
00:18:51: Die Corona-Zeit war zum Beispiel eine ganz extreme Zeit auch für uns als Unternehmen.
00:18:55: Wir haben ja geimpfte und nicht geimpfte.
00:18:58: im Unternehmen gehabt und wir haben nie auf Konfrontation gearbeitet, sondern wir haben immer die Dinge ausgeglichen und haben gut durch diese Krise geführt, aber auch wieder als Vorbild eines Familien.
00:19:11: Wir waren da, wir waren Ansprechpartner und wir haben die unterschiedlichen Meinungen auch gehört.
00:19:17: Sie haben ja EWM nicht nur jahrelang geführt, sondern gemeinsam mit ihrer Familie natürlich auch nachhaltig geprägt.
00:19:23: Und Sie haben auch eine Phase begleitet, in der die Unterneigentümerstruktur sich verändert hat, was natürlich auch sehr emotional ist und strategische Normen.
00:19:32: Aber wann war für Sie klar?
00:19:33: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür.
00:19:36: Genau als deutlich wurde, dass die nächsten Wachstumsschritte eben andere Strukturen erfordern, so wie ich das gerade schon mal erwähnt habe, weil für uns als Familie heißt, Verantwortung ist eben auch zu erkennen.
00:19:50: wenn neue Impulse notwendig sind.
00:19:53: Die können von außen kommen.
00:19:55: Und zwar, um das Unternehmen dann wieder langfristig fit zu machen.
00:19:58: Es hat sich so viel geändert.
00:20:00: Die Welt ist einem so schnellem Wandel unterlegen.
00:20:04: Und gerade für uns als Technologie, einer der Technologieführer im Mittelstand als Familienunternehmen, wir waren fit für den Moment.
00:20:13: Aber ... Du musst ja in deiner Verantwortung auch als Unternehmensführer immer die nächsten Schritte schon vorausdenken.
00:20:21: Und wenn du dann siehst, dass du vielleicht in dieser Konstellation das heute überlebst, das morgen vielleicht auch noch, aber das übermorgen schon schwierig wird, dann ist es aus unserer Sicht ein Zeichen von Verantwortung, sich eben auch mit solchen Dingen zu beschäftigen.
00:20:35: Wo kann man Allianzen knüpfen?
00:20:37: Wie muss man sich neu aufstellen?
00:20:39: Und wie muss man vielleicht ganz neu sogar disruptiv darüber nachdenken, dieses Unternehmen weiter in die Zukunft zu führen, damit deine Mitarbeitenden dann auch eine gute Zukunft haben?
00:20:51: Da möchte ich noch mal ein bisschen tiefer nachfragen.
00:20:54: mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung von EWM.
00:20:58: Und die damit verbunden Veränderung im Gesellschafterkreis wird klar, dass es hierbei um mehr geht als nur um einen rein ökonomischen Schritt.
00:21:09: Es berührt nämlich die Identität des Hauses.
00:21:13: Und ich weiß, dass Sie darauf viel Wert gelegt haben als Familienunternehmer.
00:21:18: Wie haben Sie diesen Prozess persönlich wahrgenommen?
00:21:21: Und aus der Perspektive der Unternehmerin, als Tochter und auch als Führungskraft?
00:21:27: Ich kann Ihnen sagen, da wo ich tief atmen, wie Sie merken, da kommt einer der Punkte, wie ich es erlebt habe, nämlich als sehr anspruchsvoll, als sehr emotional.
00:21:36: und als sehr notwendig.
00:21:38: Und damit setze ich mal den Schlusspunkt.
00:21:40: Und das macht dann die ersten beiden Punkte wieder einfacher.
00:21:43: Wenn etwas notwendig ist, dann kannst du dich schneller mit anspruchsvoll und emotional arrangieren.
00:21:48: Dann weißt du, dass du da durch musst.
00:21:51: Und ich sage mal, wenn ich es aufteilen sollte zwischen Unternehmerin, Tochter und Führungskraft, dann würde ich sagen, als Unternehmerin habe ich mich.
00:22:03: Rational gewünscht, es ist nicht immer gelungen, weil das so hin und her titscht, als Tochter und Enkelin auch des Unternehmensgründern als sehr emotional wahrgenommen das Ganze.
00:22:14: Und als Führungskraft ist es natürlich auch meine Aufgabe zu vermitteln, aber diese drei Ebenen eben... auseinander zu halten oder auch positiv miteinander zu verbinden.
00:22:25: Das war die eigentliche Herausforderung.
00:22:27: Und wie haben Sie die Gemeister, gerade dieses Moderiere bei der Belegschaft in der Familie, im Führungskreis?
00:22:33: Das liegt mir.
00:22:37: Wir haben ja unterschiedliche Familienstämme in der Firma gehabt.
00:22:41: Mein Großvater hatte zwei Söhne, meinen Vater, den älteren Bruder und mein Onkel, den jüngeren Bruder.
00:22:46: Und dann gibt es vier Kinder, die alle im Unternehmen waren.
00:22:49: Mit meiner Mutter, mit Ehepartnern, das heißt, klarnartige Strukturen und wir haben sehr viel strategische Positionen besetzt und konnten uns immer gut aufeinander verlassen.
00:23:02: Blut ist dicker als Wasser, ist wirklich ein wahres Wort und wir haben das ganz, ganz toll.
00:23:08: gemanagt meiner Rolle und da wir so unterschiedliche Talente hatten, mein Vater und mein Onkel sind die Techniker und die Entwickler und Ingenieure.
00:23:18: Ja, ich war die erste Kaufrau neben meiner Mutter, die im Unternehmen war, die aber stärker dann in die Geschäftsleitung gegangen sind.
00:23:23: Meine Mutter hat jahrelang, jahrzehntelang das Personal geführt, meine Kusine eher finanzen und Controlling mit ihrem Mann, mein Cousin und mein Bruder dann auch technische Bereiche.
00:23:34: Also sie sehen, wir haben im Team zusammen gearbeitet.
00:23:38: Und das hat es auch ausgemacht.
00:23:39: Ich bin auch heute ein großer Teamplayer.
00:23:41: Ich sage, ich bin Fan auch von Schwarmintelligenz.
00:23:46: Kritiker sagen dann, oh, im Schwarm kann es auch ganz schön schiefgehen, wenn die Meinung einmal falsch ist.
00:23:51: Das meine ich aber so gar nicht.
00:23:53: Du brauchst immer eine eigene Überzeugung und ich gehe auch in jedes Gespräch rein und habe meine eigene Überzeugung mit, was ich denn da wieder rauskommen will aus diesem Gespräch.
00:24:03: Aber ich lasse mich gerne auch Begeistern von anderen Blickwinkeln oder anderen Ideen.
00:24:10: Und wir sind immer zu guten Ergebnissen gekommen.
00:24:12: Dankeschön.
00:24:14: Die Veränderungen, die Sie bei aktiv unternommen haben, markieren ja nicht ein Ende, sondern ein Beginn einer neuen Phase.
00:24:26: Welche Prinzipien waren Ihnen und Ihrer Familie bei der Auswahl des Partners und in der zukünftestrigen Ausrichtung des Unternehmens?
00:24:36: Besonders wichtig.
00:24:37: Und erlauben Sie mir eine zweite Frage in diesem Zusammenhang?
00:24:39: Und wofür soll EWM auch in dieser neuen Eigentümerkonstellation zukünftig stehen?
00:24:46: Schwall, wir haben ja das Glück gehabt, dass wir aus einer Position der Stärke dieser Entscheidungen treffen konnten.
00:24:52: Es ist, glaube ich, eine grundsätzlich andere Perspektive, wenn man nicht mehr stark ist und man etwas muss.
00:25:00: Wir konnten, wir mussten nichts, wir konnten alles.
00:25:03: Und das... war sehr, sehr wichtig für uns und deshalb haben wir auch sehr frühzeitig mit diesen Themen und mit diesen Überlegungen auseinandergesetzt.
00:25:13: Für uns als Familie war langfristige Orientierung ein ganz, ganz wesentlicher Bestandteil und auch das Teilen unseres eigenen Wertekanons.
00:25:22: Wir haben, wie Sie richtig sagen, fast siebzig Jahre diese Unternehmung geführt mit entsprechender persönlicher Verantwortung und einem gemeinsamen Verständnis auch von Werten, die wir Erst zum Schluss niedergeschrieben haben, weil das war auch das Kuriose.
00:25:37: Wenn so eine Einheit noch kleiner ist, dann kannst du es jeden Morgen bei der persönlichen Begrüßung deinem Mitarbeiter nochmal erzählen, wenn du stark wächst.
00:25:45: dann musst du es irgendwann mal niederschreiben, weil du eben nicht mehr jeden Tag jeden Menschen in deiner Organisation erreichst.
00:25:52: Das haben wir getan und uns war eins wichtig neben der Langfristigkeit der Orientierung, also dass es die EWM-Gruppe weiterhin gibt und die eine gute Zukunftsfähigkeit hat, war uns eben nie, ja, wie soll ich sagen, es ging nie in erster Linie ums Geld, um es mal beim Namen zu nennen ums Kapital, sondern es ging darum wirklich eine Gruppe zukunftsfähig aufzustellen, damit auch die, die jahrzehntelang mit uns das erarbeitet haben, eine weitere gute Zukunft haben werden.
00:26:25: Und Sie haben mich gefragt, wofür EWM, wo ich glaube oder wir glauben, als Familie, wo EWM zukünftig auch für stehen soll.
00:26:32: Also ich wünsche mir weiterhin für technologische Eltern.
00:26:36: Exzellenz, für Innovationskraft und auch für Verlässlichkeit und zwar für seine Partner, aber auch seine Mitarbeitenden und Kunden natürlich und auch als Zeichen für Stärke, für industrielle Stärke und technologische Stärke aus Deutschland.
00:26:52: Das wünsche ich mir.
00:26:54: Mich würde interessieren, was sie antreibt oder ihnen auch weiterhin Energie gibt, immer Verantwortung zu übernehmen für Menschen, für Standorte, für Unternehmen.
00:27:04: Jetzt aus der heutigen Perspektive.
00:27:06: Sie haben es ja in ihrer Anmoderation erwähnt.
00:27:09: Ich bin ja raus aus der operativen Tätigkeit.
00:27:12: Die ganze Familie ist raus.
00:27:13: Die Familie hat sich schon zweieinhalb, drei Jahre früher entschieden bei unserem ersten Schritt.
00:27:18: Jetzt sind wir den zweiten Schritt gegangen.
00:27:20: Mich treibt an, dass ich meine Erfahrung weitergeben kann.
00:27:24: dass ich spüre, dass ich Menschen erreiche, auch Frauenthemen.
00:27:28: Wir haben es ja vorhin mal angesprochen, also junge Frauen entsprechend zu begeistern, ihr Licht nicht unter den Schäfel zu stellen, sondern sich zu zeigen.
00:27:37: Man glaubt es vielleicht heute nicht mehr, aber ich bin ein extrem schüchterner Mensch gewesen.
00:27:42: Ich war in der Oberstufe, habe ich Strafarbeit gekriegt.
00:27:46: Das hört uns ja keiner zu.
00:27:50: die Antwort nicht gegeben habe.
00:27:51: Selbst wenn ich wusste, dass sie richtig ist.
00:27:54: Also ich mach das wirklich mal exemplar, schonungslos auch an meiner eigenen Person.
00:27:59: Ich war sehr, sehr schüchtern, sehr, sehr zurückhaltend und bin aber so gar nicht erzogen worden verrückterweise.
00:28:06: Sondern es lag an mir und ich brauchte ein Coming-out.
00:28:09: Ich musste mich entscheiden.
00:28:10: An einer Stelle in meinem Leben willst du ja daran zugrunde gehen.
00:28:16: Ich mach's mal wirklich so dramatisch oder änderst du etwas in deinem Leben.
00:28:20: Und deshalb bin ich auch ein großer Verfechter.
00:28:23: Es reicht nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
00:28:26: Es liegt immer an einem selber, wenigstens ein bisschen.
00:28:30: Manche Dinge liegen in der Mitte auch.
00:28:32: Und ich durfte das sehen.
00:28:33: Und das möchte ich gerne weitergeben an junge Menschen.
00:28:37: grundsätzlich sich zu trauen, in Führung hineinzuwachsen.
00:28:41: Man kann alles lernen aus meiner Perspektive.
00:28:44: Also das, was ich studiert habe und das, was ich in der Schule hatte, ist das Wenigste, was ich am Schluss gebraucht hatte.
00:28:50: So brauchst ein gutes Fundament.
00:28:53: Aber ja, Kompetenz ersetzt keine Haltung.
00:28:58: Wobei Haltung ohne Kompetenz auch schwierig ist, ja, so würde ich es mal sagen.
00:29:03: Aber... sich selbst einzubringen und das auch weiterzugeben.
00:29:07: Und Sie sehen es ja an den verschiedenen Rollen, ob jetzt als Vorbildunternehmerin oder als Botschafterin.
00:29:13: Es gelingt mir, glaube ich, Menschen zu erreichen und auch dazu zu begeistern, aus ihrer Komfortzone herauszutreten und es einfach mal zu probieren.
00:29:21: Es passiert nichts Schlimmes.
00:29:23: Ja, und genau deshalb engagiere ich mich natürlich auch in den verschiedenen Ehrenämtern, wie zum Beispiel in der EHK Koblenz oder im Deutschen Verband für Schweißtechnik.
00:29:31: weil, wie ich finde, man genau dort auch Wirkung erzielen kann, für ganz verschiedene Themen natürlich, für Wirtschaft, Gesellschaft, für Ausbildung und damit natürlich für die nächste Generation.
00:29:42: Menschen zusammenzubringen, Dinge in Bewegung zu setzen und auch persönlich zu gestalten, das macht mir große Freude und das gibt mir natürlich auch Energie.
00:29:52: Und wenn Sie heute einmal zurückblicken,
00:29:54: was waren
00:29:55: denn, was war die größte Herausforderung oder Herausforderungen und worauf sind Sie besonders stolz?
00:30:01: Für mich persönlich ist nach wie vor und das war ja auch in der Eingangsfrage Transformation die größte Herausforderung das Loslassen.
00:30:10: Ich bin wirklich konditioniert in einer Unternehmerfamilie Verantwortung zu übernehmen und auch in der ersten Reihe zu stehen und das Loslassen darf man lernen.
00:30:22: Wirklich auch die Verantwortung zu übergeben und mein Stolz ist, dass wir wirklich als Familie das geschafft haben, das Unternehmen so stark aufzustellen mit engagierten Menschen und mit ganz klaren Zukunftsplänen und das so auch zu übergeben.
00:30:36: Ich glaube, das ist auch eine tolle familiäre Leistung, wenn man sich denn trennt von seinem eigenen Unternehmen.
00:30:42: Vielen Dank dafür.
00:30:43: Wir haben schon ganz viele... Gute Tipps und Geil ins Führungskräfte bekommen von Ihnen.
00:30:49: Herzlichen Dank.
00:30:50: Aber die Frage darf zum Schluss nicht fehlen.
00:30:54: Wenn Sie jungen Führungskräften einen Rat geben könnten, was wäre das?
00:30:57: Was hat Ihnen immer besonders geholfen?
00:31:00: Ja, doch auch tief in die Themen zugehen, zuzuhören, die Sachverhalte gut zu klären und eben Haltung zu beziehen.
00:31:09: Das, was ich gerade schon gesagt habe, das würde ich Führungskräften raten.
00:31:14: Wobei Rat immer auch ein Ratschlag ist.
00:31:16: Ich bin da sehr, sehr vorsichtig.
00:31:18: Ich durfte auch feststellen, dass ich schon mal Forsch so voran bin und auch mal sehr schnell und sehr schlagfertig Dinge mal zu Wort bringe.
00:31:28: Und oft ist es eben auch gut, erst mal hinzuhören und dann ganz, ganz guten Ausgleich zu machen.
00:31:35: Das glaube ich ist das Wesentliche.
00:31:36: Ja, wunderbar.
00:31:37: Vielen, vielen Dank.
00:31:38: Also mich haben Sie begeistert.
00:31:40: Das war ein ganz tolles Gespräch, wunderbaren Input, eine wunderbare Energie, sehr erdend auch.
00:31:45: Und vielen, vielen Dank für Ihre Zeit.
00:31:47: Ich danke Ihnen für das Gespräch.
00:31:49: Vielen Dank.
00:31:50: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:31:51: Alle weiteren Infos, die stehen ja unten in den Show Notes und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:31:56: Bis dahin, alles Gute.
00:31:56: Tschüss.
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